Samstag, Juli 11, 2020

Ein kleiner Quilt



In Zeiten von Corona habe ich immer mal wieder kleine Projekte beendet, nur fotografiert habe ich noch nicht. Es ist ja immer so eine Sache mit dem Wetter. In dieser Woche schien die Sonne nicht ganz so stark, so dass ich mich mit dem Quiltchen in den Garten begab.





Die 9er Blöcke hatte ich irgendwann genäht. Sie warteten genau auf so einen Augenblick - Lust aufs Nähen mit schnellem Ergebnis. Die Blöcke bestehen aus 9-cm-großen Quadraten. In der Mitte ist jeweils ein weißes Quadrat, ringsherum reihen sich pinke und gelbe Töne ein.








Für die fünf bunte Blöcke, sie waren nach dem Zusammennähen 23,5 cm x 23,5 cm groß, brauchte ich nur noch den passenden Stoff als Ergänzung. Ich kramte ziemlich lange rum, denn das Stück soll auch nicht zu groß sein, dann habe ich wieder einen Rest, und Reste will ich ja abbauen. Ich war erstaut, wie groß mein Stoffvorrat an hellen rosa Stoffen ist. So fand ich das perfekte Stück in Größe und Form - weiß mit rosa und zartgrün.







Die Rückseite hat rote Kirschen auf grünem Grund. Ich finde, es ist eine kraftvolle Ergänzung. Der weinrote Rand fasst alles perfekt zusammen. Mit 67 cm Kantenlänge ist es wirklich nur ein Quiltchen, doch einem Frühchen wird er Schutz und Geborgenheit in den ersten Wochen geben.






Samstag, Juli 04, 2020

New York Style





Die neue Tasche hat mir besonders großen Spaß gemacht. Auslöser war ein kleines Stoffgeschenk mit Motiven, mit denen ich New York assoziiere. 




um Beginn eines neuen Projektes krame ich immer in den Stoffresten. Diesmal orientierte ich mich an dem bedruckten Motivstoff und suchte nach limonengelb, lachs, türkisgrün und weiß. So hat es auch der kleine 4er-Patch auf die Rückseite der Tasche geschafft. 




Gequiltet habe ich im Spiralmuster. Ich liebe dieses Muster ... gequiltet habe ich im Spiralmuster. Ich liebe dieses Muster ... beim Quilten kann ich gut abschalten. Runde um Runde, erst langsam, dann schneller, füllt sich die Fläche. Zum Schluss habe ich eine schöne Oberfläche, über die ich gerne meine Finger gleiten lasse.





Das Garn färbte ich selber, es ist dünnes Taschentuch-Häkelgarn und eignet sich super zum Nähen. Beim Quilten kann ich gut abschalten. Runde um Runde, erst langsam, dann schneller füllt sich die Fläche. Zum Schluss habe ich eine interessante Oberfläche, über die ich gerne meine Finger gleiten lasse.





Auch die Reste vom Thermolam kann man gut zusammenfügen. Das habe ich erst jetzt ausprobiert. Die Übergänge sind nicht zu ertasten und merkte ich auch nicht beim Quilten.




Den Reißverschluss fasste ich wieder mit einem Stofstück ein So gibt es keine dicken Knubbel in der Seitennaht.hat.





Die Innentasche ist auch gepatcht. Das Futter ist selbst gefärbter Satin, so wie die Henkel. 





Hier an der einen Seitennaht sieht man, wie ich die Patchtes als Streifen zusammengenäht und anschließend wieder geteilt habe. Zusammen mit den schwarz-weiß bedruckten Stoffen ist das ein spannungsreicher Kontrast.




So sieht die andere Seite aus. Mir hat ja das Zusammennähen jeder Tasche Spaß gemacht, aber diese war dann doch besonders. 


 


Samstag, Juni 27, 2020

Neue Hülle für neues Handy


Mein altes Handy wollte nicht mehr. Richtig ist das nicht ... die Software konnte nicht mehr aktualisiert werden. Es wurden für das alten Modell einfach keine Updates mehr angeboten. Somit konnte ich manche Apps nicht mehr aktualisieren bzw. installieren. Dabei liebte ich mein altes Note sehr. Nach einer langen Eingewöhnungszeit liebe ich jetzt mein neues Handy auch. Nun hat es eine neue Schutzhülle bekommen.





