Mittwoch, Januar 23, 2019

Wetterquilt 2017

Mein Wetterquilt 2017 hängt - endlich. Eigentlich hatte ich fest geplant ihn schon vor einem Jahr zu beenden, schließlich war das Top pünktlich fertig. Doch dann kam das Leben dazwischen ...
Im Sommer fand ich dann endlich Zeit zum Quilten, es lief ganz gut. Ich schrieb mit der Nähmaschine besondere Ereignisse in die Steifen und war auch schon beim 2. Advent ....  da erst merkte ich, dass mir eine Woche fehlte! Was ist passiert?  Die Wochen passten, es waren alle da. Irgenwo im April bin ich verrutscht - um eine Woche - konnte ich damit leben?

Nach einer langen Überlegungszeit entschied ich mich für´s Auftrennen. Zwischen Weihnachten und Neujahr fand ich die Muße dafür. Aber es war einfach grauenhaft - Freihandquiltstiche trennen - schlimmer geht es nicht.

Doch mit viel Mühe und Durchhaltevermögen habe ich es endlich geschafft!



Und so war das Wetter 2017 - heiß und feucht.

Mein Jahr nähte ich in Wochen. Unten links beginnt es mit dem 1. Januar. Das war ein Sonntag.  Wie man sieht, war der Januar sehr kalt - hellblau bedeutet minus 4 bis 0 Grad - es wurde dann sogar noch kälter - aber nur ein paar Tage lang.




Was war los im Sommer 2017 - wer will kann auf die Suche gehen, denn nicht nur Wetterkapriolen hielt ich fest. Die tägliche Höchsttemperatur trug ich während des Jahres täglich in den Kalender meines Handys ein. Dort speicherte ich auch besondere Ereignisse. 







Richtig kalt wurde es dann erst wieder zum Ende des Jahres - zum Nikolauslauf am 2. Advent mussten wir uns warm anziehen. Die Temperatur sank unter null Grad. 
An dieser Stelle merkte ich auch, dass irgendwas verkehrt sein muss, denn die Wochen reichten nicht mehr bis Silvester. Man sieht an den zurückgebliebenen Löchern auch den ehemaligen Fehler. Das ist jetzt so.




Die Temperaturlegende war mir während des Nähens eine gute Hilfe. Jetzt hängt sie mit Haken und Öse an der Rückseite des Quilts. So ist sie immer griffbereit.

Würde ich jetzt noch einmal einen Wetterquilt nähen, nähme ich ein Heft zur Hilfe.
Die Wochen würde ich ordentlich durchnummerieren von 1 - 52, dann Datum und Wochentag eintragen. Ich ließe genügend Platz für Temperatur und Ereignisse. Das kann man natürlich auch später machen - aber ich würde es auf jeden Fall vor dem Quilten tun. 





Donnerstag, Januar 17, 2019

Winterspielerein


Den Spruch für die Geburtstagskarte habe ich von Albert Einstein.





Die wunderbare Wolle schenkte mir Helena. Das Stricken stimmte mich auf unseren Urlaub in Finnland ein. Glücklicherweise konnten wir dort an zwei Abenden Nordlichter sehen. 
Die Socken sind aber erst im Dezember fertig geworden, fast jedenfalls, eine klitzekleine Spitze habe ich erst Anfang Januar gestrickt. Komisch, dass ich dabei abgestorben bin. Aber jetzt sind sie fertig.



Den Stulpen ist es ähnlich ergangen - sie waren im gleichen Strickbeutel wie die Socken. Ich konnte mich für keinen Abschluss entscheiden. Mit der rosa Häkelspitze bin ich jetzt zufrieden.


Ausgelesen:


125 Seiten - mehr braucht der Krimi nicht. Absolut lesenswert.




Donnerstag, Januar 10, 2019

Apfelstulpen


Das schöne Apfelmuster strickte ich bereits für das Wichteln mit den Zicken. Da wurden es noch Socken.



Mein Schwesterlein war ganz scharf auf die Strümpfe, leider hatte sie kein Wichtelglück.  Doch sie nutzte die Gunst der Stunde und wünschte sich von mir warme Handschmeichler. Schön für mich, denn nun brauchte ich mir keine weiteren Gedanken um ein Weihnachtsgeschenk für sie zu machen.




Winderstulpen am See - vielen Dank liebe Dorit für die schönen Fotos.





