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Donnerstag, September 07, 2017

Kreative Woche

Nach unseren erholsamen zwei Inselwochen hatte ich noch Urlaub. Genutzt habe ich die freie Zeit für kreative Dinge, die sonst hinten an stehen müssen. 
Am Dienstag traf ich mich mit meiner Schwester, die mit mir getöpfert hat.  
Lange schon wünsche ich mir eine Schale für Spargel. Wenn die gesamte Familie zu Besuch kommt, kochen wir drei Kilo der leckeren Stangen. Ein passendes Tafelgeschirr fehlte mir bislang.
Wichtig sind mir die Abzugslöcher, ich mag nicht, wenn der Spargel im Wasser schwimmt.




Nachdem ich einen großen Batzen Ton geschlagen und ausgerollt hatte, habe ich wie beim Patchworken alles gut ausgemessen und geschnitten. Die Platte wurde über das große Rohr gelegt um eine gleichmäßige Rundung zu bekommen. Als wir die Wände montierten mussten wir gute Hilfsstützen basteln, sonst wäre alles in sich zusammen gefallen. Der Ton ist ja noch weich und daher ist die ganze Angelegenheit ziemlich wackelig. Jetzt liegen die Rohre bis zum Trocknen als Stütze an der Schale. 



Der Wasserauffangbehälter ist etwas schmaler als die große Schale, so dass sie hoffentlich gut aufliegt. Ich bin gespannt wie das ganze Konstrukt funktioniert, wenn hoffentlich der Brand im Ofen überstanden wird.




Denn die langen Seitenwände sind mir etwas dünn geraten. Es könnte sein, dass beim Brennen alles auseinander bricht. Aber dann ist es so. Falls es Scherben gibt, suche ich mir eine Töpferei, die mir eine große Spargelschale macht.

Wie serviert ihr eigentlich Spargel?




Sonntag, September 21, 2014

Geburtstag der Lindenmenschen


Heute gratuliere ich allen Lindenmenschen  zum Geburtstag.



Dazu gehören Helena und Karin.
Für sie habe ich jeweils ein Filz-Lindenblatt gemacht.


Zwei Lindenblätter habe ich in meiner Kreativ-Urlaubs-Woche getöpfert.



Die Idee dazu brachte Renate in Form zweier riesiger Lindenblätter mit. Die Schalen daraus sind ganz einfach zu machen. Es wird eine große Platte Ton ausgerollt, darauf wird das Blatt angedrückt. Zum Trocknen wird alles über eine Schale oder ein Sieb drapiert, die möglichst keine Druckstellen hinterlassen können.



Im August trafen wir uns zum Glasieren. Ich entschied mich für eine farblose Glasur. Mir erschien es zuviel, wenn grüne Farbe in die Adern gerieben wird. Das sieht bestimmt auch ganz toll aus. Nach wie vor gefällt mir aber die klare Form mit der Blattstruktur sehr gut.



Diese Schale verschenke ich an Helena - sie hat sich hoffentlich unversehrt aus dem Päckchen auspacken können.




Mein zweites Projekt - Garnschalen



Aus einem Klumpen Ton werden sogenannte Daumenschalen geformt. Das ist sehr meditativ. Man drückt und formt solange an dem Ton, bis eine Schale entstanden ist.



Zum Schluss wird eine Kerbe eingeschnitten, dadurch wird der Faden geleitet durch die später der Wollfaden gleiten soll.



Jedenfalls war das der Plan - dieses Exemplar ist ein wenig zu  flach geraten. Wenn ich zu schnell ziehe, hüpft das Knäuel aus der Schale.



Hier ist mir das besser gelungen, die Schale ist etwas höher (und das Kneuel kleiner). Außerdem ist die Kerbe enger und man könnte mit zwei kleineren Knäulen stricken. Da Karin so gern Strümpfe mit der Rundstricknadel strickt (eine besondere Methode, um gleich zwei Socken auf einmal zu fertigen) bekommt sie diese Schale zum Geburtstag.




Wichtig ist bei den Garnschalen die Kerben vor dem Brennen glatt zu schleifen, um die Wolle vor Reibung zu schützen.


Ausgelesen:



Der dritte Teil der Barcelona-Triologie von Zafón.
Wer die ersten beiden Teile gelesen hat, trifft hier wieder auf alte Bekannte. Im Vordergrund der Geschichte steht diesmal Fermin - ein guter Freund der Familie Sempere.
Nachdem die zweite Geschichte mächtig kompliziert und verworren war, hat mich dieser Teil wieder mit dem Autor versöhnt. Die schöne Sprache um die traurige Geschichte in Barcelona zog mich wieder voll in ihren Bann. Nachdem man nun alle Hintergründe kennt, müsste man noch mal mit dem ersten Teil beginnen. 



