Mittwoch, August 07, 2019

Origami-Tasche


Die Anleitung für diese Origami-Tasche fand ich auf dem Blog von Bernina. Ich war neugierig, denn die Falttasche habe ich schon öfter mal gesehen. Nun brauchte ich ein Geburtstagsgeschenk und probierte das Nähen diese praktischen Tasche aus. In 30 Minuten soll sie fertig sein - die Zeit zählt aber erst wenn der Stoff ausgesucht ist :)




Ein Stück Stoff wird gesäumt, gefaltet und mit nur 2 Nähten ist der Beutel fast fertig. Aufpassen muss man nur beim Zuschnitt: Nach dem Säumen muss die Länge des Stoffes 3 x so lang sein wie die Breite. Da hab ich nicht richtig nachgedacht. Ich habe mein Stoffstück vor dem Säumen berechnet und kam nur mit Schummeln zum gewünschten Ergebnis. Doch ich denke, wer das nicht weiß, merkt es nicht. 
Für den Tragegriff habe ich ein Stück Leder zugeschnitten. Die Farbe passt zufällig perfekt zum Apfelmuster.




Der Beutel kann ganz klein zusammengefaltet werden, so dass er in jede Handtasche passt. Ich bin gespannt, wie mein erstes Origami-Bag gefällt.



Ausgelesen:


Leider ist es so, dass ich mit zunehmendem Alter mehr schnarche. Da kommt mir dieses Buch gerade recht. Ich habe es auf dem Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe entdeckt. Freundlicherweise schickten sie es mir zur Rezession:

Das ich schnarche, hat mir mein Mann natürlich immer wieder gesagt. Doch jetzt kam noch hinzu, dass ich morgens immerzu müde bin. Verschiedene Menschen meinten, ich solle mich untersuchen lassen, falls ich Atemaussetzer habe. Daher war ich beim Spezialisten. Er sah natürlich sofort woran es lag: schlaffer Gaumen und schlaffes Segel - die können gut nächtliche Geräusche produzieren. Ich erhielt einen Termin, um mir ein Gerät auszuleihen, das meinen Schlafrhythmus aufzeichnete. Leider brachte das nicht den gewünschten Erfolg. Das Gerät musste ich mir wie einen Rucksack anziehen. Schon beim Anlegen rümpfte ich die Nase. Es roch nach Tabakrauch. Die Geräte werden gesäubert - sicherlich - doch intensiver Geruch konnte damit nicht vertrieben werden. Schon deshalb schlief ich wahrscheinlich furchtbar schlecht, jedenfalls waren keine Aussetzer zu sehen. Doch meine Müdigkeit blieb.
Das Buch erklärt, warum wir schnarchen, welche Gefahren dadurch entstehen und wer dafür anfällig ist. Nun, ich habe einen kleinen Mund, einen kleinen Unterkiefer - das sind schon mal anatomische Merkmale, die das Schnarchen begünstigen.
Nun mache ich gymnastische Übungen mit Mund und Zunge. Es ist unangenehm und anstrengend. Ich hoffe es hilft.




Mittwoch, Juli 24, 2019

Der Winter kommt bestimmt


Diese Stulpen verschenke ich an Dominik zum Geburtstag. Er mag gerne Farben und warme Hände.





Ich hatte noch einen Rest von dem Verlaufsgarn "Nordlichter" übrig, aus dem ich Socken für mich strickte. Auf die Idee diese Wolle zusammen mit einfarbigem Garn zu verarbeiten, brachte mich Helena. Das Muster fand ich im Netz als Zählmuster.






Das es eine Iris wird, sah ich erst beim Stricken - ich bin ganz begeistert. Sicherlich wird es Dominik auch sein. Das die beiden Stulpen unterschiedlich sind, wird ihn nicht stören. 





Ich interessiere mich sehr für das Maschinenquilten und -sticken. Der Verlag stiebner stellte mir dieses Rezessionsexemplar zur Verfügung.
In diesem Buch geht es um sehr viel mehr als um das Sticken mit der Nähmaschine.
Die Textilkünstlerin Meredith Woolnough nimmt uns zuerst mit auf Entdeckungsreise. Das allein macht mir das Buch sehr sympatisch - zuerst wird gewandert und fotografiert.
Die Pflanzen werden ausgesucht und bestimmt, um sie dann zu skizzieren und zu beschreiben. Viele schöne Fotos zeigen die große Vielfalt der Blätter, Blüten und Formen in der Natur. Meredith gibt Hinweise zum Führen eines Skizzenbuches, sie beschreibt ihre Ausrüstung und gibt wertvolle Tipps zum Fotografieren. Je detaillierter sie ihre Beobachtungen beschreibt, desto besser gelingt ihr die Umsetzung als Stickerei.
Und dann gibt es viele Hinweise zum Zeichnen mit der Nähmaschine. Sie stickt auf wasserlöslichem Vlies mit unterschiedlichen Stichen, die frei geführt werden. Viele Fotos zeigen den Weg und machen Lust es selbst auszuprobieren.