Aus einem Projekt (das ich noch nicht zeigen kann) hatte ich noch klitzekleine Reste zu liegen. Das  meiste davon verwendete ich schon für das Japan-Taschen-Projekt. Jetzt vernähte ich auch die letzten Teilchen. Diese arrangierte ich so, dass sie Streifen für die Handyhülle ergaben.
 





So sieht der Streifen auf der Rückseite aus. Selbst in so kleinen Stücken ist das japanische Design außerordentlich wirkungsvoll.





Das letzte Patch-Stück fügte ich so ein, dass ich beim Aufklappen der Hülle auch einen Streifen sehe.
Beim Zusammennähen der Hülle fasse ich gern ein breites Gummiband mit. Damit verschließe ich die Tasche. Leider hatte ich kein geeignetes Gummi in meinem Fundus. Doch ich erinnerte mich an meine alten Kalender. Die hob ich auf, weil sie so schöne Einbände haben ... und Gummis zum Zusammenhalten der Seiten. Somit wäre das Problem auch gelöst. Mein Handy ist sicher verschlossen in der neuen Tasche.





Genäht habe ich nach der bewährten Methode des Zaubertäschchens von "Nalev".  Den Schnitt kann man jeder Form anpassen. Mein gepatches Oberteil habe ich auf Thermolam genäht und dann gequiltet. Bei der ersten Anprobe wackelte mir das Handy zuviel herum und ich schnitt einen Zentimeter von der Breite ab. Leider habe ich die Dicke der Nahtzugaben unterschätzt. Jetzt ist es arg eng, aber es geht. 
Gequiltet habe ich längs der Tasche in schmalen Abständen. Das gibt eine schöne Stabilität. Ich streiche gern über die strukturierte Oberfläche. 
Inzwischen hat mein Handy noch eine feste Schutzschale bekommen. Trotzdem passt es noch in die Hülle. Glück gehabt ... der Stoff weitet sich nach Bedarf :)





Sonntag, Juni 21, 2020

Willkommen Mia


Nur einen Tag später als Emil kam Mia auf die Welt. Mia ist die Enkelin unseres Lauffreundes Ronald. Sie wird ihn jetzt sicherlich noch mehr auf Trab halten und vor neue Herausforderungen stellen.   



Auch Mias Quilt hatte ich schon im Frühjahr fertig genäht. So nahm ich auch ihn mit auf unsere Wanderschaft entlang der Nieplitz. Wir sind jetzt nicht mehr zu bremsen und wandern an jedem Wochenende.





Für Mia´s Quilt suchte ich zuerst nach dem Stoff für die großen Quadrate. Ich brauchte 15 Stück der Größe 16,5 x 16,5 cm. Nachdem ich das passende Stück mit pastellfarbenden Elefanten ausgesucht hatte, kramte ich meine zugeschnittenen 9er-Patches durch. Passend zu den Elefanten suchte ich die gelben, blauen, grünen und orangen Quadrate heraus. Insgesamt brauchte ich für 15 Blöcke 60 Quadrate. Daraus nähte ich 4er-Quadrate.




Das Innenteil bekam dann einen schmalen Streifen, ich schnitt ihn 3,5 cm zu. Der geblümte blaue Stoff für den Rand war 8,5 cm breit. Nun ist der Quilt 93 cm breit und 109 cm lang, groß genug für die erste Zeit. 





Die Rückseite hat den gleichen Stoff wie die Randstreifen. Auf blauem Untergrund sind lustige bunte Blüten verteilt. Hier findet sich die pinke Farbe vom schmalen Streifen wieder.





Schwierig finde ich immer die Auswahl der Einfassung. Aus den vielen Möglichkeiten entschied ich mich für das Mittelblau. Einen dunkeln Rand finde ich immer günstig, denn der wird am meisten angegrabbelt. Mit einer dunkleren Farbe sieht das trotzdem gut aus.