Ausgelesen:


Gerade ausgelesen - ein Buch, dass mir meine Schwester zum Geburtstag schenkte - ein wahrer Volltreffer. Drei Schwestern treffen sich zum 100. Geburtstag der Ältesten von Ihnen. In verschiedenen Zeitebenen wird das Leben der drei Frauen am Niederrhein erzählt. Drei Frauen und viele Geschichten verweben sich zu einem großen Lebensteppich.
Ich bin ganz begeistert und kann das Buch nur empfehlen.





Mittwoch, Januar 02, 2019

2018 - mein Rückblick


Sieben leere Garnrollen




Acht Quilts





15 Geburtstagskarten





 26 Bücher




Montag, Dezember 31, 2018

Nordlichter

Für meinen diesjährigen Weihnachtsgruß ließ ich mich durch Finnland inspirieren.


 Nordlichter und Rene - unerwartet, geheimnisvoll und stark




Eine wage Idee und ein Wochenende mussten reichen - erstaunlich, wie sich dann alles fügte.
Beim Kramen in meinen Schätzen fand ích den idealen Hintergrund.
Den schönen lila-grünen Stoff hatte ich vor einigen Jahren gefärbt. Schon hier tanzen die Nordlichter im Nachthimmel. 



Für einen typischen Nachthimmel in Lappland brauchte ich nun noch die langen, schmalen Bäume. Dafür schnitt ich aus einer dicken Plastikscheibe eine passende Druckplatte. Darauf klebte ich die Formen aus Moosgummi. Mit einem kleinen Schwämmchen trug ich die Farbe auf und schon war der Winterwald fertig.


Für das tanzende Nordlicht machte ich eine Schablone. Dazu nahm ich die Folie eines alten Schnellhefters. Mit einem Lötkolben brannte ich Löcher hinein - fertig.



Ich wünsche Euch ein entspanntes Jahr 2019
mit Glück und einer großen Portion Gesundheit!
Habt schöne Begegnungen, inspirierende Momente und behaltet den Blick für´s Wesentliche.




Dienstag, Dezember 18, 2018

Der 10. Nikolauslauf in Michendorf

Am letzten Sonntag sind die Nikoläuse bereits zum 10. Mal durch Michendorf gelaufen.
Inzwischen hat sich vieles eingespielt und doch war manches neu.



Unsere Pokale waren zum Jubiläum besonders hübsch.



Jeweils die ersten drei platzierten Läufer je Wettkampf konnten einen der Prachtstiefel mit nach Hause nehmen. Verschiedene Distanzen standen wieder zur Auswahl: 2,5 km, 5 km oder 10 km. Wer mag sucht sich drei weitere Nikoläuse und läuft in einer Staffel.
Natürlich wird heftig um die ersten Plätze gekämpft, doch das sportliche Miteinander steht im Vordergrund der vielen Nikoläuse.  Das ist mal was anderes als immer nur der  Weihnachtsmarktbesuch - sagte eine Bekannte. Die Stimmung ist immer prächtig, nicht nur wegen des Glühweins der an der Strecke ausgeschenkt wird.




Jedes Jahr das gleiche schöne Bild - ein dicker roter Wurm windet sich durch die Straßen. Im Ziel bekommt jeder einen großen Schoko-Nikolaus und auf dem kleinen Weihnachtsmarkt kann man sich mit Leckereien stärken.


Da passt doch mein Buchtipp ganz prima:


Eine schöne Lektüre rund um das Essen.

Es wird ja so vieles erzählt - keine Kohlendydrate, der "böse" Zucker, kein Obst, kein Gluten, Laktose sowieso nicht. Ich kann es oft nicht mehr hören. Bei meiner Freundin lag das Buch und sie hat es mir ausgeliehen
Der Autor hat verschiedene Ernährungsstudien unter die Lupe genommen und recht verständlich erklärt was im Körper passiert. Ich habe bestätigt bekommen, man kann fast alles essen, wenn man es vernünftig macht. Macher sollte auf manches verzichten, logisch. Natürlich, frisch und möglichst kein industriell gefertigtes Essen - auch das ist nichts neues.
Und doch habe ich mir das Buch gekauft, für mich und meinen Partner - weil man sich manches immer mal wieder ins Gedächnis rufen sollte, z. B. wie das mit den Transfetten ist :)







Freitag, Dezember 07, 2018

Apfelwichtelei


Die Weihnachtsfeier der Zicken fand, wie im letzten Jahr, am Freitag vor dem ersten Advent statt. Wir waren noch frei vom Weihnachtsstress und freuten uns auf das Apfelwichteln.



