Samstag, August 08, 2020

Mit Meerschweinchen unterwegs

 


Wie versprochen zeige ich euch die Tasche mit dem Hula-Hoop tanzenden Meerschweinchen. 

Das war ja eine ganz enge Kiste. Eine Woche nach dem Kurs fuhr ich in den Urlaub und ich wusste, dass Sophie auch fahren wird. Mir war wichtig, dass sie die Tasche mit in die Ferien nehmen kann. Die Größe ist ideal um darin allerlei Kram unterzubringen. Nachdem ich ein paar Spätschichten im Nähzimmer einlegte, musste natürlich noch fotografiert werden und zur Post musste das Päckchen auch noch. Doch wenn man was will, klappt es oft, Sophie hat wirklich kurz vor der Abfahrt die Überraschung bekommen.


Hier machte ich mal ein Foto von den beiden Taschenhälften. Meistens vergesse ich das Fotografieren wenn ich im Schwung bin. Bei der Stoffauswahl versuche ich helle, mittlere und dunkle Stoffe zu kombinieren. Für den Taschenboden fand ich sen grünen Wiesenstoff für das Meerschweinchen.




Das Meerschweinchen druckte ich auf gefärbten und gemalten Baumwollstoff. So im nachhinein passt diese Färbung perfekt ... das kleine Meerschweinchen ist ja oft auch gescheckt. Gequiltet habe ich natürlich in Kreisen, ich finde, man sieht hier richtig, wie der Reifen auf Touren gebracht wird.

Beim Herumkramen in den Stoffresten fand ich einige lustige Tierchen, die dem Meerschweinchen Gesellschaft leisten. Wer weiß, vielleicht dürfen sie auch mal den Hula-Hoop-Reifen drehen?



Kleine Frösche haben sich in der Seite der Tasche versteckt, einer von ihnen wagt sich schon in die Nähe des Reifens.





Auf der anderen Seite guckt die Schnecke sehr verwundert. Ich glaube, sie hat Angst um ihr Häuschen.




Obelix schaukelt lieber am Reißverschlussbändchen. Allerdings könnte er die richtige Schwungmasse zum Hula-Hoop-tanzen aufbringen.




Das Futter ist selbstgefärbter Damast. Es ist eine kräftige Qualität, die genügend Standkraft mitbringt und muss somit nicht mehr stabilisiert werden. Ein kleines Täschchen nähte ich auch ein.


Die beiden Reißverschlussenden bekommen bei mir gerne eine extra Einfassung. Dadurch kann ich die Seiten besser zusammen nähen. Der Trick dabei ist, den Reißverschluss 3 cm kürzer zu schneiden, als die Seitenteile breit sind. In der Seitennaht ist dann weniger Stoffmasse und die Ecken können schön ausgeformt werden.

Sophie ist übrigens mächtig stolz, dass ich ihre Zeichnung verwendet habe. Ich bekam sogar Post aus dem Urlaub von ihr.




  


Dienstag, August 04, 2020

Meerschweinchen machen Hula Hoop



Im Mai erhielt ich eine Mail mit dem Angebot an einem Kurs zum Siebdrucken teilzunehmen. Gern sagte ich zu, denn nach der langen Zeit ohne kreative Begegnungen war ich wie ausgehungert. 

Nun stand ich allerdings vor dem Problem eine brauchbare Vorlage zu liefern. Siebdruck heißt ja in Masse arbeiten. Also sollte die Vorlage so gestaltet sein, dass ich sie immer wieder verwenden kann. Da flatterte mir die perfekte Idee ins Haus.


Mein Schwiegersohn bekam von seiner Nichte dieses tollte Bild:


"Meerschweinchen machen Hula Hoop".

Von Sophie bekam ich die Erlaubnis das Bild für den Siebdruck zu verwenden. Nachdem ich es mit Pergamentpapier abgepaust hatte, machte mir meine Nichte Laura daraus die Druckvorlage für die Folie. 

Natürlich war ich aufgeregt, wie wird wohl der Kurs ablaufen in Zeiten von Corona. Alle Bedenken waren umsonst. Wir waren wenige Frauen in drei riesigen Arbeitsräumen. Gearbeitet wurde bei offenen Fenstern und selbstverständlich mit Mund-Nase-Schutz wenn Arbeitsabläufe erklärt wurden und wir zusammenstanden.


