Freitag, Dezember 07, 2018

Apfelwichtelei


Die Weihnachtsfeier der Zicken fand, wie im letzten Jahr, am Freitag vor dem ersten Advent statt. Wir waren noch frei vom Weihnachtsstress und freuten uns auf das Apfelwichteln.



Das Thema "Apfel" wurde schon ein Jahr zuvor ausgesucht. So hatten wir genug Zeit um Ideen zu sammeln und sie auch umzusetzen. Erstaunlich groß war dann wieder die Vielfalt der Möglichkeiten. Vom Türstopper (der es aus mir unerklärlichen Gründen nicht auf das Bild geschafft hat) über Topflappen, Tasche und Täschchen, Schürze und Strümpfe, Kissen, Filzäpfel mit und ohne Maus, Apfelgelee, Apfelringe und andere Köstlichkeiten war die Auswahl riesig.



Hier stehen die bunten Päckchen noch auf dem Tisch und warten auf das Auspacken. Später wurde wild getauscht bis die Uhr dem ein Ende setzte. 




Mein Beitrag zum Thema waren selbst gestrickte Strümpfe. Ein gewagtes Unterfangen, denn ich wusste ja nicht welcher Fuß gewinnen würde. Ich hatte Glück, Meg passen sie hervorragend.
Die Idee zum Muster habe ich abgekuckt - Äppelpäppel gibt es bei Ravelry.



Ausgelesen:


Ein Krimi der sich um Menschenhandel dreht. Ein spannendes Thema. Ich habe das Buch auch gelesen, doch ich muss sagen, die Art des Schreibens liegt mir nicht. Aber das ist meine Meinung - alle meine Kolleginnen haben das Buch verschlungen - also gute Unterhaltung :)






Samstag, November 24, 2018

Tasche für Zeichenzeug



Eine liebe Kollegin ist in den Ruhestand gegangen.
Sie ist sehr kreativ und malt gern großformatige Bilder. Aber ich glaube sie hat kein Skizzenbuch um Gedanken und Ideen festzuhalten - das habe ich ihr geschenkt - für den Beginn einer neuen Zeit.



Für die große Maltasche habe ich aus meinem Fundus einen selbst gefärbten Satinstoff ausgesucht. Genau dieses Blau-Grün-Türkis ist ihre Lieblingsfarbe. Das Stoffstück war etwa 50 x 60 cm groß. Mit vielen Bögen, Schnecken, Blumen und Blättern überzog ich die Oberfläche mit Quiltlinien, so dass aus einer glatten Oberfläche ein fast organisches Gebilde entstanden ist.



Der Satin und die neue Struktur bringt das schöne Farbspiel des Stoffes zum Leuchten. Sehr schön plastisch kommen die ungequilteten Flächen heraus - ich mag gern so ein Material anfassen, da haben die Hände was zum Fühlen und Tasten.

Die fertige Tasche ist groß genug für das Skizzenbuch und eine kleine Kramtasche. Leider habe ich vergessen ein Foto zu machen.




Die kleine Tasche ist für Stifte, Anspitzer, Schere und anderen Kram, den man so für ein Skizzenbuch braucht.



Legt man die Klappe um, kann man die Stifte griffbereit arrangieren. Der Boden ist schön breit, so dass die Tasche einen guten Stand hat. So gerüstet kann Petra überall ihr Buch aufschlagen und loskritzeln. Ich wünsche ihr viele kreative Ideen.




Gelesen:


Im Buch wird beschrieben, wie man diese buddhistische Technik anwenden kann, um Angst, Wut und Unzufriedenheit zu überwinden. Visualisierung, Identifikation und Meditation können helfen schlechten Gefühlen besser zu begegnen. Die Fütterung der Dämonen ist ein Begriff - den ich nicht mag. Für mich ist es ein Paradox, denn man will ja die Dämonen loswerden, sie sollen doch nicht dick und fett werden.
Aber gerade das ist es, wenn man sich den schlechten Gefühlen zuwendet, setzt man sich damit auseinander und findet Lösungen, zumindest kann man lernen Dinge anzunehmen wie sie sind.
Sich den Problemen zuwenden und nicht verdrängen - das habe ich für mich heraus gelesen.




Mittwoch, November 21, 2018

Geburtstagsgruß mit Maulwurf


Für Laura gab es auch eine Geburtstagskarte. Sie liebt Erde und Pflanzen - deshalb gratuliert ein Maulwurf zum Geburtstag. Ich finde ihn ganz lustig, obwohl er ein kleines bisschen wie Pittiplatsch aussieht.


Ausgelesen:


Ein ganz tolles Buch - die Geschichte einer Ehe in zwei Teilen. Einmal aus der Sicht des Mannes, dann erzählt die Frau - und vieles wird klarer. Ich könnte es gleich noch mal lesen, es gibt bestimmt noch eine Menge zu entdecken.
Mein Lesetipp für diesen Winter :)




Freitag, November 09, 2018

Lauras Quilt

Vor vielen Jahren, als meine Nichten noch viel jünger waren, versprach ich Ihnen zum 30. Geburtstag eine handgequiltete Decke. Inzwischen sind viele Jahre vergangen und Laura hatte Geburtstag.