Das Thema "Apfel" wurde schon ein Jahr zuvor ausgesucht. So hatten wir genug Zeit um Ideen zu sammeln und sie auch umzusetzen. Erstaunlich groß war dann wieder die Vielfalt der Möglichkeiten. Vom Türstopper (der es aus mir unerklärlichen Gründen nicht auf das Bild geschafft hat) über Topflappen, Tasche und Täschchen, Schürze und Strümpfe, Kissen, Filzäpfel mit und ohne Maus, Apfelgelee, Apfelringe und andere Köstlichkeiten war die Auswahl riesig.



Hier stehen die bunten Päckchen noch auf dem Tisch und warten auf das Auspacken. Später wurde wild getauscht bis die Uhr dem ein Ende setzte. 




Mein Beitrag zum Thema waren selbst gestrickte Strümpfe. Ein gewagtes Unterfangen, denn ich wusste ja nicht welcher Fuß gewinnen würde. Ich hatte Glück, Meg passen sie hervorragend.
Die Idee zum Muster habe ich abgekuckt - Äppelpäppel gibt es bei Ravelry.



Ausgelesen:


Ein Krimi der sich um Menschenhandel dreht. Ein spannendes Thema. Ich habe das Buch auch gelesen, doch ich muss sagen, die Art des Schreibens liegt mir nicht. Aber das ist meine Meinung - alle meine Kolleginnen haben das Buch verschlungen - also gute Unterhaltung :)






Samstag, November 24, 2018

Tasche für Zeichenzeug



Eine liebe Kollegin ist in den Ruhestand gegangen.
Sie ist sehr kreativ und malt gern großformatige Bilder. Aber ich glaube sie hat kein Skizzenbuch um Gedanken und Ideen festzuhalten - das habe ich ihr geschenkt - für den Beginn einer neuen Zeit.



Für die große Maltasche habe ich aus meinem Fundus einen selbst gefärbten Satinstoff ausgesucht. Genau dieses Blau-Grün-Türkis ist ihre Lieblingsfarbe. Das Stoffstück war etwa 50 x 60 cm groß. Mit vielen Bögen, Schnecken, Blumen und Blättern überzog ich die Oberfläche mit Quiltlinien, so dass aus einer glatten Oberfläche ein fast organisches Gebilde entstanden ist.



Der Satin und die neue Struktur bringt das schöne Farbspiel des Stoffes zum Leuchten. Sehr schön plastisch kommen die ungequilteten Flächen heraus - ich mag gern so ein Material anfassen, da haben die Hände was zum Fühlen und Tasten.

Die fertige Tasche ist groß genug für das Skizzenbuch und eine kleine Kramtasche. Leider habe ich vergessen ein Foto zu machen.




Die kleine Tasche ist für Stifte, Anspitzer, Schere und anderen Kram, den man so für ein Skizzenbuch braucht.



Legt man die Klappe um, kann man die Stifte griffbereit arrangieren. Der Boden ist schön breit, so dass die Tasche einen guten Stand hat. So gerüstet kann Petra überall ihr Buch aufschlagen und loskritzeln. Ich wünsche ihr viele kreative Ideen.




Gelesen:


Im Buch wird beschrieben, wie man diese buddhistische Technik anwenden kann, um Angst, Wut und Unzufriedenheit zu überwinden. Visualisierung, Identifikation und Meditation können helfen schlechten Gefühlen besser zu begegnen. Die Fütterung der Dämonen ist ein Begriff - den ich nicht mag. Für mich ist es ein Paradox, denn man will ja die Dämonen loswerden, sie sollen doch nicht dick und fett werden.
Aber gerade das ist es, wenn man sich den schlechten Gefühlen zuwendet, setzt man sich damit auseinander und findet Lösungen, zumindest kann man lernen Dinge anzunehmen wie sie sind.
Sich den Problemen zuwenden und nicht verdrängen - das habe ich für mich heraus gelesen.




Mittwoch, November 21, 2018

Geburtstagsgruß mit Maulwurf


Für Laura gab es auch eine Geburtstagskarte. Sie liebt Erde und Pflanzen - deshalb gratuliert ein Maulwurf zum Geburtstag. Ich finde ihn ganz lustig, obwohl er ein kleines bisschen wie Pittiplatsch aussieht.


