Sonntag, Oktober 21, 2018

Wanderung in Pallastunturi


Pallastunturi ist Naturschutzgebiet in Lappland. Sieben Fjälls dominieren den Höhenzug. 



Unser Wanderweg führte am Pyhäkero vorbei, über den Taivaskero und am Laukukero entlang.




Alles sieht so klar aus, die schweren Schichten der Eiszeit haben fast alles glatt geschliffen. Um so interessanter sehen die Kerben zwischen den Fjälls aus.




Höher als hier ist man in Lappland nicht.


Hier ist der Blick weit, der Himmel nah - und eissekalt.






Den Abstieg habe ich sehr genossen, denn es wurde wieder wärmer.


Unsere Wanderung:
https://www.komoot.de/tour/46669718



Kreuz und quer durch Sirkka

Muonio war der nächste Ort in westlicher Richtung - Sirkka ist etwa genauso weit entfernt in östlicher Richtung. Hier liegt der Berg Levi, nach dem das beliebteste Wintersportgebiet Finnlands benannt wurde. Unzählige Lifte und Loipen sorgen für Wintersport in allen Disziplinen.



Wie schon in Muonio versorgten wir uns in Sirkka mit frischen Lebensmitteln. Leider habe ich nicht herausgefunden wie das Einkaufen mit den Tablets am Einkaufswagen funktioniert.




Das Zentrum ist voll mit Geschäften und Gaststätten. Bei Schnee sieht es bestimmt gemütlich aus.




Der Berg wurde gerade auf den Winter vorbereitet. Bis zum ersten Schnee kann man aber die Abfahrt mit Rädern bewältigen. Die Finnen lieben Sport und Geschwindigkeiten.  

Da das Wetter ziemlich ungemütlich war, sind wir bald wieder nach Hause gefahren und haben uns in der Sauna aufgewärmt.


Unseren Spaziergang haben wir aufgezeichnet:
https://www.komoot.de/tour/46506955






Samstag, Oktober 20, 2018

Der Keimiötunturi




Gleich hinter dem kleine See - Naistenlampi - begann der Aufstieg auf den "Berg" Keimiötunturi. 




Zwischendurch sollte man immer mal nach hinten gucken - wieder grüßt uns der Jerisjärvi.




Der See hat Landzungen, die weit ins Wasser reinragen und organisch geformte Inseln.



Und wieder staunte ich über die bunten Farben der Beerensträucher. 




Die kleinen Sträucher stehen überall, und auf der Suche nach dem Namen war ich überrascht. Das sind Birken - Zwerg- oder Polarbirken. Sie wachsen fast überall, selbst dort, wo keiner mehr wollte. 





Die Bäume machen sich ganz klein und schaffen es so bis über die Baumgrenze. Die kleinen Blättchen sind ungefähr fingernagelgroß und färben sich im Herbst über alle gelb-orange-Töne bis dunkelrot.



Dann ließen uns die Bäume allein ...



  ...  und wir stiegen auf die baumlose Hügelkuppe, die hier Fjäll heißt. 




Die Fjälls sind bewachsen mit Pflanzen, die sich ganz klein machen - so wie der kriechende Bärlapp.




Moose, Flechten und Beeren, wachsen hier auch auf Felsen.





Von oben sieht man den Keimiöjervi - dort waren wir ein paar Tage später.



Meine Wanderung habe ich gespeichert:
https://www.komoot.de/tour/46341834





Freitag, Oktober 19, 2018

Wanderung auf den Särkitunturi


Aufmerksam geworden auf diese Tour sind wir durch einen Parkplatz. Als wir aus Muonio kamen, fielen uns die vielen Autos auf. Auch ein Reisebus stand dort. Wo so viele Menschen wandern wollen, muss es schön sein, dachten wir :) Und so konnten wir mit unserer App von Komoot die Wanderung planen.



Zu Beginn der Wanderwege stehen ganz normale Karten zur Orientierung. Ich mag das, so hat man mal einen kompletten Überblick.




Der Weg begann sehr bequem, es war sonnig, hohe Bäume reckten sich in den Himmel und kein Berg in Sicht.



Und ich fand wieder rote Birken - dieses Leuchten ist unbeschreiblich schön.