Ausgelesen:


Mein erstes Comic-Buch schenkte mir meine Tochter zum Geburtstag. Ihr fiel wohl das Buch in die Hände als sie in der Buchhandlung umherstöberte. Sie weiß, dass ich mich für Humboldt interessiere und wagte das Experiment - Mutter und Comic. Obwohl ich aufgeschlossen und neugierig war, brauchte ich ein halbes Jahr um es mir richtig anzuschauen und zu lesen. Denn ich lese gern um einzutauchen in andere Geschichten. Beim Comic ist das etwas anderes. Man muss lesen und sich die Zeichnungen ansehen, beides verbinden, die Geschichte macht man selbst (so war meine Erfahrung). 
Das Buch ist wunderschön gezeichnet, besondere Farben verbanden die Figuren, die in verschiedenen Welten unterwegs waren - eine tolle Erfahrung für mich in diese Welt abzutauchen. Jetzt, da ich das System verstanden habe, werde ich mir diese Geschichte noch mal anschauen.




Montag, Juni 15, 2020

Neues auf dem Nachtschrank



Als ich meinen Quilt "Ostseestrand" nähte, hob ich alle Reste auf. Damals suchte ich die Stoffe alle mühsam auf Messen zusammen. In Potsdam gab es 2007 keinen Stoffladen und im Internet konnte man auch nicht viel bestellen. Klar, dass ich diese Schätze gut gehütet habe. Nun schmücken diese Sets unsere Nachtschränke. Dabei konnte ich sogar sortieren Stoffe mit Blumen und Muscheln sowie in Netze und Steine.


Zum Geburtstag verschickte ich Stoffkarten:


Lavendel auf selbstgefärbtem Stoff



maschinengestickte Tulpe 




Masken nähe ich ja nicht so gerne ... doch wenn die Kinder fragen mache ich natürlich gern eine Ausnahme. Sie suchten sich die Stoffe selbst aus und da machte das Nähen sogar Spaß. Ich habe mich diesmal an die Anleitung von Valomea gehalten. 


Auf dem Nachtisch liegen kleine Verse von Mascha Kaléko



Ich mag Mascha sehr und blättere gern durch das Buch. Sie beschreibt die Blumen ganz anders, nicht niedlich. Die Illustrationen passen ganz wunderbar dazu. Ein Kleinod, dass ich mir irgendwann selbst schenkte.






Mittwoch, Juni 10, 2020

Emil ist da





Meine Großnichte bekommt ein Geschwisterchen - da ich das schon eine ganze Weile wusste konnte ich in Ruhe nähen. Im April war der Babyquilt fertig und somit nahm ich ihn zum Fotoshooting mit auf unsere Wanderung an der Nieplitz entlang.




Hier habe ich vor dem Zusammensetzen der Decke ein Foto vom Top gemacht. Als Muster wählte ich  wieder die Bärentatzen. Die Spitzen sind aus Familienstoffen die ich bereits vor zwei Jahren sammelte. Die Bärentatzen waren auch das Motiv für Ronjas Quilt.




Die Decke ist lustig bunt, so hätte es für ein Mädchen auch gepasst. Obwohl das natürlich Quatsch ist, aber ich erwische mich immer wieder, wie ich in Klischees denke - blau für Jungs und rosa für Mädchen. 





Als wir unterwegs waren, begann der Frühling gerade zu erblühen - jetzt wird Emil wachsen und gedeihen. Er hat es gut mit seiner Familie.





Gequiltet habe ich wieder diagonal durch die Tatzen. Hier fällt das Licht gut auf die Linien.





Für die Rückseite hatte ich kein passend großes Stück in meinem Schrank. Ich weiß aber, dass Linda es gefällt, wenn die Blöcke auch auf der Rückseite auftauchen. So suchte ich zwei zueinander passende blaue Stoffe aus. Es reichte aber immer noch nicht. Jetzt hält ein gelber Streifen alles zusammen. 





Hier kann man etwas besser erkennen was sich alles auf der Rückseite tummelt - Kängeru, Koala, Maus und Schaf.



Getragen auf dem starken Ast der Familie - doch frei beweglich wird der kleine Emil aufwachsen.




Mittwoch, Juni 03, 2020

Seepferdchen


Für die neue Tasche musste unbedingt ein See als Kulisse dienen ... den es tummeln sich besondere Pferdchen auf der Tasche.




Dunkelblau, Sand, Meerblau, Türkis verbinden sich zur Heimat der Seepferdchen. Ein großer gequilteter Wirbel verbindet alle Farben.





Wieder plünderte ich einen Teil meines Resteschränkchen um die richtigen Töne für die Tasche zusammen zu bringen.



Vielleicht kann man es erkennen, das Seepferdchen hat Gesellschaft von Fisch und Krabbe.