Ach ja, da war ja noch der Stoffmarkt in Potsdam - am Freitag. Ich bin nach der Arbeit hingefahren - es war so leer, wie sonst früh um kurz vor 10:00 Uhr. Was sich die Marktleitung bei der Auswahl des Wochentages gedacht hat, ist mir schleierhaft. Sicherlich war es ein Experiment, denn so viel verkauft wie am Wochenende, haben die Händler sicherlich nicht.


Ich wollte Stoff für einen Wickelrock kaufen. Ausgesucht habe ich mir den traumhaft schönen blauen Walkstoff. Da ich braune und schwarze Stiefel habe, passt der schwarz-gemusterte Batik sehr gut dazu.




Sehr schön fand ich auch diesen Wollstoff - ich bin mir noch nicht sicher, welche Seite ich als rechte Seite verwende.



Und wer kann diesen Stoffen widerstehen - 3 Stück für 10 Euro? Ich leider nicht, doch ich bin mir sicherlich, sie werden bald vernäht.



Sonntag, September 07, 2014

Töpfermarkt in Potsdam



Jedes Jahr Anfang September ist in Potsdam im Holländer Viertel Töpfermarkt. Die malerische Kulisse ist ein wunderbarer Hintergrund für die schönen Gefäße und Figuren.




Schon lange wollte ich Euch das Holländische Viertel in Potsdam mit Quilt zeigen. Das I-Tüpfelchen sind jetzt die schönen Töpferwaren.



Ein paar artfremde Stände haben sich unters Töpferzeug gemischt. Besonders gefallen hat mir das Übertuch "Mein Herd mein Stolz" damals lagen die Prioritäten noch woanders.




Schlecht zu erkennen ist die Ameisenarmee im Hintergrund - eine witzige Idee für den Garten.



Den Quilt verschenke ich in zwei Wochen an eine Freundin zum 50. Geburtstag. 1964 ist ja der geburtenstärksten Jahrgangs aller Zeiten, den feiere ich demnächst noch öfter.



Ungefähr 1,50 m x 1,80 m groß ist der Quilt. Die roten (und grünen) Stoffe sind alles Rosendrucke, die ich vor vielen Jahren getauscht habe. Jetzt passen sie perfekt zu dem hellen grauen Stoff.




Die Rückseite ist der Gegensatz zu den Zacken und 
passt toll zu dem Geschirr mit den großen roten Punkten.



Im Viertel kann man auch sonst viele schöne Dinge kaufen u. a. Trödel und Antiquitäten.




Der Perlentaucher hat sich schon ein paar Jahre etabliert.


Ziemlich neu ist das Garnatelier.



Gequiltet habe ich mit grauem Garn in den graunen Flächen - zickzack.



Natürlich habe ich auch was gekauft. Ich liebe die verschwommenen meerblauen Töne. Jetzt haben wir eine traumhaft schöne Butterdose. Und für die Obstpause im Büro habe ich mir eine Schale gegönnt.


Ausgelesen:



Was der Titel mit dem Roman zu tun hat, kann ich leider nicht beantworten. Ich habe mich davon hinreißen lassen, wurde aber von der Geschichte enttäuscht. Ein Mann blickt bruchstückhaft auf sein Leben zurück. Große Zeitsprünge machen das Verfolgen schwierig und sympatisch wurde mir der Kerl nie. Daher kann ich es leider nicht empfehlen.


Sonntag, August 10, 2014

Triathlon in Güstrow


Wir hatten für dieses Wochenende eine Einladung in Güstrow.
Dafür habe ich ein Täschchen genäht.



Gemacht wurde sie aus dem Sunprint-Stoff, den ich vor zwei Wochen bemalt hatte. Den Taschenschnitt habe ich so angepasst, dass der Stoff restlos vernäht wurde.


Die Blüten habe ich frei nachgequiltet. Zum Glück näht meine Maschine wieder ohne Mucken.




Das blaue Futter ist auch selbstgefärbt und passt daher perfekt.



So sieht ein Start beim Triathlon aus. Zuerst wurde geschwommen, die zweite Etappe ist das Rad fahren und zum Schluss muss man laufen. Als Zuschauer hat man ganz schön zu tun :)



Mein Mann hat die Strecke so gut bewältigt, dass er sich sogar auf das Treppchen stellen konnte - 
Zweiter seiner Alterklasse.