 

Oben angekommen dominierten Felsen, die sich mit Herbstfarben schmückten.




Die kleinen Bergseen sind Überbleibsel aus der Eiszeit.




Ruska - rot, gelb, orange - wohin man auch guckt.




Hoch oben gab es sogar ein Klöchen - mit Aussicht :) Und es wurde rege benutzt. Vor den Plumsklos hat hier niemand Angst. Sie sind auch nicht verdreckt. Hier geht kein Mensch in den Wald und lässt Taschentücher oder anderen Kram liegen.
Das es wirklich überall blitzsauber war fiel mir schon in den ersten Tagen auf. Es liegt kein Papier herum, kein Bonbonpapier, keine Zigarettenkipppe - gar nichts.


Direkt am See war es sehr ungemütlich. Wir sind dann weiter gelaufen und fanden unglaublich schöne Herbstfarben.


Weit hinten blinkt unser Haussee der Järisjervi.




Rein und raus in´s Rentierschutzgebiet kommt man, indem man die Stangen herauszieht. Zum Glück kam hinter uns eine junge Frau. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen und hätte es mit Klettern versucht.




Später am Nachmittag regnete es, da waren wir schon vor dem Kamin - doch nach der Sauna freuten wir uns über den Regenbogen.


Abends ging es weiter mit der Farbexplosion:


Die Sonne tauchte alles in Gold ...




... in Gold und Lila ...



... in Lila und Gold.



Für uns aufgezeichnet hat Komoot:
https://www.komoot.de/tour/46235339




Dienstag, Oktober 16, 2018

Muonio


So wie der Vortag aufhörte begann der nächste: es war ungemütlich und nieselig. An Wandern war nicht zu denken. Aber die Gelegenheit war günstig um die nächste Stadt zu besuchen. Wir entschieden uns nach Muonio zu fahren, um so auch "unseren" See den Jerisjärvi zu umrunden. 

Muonio liegt nahe der schwedischen Grenze und ist eher eine Gemeinde. Auch dieser Ort wurde im Lapplandkrieg völlig zerstört. Eine Kirche liegt auf einer Anhöhe und wacht über den Ort. Ringsherum gruppieren sich kleine bäuerliche Anwesen und ein Feriendorf.

Sonst gab zwei Supermärkte (so konnten wir uns mit frischem Gemüse und Brot eindecken), eine Tankstelle, ein Restaurant und ein Hotel mit Souvenierladen. 



Abends fanden wir einen neuen Weg zum See - es war schon dunkel, aber das Laub leuchtete.



 Die Sonne gab ihr bestes - ein besonderer Schein lag über dem Wasser.


Fahrt nach Muonio:

https://www.komoot.de/tour/46129242


Wandern in der Einsamkeit


So, da sind wir nun mitten im Wald - in diesem kleinen Häuschen wird das Holz für den Kamin gelagert.




Und so starteten wir den ersten Tag, ab in den Wald und Umgebung erkunden. Der Waldboden ist sehr weich und vielschichtig bewachsen. Wirklich überall wachsen Blaubeeren, die man sich sofort in den Mund stecken kann. 




Mich begeisterte die Pflanzenvielfalt. Überall gab es Moose und Flechten in den unterschiedlichsten Formen und Färbungen. 




Es gab Birken, die sich flammend rot färbten ...





und im See wuchs Sumpfschachtelhalm, der interessante Strukturen ins Wasser malte.

Inzwischen ist es kälter und feuchter geworden. Auf dem Weg zu "unserem" See bekamen wir diesmal nasse Füße, da halfen auch die guten wetterfesten Wanderschuhe nicht.

Zum Glück hatten wir ein Mökki (Ferienhaus) mit Sauna. Sowieso hat jedes finnische Haus eine Sauna (sogar im Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi hatten wir eine). so konnten wir entspannen und die Schuhe trocknen.


Unsere kleine Wanderung:

https://www.komoot.de/tour/46027047



Unser Ferienhaus in Rauhala am Jerisjärvi

Unser Ferienhaus haben wir in Rauhala gemietet. Das ist etwa 200 km von Rovaniemi entfernt. Für den Weg mieteten wir ein Auto am Flughafen. Wir wussten, dass die Einkaufsmöglichkeiten in Lappland beschränkt sind. Daher kauften wir im Supermarkt alles ein was wir für 9 Tage brauchten. Den Einkaufszettel schrieb ich schon zu Hause. Und dann ging die Fahrt in die Einsamkeit los.  