Und nun gab es wirklich diese handgequiltete Decke. Es ist ein ganz besonderer Quilt geworden, nicht nur wegen der Größe - 2,40 m x 2,40 m. Das war ein großer Extrawunsch von Laura, sie wollte sich mal richtig schön einkuscheln. Damit wird sie jetzt wohl keine Schwierigkeiten haben.

Dabei war so was Großes gar nicht geplant. Als ich schon alle Sterne für einen "normalen" Quilt zugeschnitten hatte, sagte sie mal so nebenbei, dass ihr jetziger Quilt mit ca. 2 x 1,50 m zu klein ist. Das war ein Schreck. Ich brauchte ein paar Tage um das zu verdauen. Zumal ich ja alles mit der Hand quilten wollte. Nun ja, zum Glück hat man liebe Menschen, die mir beratend zur Seite stehen. Helena redete mir gut zu - und nun hoffe ich das gute Stück wird ewig halten :)


Die Besonderheit sind die Stoffe: Genäht habe ich das ganze Top aus Hemden, Blusen T-Shirts, Kleidern ... Alle musste ihren Kleiderschrank plündern, so dass ich von jedem Familienmitglied was vernäht habe. Wer nichts hatte, gab sein letztes Taschentuch dafür. Auch eine ausgediente Gardine aus Baumwolle hat ihre Bestimmung neu gefunden. Farblich passt alles gut zusammen, ach was sind wir für eine harmonische Familie :)

Zum Fotoshooting verabredeten wir uns ein paar Tage vor dem großen Fest in Beelitz - der Heimatstadt von Laura.


Die erste Station ist die Grundschule. Das Gebäude wurde 1906 als Beelitzer Volksschule eingeweiht.




 

Viel Zeit verbrachte die Familie im Kleingarten mit Gartenhäuschen, Gemüseanbau, Blumen und Platz zum Toben. Der Vater baute den Kindern ein eigenes kleines Spielhäuschen. Aber das steht schon lange nicht mehr. Inzwischen nutzen andere Menschen den Garten.




In der Nähe gibt es sogar noch den Spielplatz mit den alten Klettergerüsten.



Und Lauras Baum ist riesig geworden.
Als Kind hatte sie Schwierigkeiten den Baum zu Erklettern. Heute gelingt es besser, sie probierte es kürzlich.




Der Beelitzer Wasserturm steht in der Nähe des Gymnasiums. Seit 2005 gibt es hier ein Teleskop für Beobachtungen des Sternenhimmels.



Das kommt raus, wenn man nicht aufpasst - die Einstellungen meiner Kamera haben sich wohl beim Knipsen verstellt: Der Quilt auf der Gartenbank am See.




Passend zum Top kaufte ich einen Rückseitenstoff in Überbreite. Ich wollte einen qualitativ hochwertigen Stoff der sich gut quilten lässt. Das Paisleymuster in rosa passt wunderbar, es ist unaufgeregt und drängt sich nicht hervor.




Diese Bordüre ringsherum schmückt den Quilt.




Die Außenstoffe bekamen fast alle ein Herz.



Manchmal ging das nicht, weil ich Hemdentaschen verarbeitet habe, darin kann Laura zum Beispiel Taschentücher verstauen. Ich stell mir das ganz praktisch vor. Denn wenn sie den Quilt als Bettüberwurf benutzt, hängen die Seiten herunter und sie kann Verschiedenes dort griffbereit deponieren.





Manch ein Familienmitglied hat bestimmte Vorlieben - die ich gern berücksichtigt habe. Frank und fast alle anderen mögen Star Wars.




Dorit mag Drachen



... und Dominik mag Japan, daher eine Kirschblüte.


Außerdem habe ich die Quadrate diagonal gequiltet und die Sterne umrandet. Insgesamt habe ich ein Jahr nur gestichelt. Doch nun bin ich fertig und freue mich riesig darüber.

Aber es geht weiter - in zwei Jahren hat Linda Geburtstag, auch sie wird eine handgequiltete Decke bekommen. Es gibt schon einen groben Plan, eine Kiste mit passenden Stoffen und einen Probeblock.


Sonntag, November 04, 2018

Kleine Geldtasche


Meine Tochter wünschte sich von mir eine neue Geldtasche. Die letzte hatte mehrere Fächer für Karten und ähnliches. Sie nutze sie nur nicht. Daher konnte ich es diesmal einfacher halten.



Bewährt hat sich das Zaubertäschchen. Ruck zuck ist alles zusammen genäht, Druckknöpfe rein - fertig. Die meiste Zeit hat meine Tochter gebraucht um die Stoffe auszusuchen.




Die Auswahl ist ihr gelungen, das rote Futter passt perfekt zum robusten Spitzenmuster. 
Die Taschenanleitung gibt es bei Nalevs Welt. Nach diesem Prinzip kann man Taschen in verschiedenen Größen und Formaten nähen.