 


Zuerst wurden die Siebe gebaut. Dafür steckten wir die Einzelteile der Rahmen zusammen und bespannten sie mit einem Handtacker mit Siebdruck-Gewebe. Jede von uns hatte anschließend vier Siebe.
Drei von den Sieben bestrichen wir in einer Dunkelkammer mit Fotoemulsion. Dort wurden die Siebe dann auch über Nacht getrocknet. Wegen der Abstandsregelungen konnte das natürlich nur einzeln gemacht werden. 





Somit hatten wir Zeit für eine Alternative, die keine Dunkelkammer und Belichtung benötigt. Mit einer Acrylemulsion sollten wir freie Formen auf das Sieb malen. Ich war erst mal blockiert, gab mir dann aber einen Ruck. Auf Papier probierte ich Verschiedenes und entschied mich dann für die organischen Formen. So war ich beim Malen mit der Emulsion freier. 




Das ist die Emulsion, eine gute Alternative, wenn man sich nicht das ganze Equipment für die Belichtung zulegen möchte und einfache Formen das Ergebnis sein sollen.




Die nächste Aufgabe waren Scherenschnitte - ein kurzer Blick ins Internet, ich ließ mich bei "Müllerin Art Studio" inspirieren und fertig waren meine Fische. Die mussten bis zum nächsten Tag warten, denn da wurden ja erst unsere Siebe belichtet.




Inzwischen war das Sieb, welches ich mit der Acrylemulsion bemalte, trocken. So konnte ich mit dem Drucken beginnen. Ich bin ganz begeistert, was herausgekommen ist. 




Am nächsten Tag konnten die Fische belichtet werden. Wie ihr sehen könnt, haben es nicht alle auf das Sieb geschafft. Um frei mit den Motiven drucken zu können, müssen größere Abstände zwischen den Fischen offen bleiben.




So sahen die ersten Probedrucke aus. Man kann alle Fische auf einmal in Reih und Glied drucken. Oder wie auf dem hellblauen Stoff alle durcheinander.




Auf meinem zweiten Sieb hatte ich unter anderem zwei Sonnenblumenmotive. Die Probedrucke sind erst mal nicht spektakulär, doch sie funktionieren gut.






Mein Lieblingssieb ist aber das Meerschweinchen. Ich druckte es auf ein Geschirrhandtuch.

Ich bin ganz begeistert vom Ergebnis und habe natürlich für Sophie ein Dankeschön genäht. Es war alles sehr knapp ... mein Urlaub, Sophie´s Urlaub ... doch es hat geklappt. Bilder gibt es beim nächsten Mal.






Montag, Juli 20, 2020

Venecia




Diesmal waren die Stoffstücke mit Ornamenten Inspiration für eine neue Tasche. Ich weiß nicht mal, woher ich diese Stöffchen bekommen habe. Auf jeden Fall liegen sie schon eine ganze Weile in meinem Schrank rum - jetzt haben Sie ihre Bestimmung gefunden.



Wenn ich so ein Taschenprojekt plane, krame ich zuerst in meinem Schränkchen mit den kleinen Resten rum und suche mir die passenden Stoffe zusammen. Diesmal war es ziemlich einfach, die Ornamente gaben die Farben schon vor. Ich fügte noch dunkelblau dazu, so hatte ich helle, mittlere und dunkle Töne für das neue Projekt.






Hier zeige ich ein Foto, dass die beiden Teile der Tasche nach dem Quilten zeigt. Diesmal bilden die Linien Halbkreise, die sich mittig überschneiden. Das Garn glänzt ein bisschen und veredelt dadurch die Oberfläche.




Die Tasche nahm ich mit zu einem Ausflug nach Sanssouci. Dort fand ich schöne Gelegenheiten sie zu präsentieren ... und ich legte mich auf den Namen "Venecia" fest. 




Da ich die Farben passend zu den Ornamenten aussuchte, erinnert mich nun die Oberfläche an Fliesen und Mosaike. Das Blau ist natürlich das Wasser, die Lagune, die Kanäle ... Träumerei.




Der Zipper bot mir die Gelegenheit einen Baumler anzupauen ... Knöpfe, Silberdraht und ein Mini-Karabinerhaken ... mehr braucht es nicht.





Venecia ist oben 25 cm breit und im stehend gemessen 17 cm hoch. Das Innenfutter passt natürlich auch. Das helle türkisgrün liebe ich sehr.  



Die Unterseite hat dunkelblaue Streifen, die ein bisschen glitzern. Insgesamt ist "Venecia" meine kleinste Tasche. Sie hat auch schon eine Liebhaberin gefunden. Doch jetzt wandert sie erst mal in die Weihnachtskiste ... mal sehen, was da passiert.