Ausgelesen:


Ein ganz tolles Buch - die Geschichte einer Ehe in zwei Teilen. Einmal aus der Sicht des Mannes, dann erzählt die Frau - und vieles wird klarer. Ich könnte es gleich noch mal lesen, es gibt bestimmt noch eine Menge zu entdecken.
Mein Lesetipp für diesen Winter :)




Freitag, November 09, 2018

Lauras Quilt

Vor vielen Jahren, als meine Nichten noch viel jünger waren, versprach ich Ihnen zum 30. Geburtstag eine handgequiltete Decke. Inzwischen sind viele Jahre vergangen und Laura hatte Geburtstag.

Und nun gab es wirklich diese handgequiltete Decke. Es ist ein ganz besonderer Quilt geworden, nicht nur wegen der Größe - 2,40 m x 2,40 m. Das war ein großer Extrawunsch von Laura, sie wollte sich mal richtig schön einkuscheln. Damit wird sie jetzt wohl keine Schwierigkeiten haben.

Dabei war so was Großes gar nicht geplant. Als ich schon alle Sterne für einen "normalen" Quilt zugeschnitten hatte, sagte sie mal so nebenbei, dass ihr jetziger Quilt mit ca. 2 x 1,50 m zu klein ist. Das war ein Schreck. Ich brauchte ein paar Tage um das zu verdauen. Zumal ich ja alles mit der Hand quilten wollte. Nun ja, zum Glück hat man liebe Menschen, die mir beratend zur Seite stehen. Helena redete mir gut zu - und nun hoffe ich das gute Stück wird ewig halten :)


Die Besonderheit sind die Stoffe: Genäht habe ich das ganze Top aus Hemden, Blusen T-Shirts, Kleidern ... Alle musste ihren Kleiderschrank plündern, so dass ich von jedem Familienmitglied was vernäht habe. Wer nichts hatte, gab sein letztes Taschentuch dafür. Auch eine ausgediente Gardine aus Baumwolle hat ihre Bestimmung neu gefunden. Farblich passt alles gut zusammen, ach was sind wir für eine harmonische Familie :)

Zum Fotoshooting verabredeten wir uns ein paar Tage vor dem großen Fest in Beelitz - der Heimatstadt von Laura.


Die erste Station ist die Grundschule. Das Gebäude wurde 1906 als Beelitzer Volksschule eingeweiht.




 

Viel Zeit verbrachte die Familie im Kleingarten mit Gartenhäuschen, Gemüseanbau, Blumen und Platz zum Toben. Der Vater baute den Kindern ein eigenes kleines Spielhäuschen. Aber das steht schon lange nicht mehr. Inzwischen nutzen andere Menschen den Garten.




In der Nähe gibt es sogar noch den Spielplatz mit den alten Klettergerüsten.



Und Lauras Baum ist riesig geworden.
Als Kind hatte sie Schwierigkeiten den Baum zu Erklettern. Heute gelingt es besser, sie probierte es kürzlich.




Der Beelitzer Wasserturm steht in der Nähe des Gymnasiums. Seit 2005 gibt es hier ein Teleskop für Beobachtungen des Sternenhimmels.



Das kommt raus, wenn man nicht aufpasst - die Einstellungen meiner Kamera haben sich wohl beim Knipsen verstellt: Der Quilt auf der Gartenbank am See.




Passend zum Top kaufte ich einen Rückseitenstoff in Überbreite. Ich wollte einen qualitativ hochwertigen Stoff der sich gut quilten lässt. Das Paisleymuster in rosa passt wunderbar, es ist unaufgeregt und drängt sich nicht hervor.




Diese Bordüre ringsherum schmückt den Quilt.




Die Außenstoffe bekamen fast alle ein Herz.



Manchmal ging das nicht, weil ich Hemdentaschen verarbeitet habe, darin kann Laura zum Beispiel Taschentücher verstauen. Ich stell mir das ganz praktisch vor. Denn wenn sie den Quilt als Bettüberwurf benutzt, hängen die Seiten herunter und sie kann Verschiedenes dort griffbereit deponieren.





Manch ein Familienmitglied hat bestimmte Vorlieben - die ich gern berücksichtigt habe. Frank und fast alle anderen mögen Star Wars.




Dorit mag Drachen



... und Dominik mag Japan, daher eine Kirschblüte.


Außerdem habe ich die Quadrate diagonal gequiltet und die Sterne umrandet. Insgesamt habe ich ein Jahr nur gestichelt. Doch nun bin ich fertig und freue mich riesig darüber.

Aber es geht weiter - in zwei Jahren hat Linda Geburtstag, auch sie wird eine handgequiltete Decke bekommen. Es gibt schon einen groben Plan, eine Kiste mit passenden Stoffen und einen Probeblock.