Der lange Henkel hat sich bewährt. Ich schneide ihn aus einem 6 cm langen Streifen zu. 




Den blauen Reißverschluss fasste ich mit einem passenden Stoffstück ein, so werden die Ränder schön sauber und es gibt keine dicken Knubbel an der Seite.



Ich konnte mich nicht entscheiden, goldgelb oder wasserblau ... hier treffen beide Wirbel aufeinander. Das Quilten im Kreis gefällt mir richig gut, es ist meditativ und gibt der Tasche eine schöne Steifigkeit.




Farblich passende Knöpfe fädelte ich auf Silberdraht für den Reißverschlussbaumler. Ich finde, das rundet die ganze Sache ab.




Unter dem blauen Knopf verbirgt sich noch ein brauner ... finde ich ganz witzig. So nebenbei vermindert sich auch mein Knopfvorrat. Ich finde es sehr befreiend, wenn ich die Dinge endlich verbrauchen kann. Es hat sich zuviel angesammelt.

Die Tasche ist oben 28 cm breit und misst stehend 22 cm.




Freitag, Mai 29, 2020

Naschkatze




Grundlage für die neue Tasche war der Stoff mit den Macarons. Ich erhielt es als Beigabe bei einer Bestellung. Früher wusste ich mit solchen kleinen Panels nichts anzufangen und verschenkte sie gern weiter. Die letzten Stücke lagen noch in einer Tüte für unser leider ausgefallenes Nähtreffen. Daran erinnerte ich mich, als ich überlegte welche Farbkombination ich als nächstes ausprobiere. Die hübschen Macarons verlangen natürlich rosa, grün und etwas braun.




Ein kleines Katzengesicht platzierte ich auf die Rückseite. Zum Einsatz kamen wieder Reste, die kleiner als 5 cm sind. Lange Teile nähe ich zusammen und zerschneide sie anschließend wieder. Es ist eine Puzzelei, die mir riesigen Spaß macht. Das Zusammenspiel der Farben ist beeindruckend. Ich achte darauf, dass ich eine gute Mischung von hellen, mittleren und dunklen Tönen dabei habe.  




Die Tasche ist einmal von rechts zu sehen ....



... und hier von links. Da springen gerade noch zwei Katzen zur Seite, könnt ihr sie sehen?



Für den Henkel fand ich ein passenden Stoff in meiner Kaffe-Fassett-Schachtel. Die Musterung fängt die Farben der Tasche gut ein. 




Das Futter ist aus einem festen Damast-Stoff. Es hat eine schöne Steifigkeit und braucht daher kein Vlies zur Stabilisierung. Vor einiger Zeit färbte ich solche Stoffe in verschiedenen Tönen. Gut, dass ich jetzt darauf zurückgreifen kann.




So viele schöne Perlen hab ich gar nicht in meiner Sammlung, doch diese sieht aus wie ein süßer Bonbon. Ich freue mich immer sehr, wenn sich alles findet.

Die Tasche ist oben gemessen 28 cm breit und stehend 20 cm hoch. 






In unserem kleinen Garten ist ein mobiles Hochbeet eingezogen. Ich bekam den wunderbaren Pflücksalat geschenkt, freute mich auch sehr darüber, doch wohin damit?



Die alte Kiste stand im Keller, eine alte Decke wurde zur Folie umfunktioniert ... fertig. Jetzt kommt jeden Tag frischer Salat aufs Brot. 




Ausgelesen:



Ein ganz wunderbares Kinderbuch, das ich meiner Tochter vor 20 Jahren schenkte. Damals las sie es im Urlaub und nach ihr alle um uns rum ... Kinder und Erwachsene. Jetzt fiel es mir wieder in die Hände und ich habe es noch mal gelesen. Die Geschichte hat noch nichts von ihrem Reiz eingebüßt.
Das Tal der Drachen, die verborgen im hohen Norden leben, wird von den Menschen bedroht. Lung macht sich auf die Suche nach der ursprünglichen Heimat der Drachen. Diese liegt gut versteckt am Saum des Himmels. Ihn begleiten das Koboldmädchen Schwefelfell und Ben, ein Waisenjunge. Und dann gibt es noch Nesselbrand der Goldene. Er sucht schon lange die letzten Drachen ... 

Meine Tochter sagte einmal ... jeder sollte das Buch gelesen haben.