Samstag, Juli 11, 2020

Ein kleiner Quilt



In Zeiten von Corona habe ich immer mal wieder kleine Projekte beendet, nur fotografiert habe ich noch nicht. Es ist ja immer so eine Sache mit dem Wetter. In dieser Woche schien die Sonne nicht ganz so stark, so dass ich mich mit dem Quiltchen in den Garten begab.





Die 9er Blöcke hatte ich irgendwann genäht. Sie warteten genau auf so einen Augenblick - Lust aufs Nähen mit schnellem Ergebnis. Die Blöcke bestehen aus 9-cm-großen Quadraten. In der Mitte ist jeweils ein weißes Quadrat, ringsherum reihen sich pinke und gelbe Töne ein.








Für die fünf bunte Blöcke, sie waren nach dem Zusammennähen 23,5 cm x 23,5 cm groß, brauchte ich nur noch den passenden Stoff als Ergänzung. Ich kramte ziemlich lange rum, denn das Stück soll auch nicht zu groß sein, dann habe ich wieder einen Rest, und Reste will ich ja abbauen. Ich war erstaut, wie groß mein Stoffvorrat an hellen rosa Stoffen ist. So fand ich das perfekte Stück in Größe und Form - weiß mit rosa und zartgrün.







Die Rückseite hat rote Kirschen auf grünem Grund. Ich finde, es ist eine kraftvolle Ergänzung. Der weinrote Rand fasst alles perfekt zusammen. Mit 67 cm Kantenlänge ist es wirklich nur ein Quiltchen, doch einem Frühchen wird er Schutz und Geborgenheit in den ersten Wochen geben.






Samstag, Juli 04, 2020

New York Style





Die neue Tasche hat mir besonders großen Spaß gemacht. Auslöser war ein kleines Stoffgeschenk mit Motiven, mit denen ich New York assoziiere. 




um Beginn eines neuen Projektes krame ich immer in den Stoffresten. Diesmal orientierte ich mich an dem bedruckten Motivstoff und suchte nach limonengelb, lachs, türkisgrün und weiß. So hat es auch der kleine 4er-Patch auf die Rückseite der Tasche geschafft. 




Gequiltet habe ich im Spiralmuster. Ich liebe dieses Muster ... gequiltet habe ich im Spiralmuster. Ich liebe dieses Muster ... beim Quilten kann ich gut abschalten. Runde um Runde, erst langsam, dann schneller, füllt sich die Fläche. Zum Schluss habe ich eine schöne Oberfläche, über die ich gerne meine Finger gleiten lasse.





Das Garn färbte ich selber, es ist dünnes Taschentuch-Häkelgarn und eignet sich super zum Nähen. Beim Quilten kann ich gut abschalten. Runde um Runde, erst langsam, dann schneller füllt sich die Fläche. Zum Schluss habe ich eine interessante Oberfläche, über die ich gerne meine Finger gleiten lasse.





Auch die Reste vom Thermolam kann man gut zusammenfügen. Das habe ich erst jetzt ausprobiert. Die Übergänge sind nicht zu ertasten und merkte ich auch nicht beim Quilten.




Den Reißverschluss fasste ich wieder mit einem Stofstück ein So gibt es keine dicken Knubbel in der Seitennaht.hat.





Die Innentasche ist auch gepatcht. Das Futter ist selbst gefärbter Satin, so wie die Henkel. 





Hier an der einen Seitennaht sieht man, wie ich die Patchtes als Streifen zusammengenäht und anschließend wieder geteilt habe. Zusammen mit den schwarz-weiß bedruckten Stoffen ist das ein spannungsreicher Kontrast.




So sieht die andere Seite aus. Mir hat ja das Zusammennähen jeder Tasche Spaß gemacht, aber diese war dann doch besonders. 


 


Samstag, Juni 27, 2020

Neue Hülle für neues Handy


Mein altes Handy wollte nicht mehr. Richtig ist das nicht ... die Software konnte nicht mehr aktualisiert werden. Es wurden für das alten Modell einfach keine Updates mehr angeboten. Somit konnte ich manche Apps nicht mehr aktualisieren bzw. installieren. Dabei liebte ich mein altes Note sehr. Nach einer langen Eingewöhnungszeit liebe ich jetzt mein neues Handy auch. Nun hat es eine neue Schutzhülle bekommen.





Aus einem Projekt (das ich noch nicht zeigen kann) hatte ich noch klitzekleine Reste zu liegen. Das  meiste davon verwendete ich schon für das Japan-Taschen-Projekt. Jetzt vernähte ich auch die letzten Teilchen. Diese arrangierte ich so, dass sie Streifen für die Handyhülle ergaben.
 