Ausgelesen - mein erstes E-Book: 

Eugen Ruge "In Zeiten des abnehmenden Lichts"

Meine Freundin hat mir für die Finnlandreise ihr E-Book geliehen. So musste ich mir um weitere Literatur keine Gedanken machen. Es ist ja der größte Vorteil der elektronischen Bücher, dass man eine ganze Bibliothek im Koffer hat.

Ausgesucht habe ich mir die preisgekrönte Familiengeschichte "In Zeiten des abnehmenden Lichts". Ich schließe mich den Kritikern an: eine spannender Roman, deutsche Geschichte, Familienbande und ein Ende das Raum für eigene Gedanken lässt - unbedingt lesen.





Dienstag, Oktober 30, 2018

Der Immeljärvi

Unsere letzte Wandertour startete in Sirkka. Wir mussten noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen und Flaschen abgeben, bevor die Reise nach Hause antraten.


Und so planten wir eine Wanderung am Immeljärvi entlang. Die sportlichen Aktivitäten rund um Levi beziehen auch den See mit ein. Begeistert hat mich ein Saunadorf direkt am Wasser - drei verschiedene Hütten standen dort. Zur Abkühlung kann man gleich in den See springen.




Weiter oberhalb des Sees war diese tolle Raststätte. Neben der obligatorischen Feuerstätte im Freien, kann man hier auch In-door-grillen.



Der Raum ist wirklich groß. Hier können ohne Schwierigkeiten sicherlich 20 Leute zusammen sitzen. 


Großzügige Panoramafenster bieten sicherlich im Winter besonders reizvolle Aussichten.




Wir saßen draußen am Feuer und genossen den Blick über den See.



Nach dem Berg, ein Stück weiter, lockte der nächste Stop. Gleich mehrere kleine Lokale bieten Speisen und Getränke an.



Dabei bot der Wald immer noch eine Fülle an Beeren - ich habe davon ausgiebig gegessen.





Ein schönes Bild noch zum Schluss - goldener Herbst in Finnland - schön war es.


Ausgelesen:


Im Urlaub habe ich natürlich auch einen finnischen Roman gelesen. Er spielt in Helsinki zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach dem finnischen Bürgerkrieg muss sich jeder und alles neu ordnen. Es wird das Leben der Menschen skiziziert, die zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg jung waren und erwachsen wurden. Die Roten und die Weißen, die im Krieg viel Schlimmes erlebt hatten und danach mit dem Grauen leben mussten. Helsinki ist die schöne Kulisse am Meer, mit prächtigen Bauten, Lebenshunger und viel Traurigkeit. Mir hat gefallen die europäische Geschichte aus der finnischen Perspektive zu sehen.
Sehr interessant - sehr lesenswert.

Dienstag, Oktober 23, 2018

Der Keimiöjervi


Wir saßen vor ein paar Tagen auf dem Keimiötunturi und guckten auf den See, den Keimiöjervi. Mit unserer Wander-App planten wir den Weg dorthin. Der Untergrund ist teilweise sehr morastig, gut dass die Wege mit Stegen befestigt wurden.



Links von unserem Weg begleitete uns der Keimiötunturi. So ein baumlose Berg wird Fjäll oder hier in Finnland besser Tunturi genannt. Glatt geschliffen wurde er durch die Eiszeiten.



Und dann sind wir auch schon am See - dem Keimiöjervi.



Wege wie aus dem Märchen 




Dann trafen wir auf eine Hütte. Sie war komplett für eine Übernachtung eingerichtet. Geschirr, Möbel und Ofen - alles war komplett vorhanden - ordentlich und sauber. Jeder der möchte, kann hier seinen Schlafsack ausbreiten und am nächsten Tag weiterwandern.



Holz gab es in der angrenzenden Hütte genug. Mario machte uns Brennholz für ein Lagerfeuer zurecht.




In Ermangelung von Wurst oder anderem Grillgut, hielten wir unsere Brote über das Feuer - Röstbrot und heißer Tee, gemütliches Feuer am See - was braucht man mehr.



Und so ging der Abend zu Ende - wir waren wieder zu Hause an unserem See und guckten der Sonne beim Untergehen zu.



Goldenes Licht - wohin man schaut - jeder Abend ist anders, jeder Abend neu.



Unser Wandertag:
https://www.komoot.de/tour/46779335




Sonntag, Oktober 21, 2018

Wanderung in Pallastunturi


Pallastunturi ist Naturschutzgebiet in Lappland. Sieben Fjälls dominieren den Höhenzug. 



Unser Wanderweg führte am Pyhäkero vorbei, über den Taivaskero und am Laukukero entlang.




Alles sieht so klar aus, die schweren Schichten der Eiszeit haben fast alles glatt geschliffen. Um so interessanter sehen die Kerben zwischen den Fjälls aus.




Höher als hier ist man in Lappland nicht.


Hier ist der Blick weit, der Himmel nah - und eissekalt.






Den Abstieg habe ich sehr genossen, denn es wurde wieder wärmer.


Unsere Wanderung:
https://www.komoot.de/tour/46669718