Dieses Vögelchen durfte ich mir aus der Töpferwerkstatt meiner Tante aussuchen.



Es freut sich die Blümchen wieder zu treffen.




Sonntag, Juli 27, 2014

Kreativ-Urlaubswoche


Letzte Woche hatte ich noch Urlaub und wollte jeden Tag etwas Schönes machen. Das viel mir bei dem schönen Wetter überhaupt nicht schwer. Mit meiner kleinen Antonella kann man wunderbar auf der Terrasse nähen.



Um Sie vor umherfliegenden Blättern und Blütenstaub zu schützen habe ich endlich eine Haube genäht. Als Angelika im Januar eine Abdeckung vorstelle, kam das Projekt gedanklich auf meine "Egoistische Nähliste".
Die Stoffe sind Musterstücke eines Stoffhändlers. Ich finde sie so schön und passend zu Antonella. Die Maße sind ca. 32 x 59 cm. Die Seitenteile haben jeweils eine Tasche bekommen und sind ca. 25 cm breit.





Am Montag lud ich mich bei meiner Schwester ein - ich wollte unbedingt mal wieder töpfern. Zum Glück hatten sie und meine Nichte auch Lust. Es war zwar heiß, aber eine (oder auch zwei) Daumenschale (n) gehen immer.





Das Schöne im Urlaub - ich kann endlich mal den Garten genießen. Der Phlox hat in diesem Jahr besonders große Blüten hervorgebracht. Er versamt sich gut. Ob das durch das Verteilen von Kompost oder durch die Ameisen geschieht weiß ich nicht. Auf jeden Fall dürfen neue Pflanzen erst mal wachsen. Ich finde in der Nachbarschaft immer Abnehmer.



Am Mittwoch kamen liebe Freundinnen zu mir. Wir haben unter anderem mit EMO-Sunprintfarbe gemalt.
Das Wetter war ideal - durch die Hitze konnten die Stoffe ganz schnell trocknen.
Ich habe diesmal auch Schablonen aufgelegt und finde die Ergebnisse sehr gelungen.


Die paar Garne (Taschentuchhäkelgarn) habe ich mit Emo-Flüssige Textilfarbe gefärbt.
Gerade für so winzige Mengen eignen sich die Farben sehr. Sie lassen sich ganz einfach dosieren. Ich mag sie, weil man auf kleinstem Raum ohne viel Gewese schnell mal was färben kann.



Diesen schönen Rittersporn bekam ich als Dankeschön von Anneli und Moni - sie wissen, dass es meine Lieblingsblume ist. Einen wichtigen Tipp brachten sie auch mit: Rittersporn will immer wieder einen neuen Platz, also ab und zu umpflanzen!




Am Donnerstag habe ich Apfelkompott aus Klaräpfeln gekocht.
Das sind die ersten Gläser. Inzwischen sind es 10 und ich denke es werden noch mehr. Auf der Terrasse macht das Schnippeln Spaß. Die Belohnung ist dann Eis mit Apfelkompott - manchmal ist auch ein Schuss Eierlikör dabei. Superlecker.



Den Rock wollte ich eigentlich mit in den Urlaub nehmen. Leider bin ich nicht fertig geworden - dafür jetzt.




Am Freitag war das Wetter nicht ganz so schön. Es hat geregnet - so konnte ich ein paar Geburtstagskarten nähen.




Und die Juli-Tasche ist wieder eine Stofftüte geworden. 
Diesmal ohne Futter, dafür mit einer französischen Naht.


Dabei näht man zuerst die Stoffe links auf links zusammen. Für die Nahtzugabe verstelle ich die Nadel nach recht. Dann wendet man die Arbeit und näht mit "normaler" oder breiterer Nahtzugabe recht auf rechts. Somit verschwindet die erste Nahtzugabe. Hier ist ein Link dazu.





Heute ging es zum Pfifferlinge suchen in den Wald. Es war etwas mühsam, doch für eine Mahlzeit ist es genug.
Es müsste mehr regnen - vorzugweise nachts :)



Ausgelesen:




Ein Schmöker, spannend, vor allem weil die Autorin aus Sicht aller Beteiligten erzählt. 



Ein Jugendbuch über zwei Jungen. Ich hab viel gelacht und es gleich weitergegeben.
Eins der schönsten Bücher in diesem Jahr für mich.
Unbedingt lesen!