So sieht der Streifen auf der Rückseite aus. Selbst in so kleinen Stücken ist das japanische Design außerordentlich wirkungsvoll.





Das letzte Patch-Stück fügte ich so ein, dass ich beim Aufklappen der Hülle auch einen Streifen sehe.
Beim Zusammennähen der Hülle fasse ich gern ein breites Gummiband mit. Damit verschließe ich die Tasche. Leider hatte ich kein geeignetes Gummi in meinem Fundus. Doch ich erinnerte mich an meine alten Kalender. Die hob ich auf, weil sie so schöne Einbände haben ... und Gummis zum Zusammenhalten der Seiten. Somit wäre das Problem auch gelöst. Mein Handy ist sicher verschlossen in der neuen Tasche.





Genäht habe ich nach der bewährten Methode des Zaubertäschchens von "Nalev".  Den Schnitt kann man jeder Form anpassen. Mein gepatches Oberteil habe ich auf Thermolam genäht und dann gequiltet. Bei der ersten Anprobe wackelte mir das Handy zuviel herum und ich schnitt einen Zentimeter von der Breite ab. Leider habe ich die Dicke der Nahtzugaben unterschätzt. Jetzt ist es arg eng, aber es geht. 
Gequiltet habe ich längs der Tasche in schmalen Abständen. Das gibt eine schöne Stabilität. Ich streiche gern über die strukturierte Oberfläche. 
Inzwischen hat mein Handy noch eine feste Schutzschale bekommen. Trotzdem passt es noch in die Hülle. Glück gehabt ... der Stoff weitet sich nach Bedarf :)





Sonntag, Juni 21, 2020

Willkommen Mia


Nur einen Tag später als Emil kam Mia auf die Welt. Mia ist die Enkelin unseres Lauffreundes Ronald. Sie wird ihn jetzt sicherlich noch mehr auf Trab halten und vor neue Herausforderungen stellen.   



Auch Mias Quilt hatte ich schon im Frühjahr fertig genäht. So nahm ich auch ihn mit auf unsere Wanderschaft entlang der Nieplitz. Wir sind jetzt nicht mehr zu bremsen und wandern an jedem Wochenende.





Für Mia´s Quilt suchte ich zuerst nach dem Stoff für die großen Quadrate. Ich brauchte 15 Stück der Größe 16,5 x 16,5 cm. Nachdem ich das passende Stück mit pastellfarbenden Elefanten ausgesucht hatte, kramte ich meine zugeschnittenen 9er-Patches durch. Passend zu den Elefanten suchte ich die gelben, blauen, grünen und orangen Quadrate heraus. Insgesamt brauchte ich für 15 Blöcke 60 Quadrate. Daraus nähte ich 4er-Quadrate.




Das Innenteil bekam dann einen schmalen Streifen, ich schnitt ihn 3,5 cm zu. Der geblümte blaue Stoff für den Rand war 8,5 cm breit. Nun ist der Quilt 93 cm breit und 109 cm lang, groß genug für die erste Zeit. 





Die Rückseite hat den gleichen Stoff wie die Randstreifen. Auf blauem Untergrund sind lustige bunte Blüten verteilt. Hier findet sich die pinke Farbe vom schmalen Streifen wieder.





Schwierig finde ich immer die Auswahl der Einfassung. Aus den vielen Möglichkeiten entschied ich mich für das Mittelblau. Einen dunkeln Rand finde ich immer günstig, denn der wird am meisten angegrabbelt. Mit einer dunkleren Farbe sieht das trotzdem gut aus.



Ausgelesen:


Mein erstes Comic-Buch schenkte mir meine Tochter zum Geburtstag. Ihr fiel wohl das Buch in die Hände als sie in der Buchhandlung umherstöberte. Sie weiß, dass ich mich für Humboldt interessiere und wagte das Experiment - Mutter und Comic. Obwohl ich aufgeschlossen und neugierig war, brauchte ich ein halbes Jahr um es mir richtig anzuschauen und zu lesen. Denn ich lese gern um einzutauchen in andere Geschichten. Beim Comic ist das etwas anderes. Man muss lesen und sich die Zeichnungen ansehen, beides verbinden, die Geschichte macht man selbst (so war meine Erfahrung). 
Das Buch ist wunderschön gezeichnet, besondere Farben verbanden die Figuren, die in verschiedenen Welten unterwegs waren - eine tolle Erfahrung für mich in diese Welt abzutauchen. Jetzt, da ich das System verstanden habe, werde ich mir diese Geschichte noch mal anschauen.