Der Verkehr wurde merklich ruhiger, die wenigen Autos die unterwegs waren, hielten Abstand, keine Hektik auf der Straße. Vorab machte uns der Vermieter auf Rentiere aufmerksam. Nach Rovaniemi beginnt das Schutzgebiet und da kann es schon mal sein, dass sich die Herden auf die Straße verirrten. Leider bekamen wir da noch keine Rene (so die richtige Mehrzahl von Ren) zu Gesicht.

Je weiter wir in den Norden fuhren, desto schmaler wuchsen die Nadelbäume. Das Laub an den Bäumen wurde goldener und kleine Sträucher breiteten davor rote Teppiche aus.



Da ist unser einsames Haus am See. Es liegt mitten im Wald - nahe am See.



Goldener Herbst - nur für uns :)



Das erste Abendessen stand direkt vor der Haustür - leckere Rotkappen.




Hier entlang geht es zum Jerisjärvi.

Was wir nicht wussten, der Weg war sehr sumpfig und fast nicht zu begehen. Doch wir waren optimistisch und am ersten Tag behielten wir auch trockene Füße.



Ein erster Blick über den See.



Die Autotour:

https://www.komoot.de/tour/45961345





Herbst im finnischen Lappland - Zwischenstopp in Rovaniemi


Mitte Oktober ist im Norden Finnlands Ruska - der Indian Summer in Lappland. Angefixt wurde ich vor drei Jahren. Helena und ich waren in Helsinki bei Freunden zum Wurstfestival eingeladen. Es gab Spezialitäten des Landes u. a. die besonders schmackhaften Moltebeeren. Sie wachsen wohl überall im Land und besonders gut in Lappland. Da ist der Herbst traumhaft schön, wie in Kanada - wurde mir vorgeschwärmt. 
Na, das ist doch mal eine Alternative! Den Herbst in Kanada wollte ich gern mal sehen, doch scheue ich die weite Flugreise - Finnland ist nicht ganz so weit - und so flogen wir am 9. September über Helsinki zum Polarkreis.


Bei strahlendem Sonnernschein und 21 Grad landeten wir abends in Rovaniemi. Der hoteleigene Shuttle brachte uns ins "Santa Claus Village". Hier haben wir zwei Übernachtungen gebucht. 

Natürlich mussten wir als erstes den Polarkreis überspringen, dann schlenderten wir durch das Weihnachtsmanndorf. Der Weihnachtsmann steht das ganze Jahr über für Fotos und Wünscheaufnehmen zur Verfügung. Und natürlich kann man alles mögliche fürs Fest kaufen. Zum Glück gibt es auch Niederlassungen von Marimekko (Stoffe, Bekleidung, Wohnaccessoires) und Iittala (Geschirr und Glas). 

Im Restaurant stand Rentier auf der Speisekarte. Oh je, da werden wohl die Rudi´s in die Pfanne gehauen, die für den Schlitten nicht mehr taugen - doch muss ich gestehen: Lecker war´s.

Das Frühstücksbuffet war überwältigend - nicht nur wegen der ausgesuchten finnischen Spezialitäten. Das gesamte Geschirr bestand aus der Serie "Taika" von Iittala. Ich liebe es!




So kurz vor der Hauptstadt Lapplands wollten wir dann auch Rovaniemi sehen. Und wie es sich für einen Wanderurlaub gehört, war der Weg das Ziel. Pilze wuchsen in jedem Vorgarten, Birken waren hier die Zäune - mehr Abgrenzung braucht man nicht. 

Rovaniemi wurde im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Heute dominieren moderne Bauten. Mittelpunkt ist der Lordi-Platz, der nach dem Sieg der Hardrockband Lordi 2006 so benannt wurde. Der Sänger, Tomi Putaansuu, stammt aus Rovaniemi.

Die Tour habe ich aufgezeichnet bei Komot:

https://www.komoot.de/tour/45842154