Donnerstag, Juli 18, 2019

Rockfestival in Weida


Letztes Wochenende war ich bei Helena zum Nähen. Wir wollten endlich mal Stoffe verbrauchen, die leider schon viel zulange in irgendwelchen Kisten rumliegen. Ich kaufe ja schon lange nichts mehr. Denn ich möchte erst die schönen Stoffe vernähen, ohne die ich vor Jahren unmöglich den Stoffmarkt verlassen konnte.

Angereist bin ich mit vielen Schnitten, Stoffen und Röcken, die ich schon genäht habe. Es ist ein Wahnsinn, warum schleppe ich immer so viel Zeug durch die Gegend? Es muss mir doch klar sein, dass auch ein Nähwochenende nicht mehr Zeit zur Verfügung hat, als andere Wochenenden. Ich glaube mein Unterbewusstsein hofft immer auf ein Zeitloch in das ich beim Nähen falle.



So sah es am Sonntagvormittag bei uns aus. Zum Glück hat es fast das ganze Wochenende geregnet. Jede von uns konnte einen Rock komplett fertig nähen. 





Helena hat sich einen raffinierten Schnitt ausgesucht, bei dem der Sattel am Rockteil angeschnitten ist. Ich habe ihn schon genäht und gern getragen. Er schwingt so schön, wenn ich mich bewege. 





Ich habe den hellen Rock fix und fertig nähen können. Die großen Blumen erinnern mich an die klassischen Marimekko-Blüten. Jetzt brauche ich nur ein passendes Oberteil dafür. Am Mittwoch werde ich in der Stadt danach gucken. Ich hoffe sehr auf ein schönes Shirt.





Am Samstagnachmittag zeigte sich kurz die Sonne. Helena nahm mich mit auf ihre Walking-Tour. Es ging ganz schön bergauf. Daran merkt man, das Weida im Tal liegt. Das war mir nie bewusst, denn ich bin ja immer nur mit dem Auto rumgefahren. Oben angekommen hatte man einen wunderbaren Blick nach Gera und in den Himmel. 




Fast fertig ist ein Kleid, dass Helena als nächstes nähte. Vorn hat es eine Kellerfalte. Durch den Jersey-Stoff hat es einen schönen Fall und umschmeichelt die Figur. Als ich am Sonntag zu Hause ankam, schickte sie mir schon Fotos vom Ärmelabschluss.




Meinen zweiten Rock musste ich ungesäumt mitnehmen. Auch eine Naht am Futter war noch ungenäht. Das habe ich dann in Ruhe zu Hause gemacht. Ich mag ihn sehr, den Stoff würde ich immer wieder kaufen.

Es war toll mit Helena zu Nähen. Allerdings danke ich auch ihrem Mann sehr, er hat uns die ganzen Tage komplett versorgt. Wir mussten uns um nichts kümmern, der Tisch war immer liebevoll gedeckt und zum Schluss hat er noch ein leckeres Brot für mich gebacken - mehr geht nicht :)






Samstag, Juli 13, 2019

Entdeckerdecke für Edda Lisbeth


Eine neue Entdeckerdecke macht sich auf den Weg. Edda Lisbeth wird darin erst einmal Wärme und Geborgenheit finden ...



... später kann sie sich an den bunten Stoffen erfreuen. Dabei gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Denn die Bildchen sind  so vielfältig, dazu kann man auch lustige Geschichten erfinden.



Die Blöcke wurden mit einer raffinierten Schneidetechnik genäht - Disappearing Nine Patch. Dafür näht man 9 Patches zu einem Block. Die Bildchen kommen in die Ecken, ein gelbes Quadrat in die Mitte und dazwischen stecken die hellen Quadrate. Nach dem Zusammennähen wird der große Block in vier kleine geschnitten. Hier habe ich das beschrieben.




Für die Rückseite hatte ich einen hübschen Stoff mit Kirschen, der passt perfekt für das Sommermädchen.




Sonntag, Juli 07, 2019

Geburtstagskarten





Deine Glückskarte hat Patty von mir bekommen. 

Die Karte habe ich aus Stoffen gemacht, die ich vor langer Zeit bemalt hatte. Jetzt habe ich noch die Blüte aufgenäht und ein bisschen gestempelt.




Meg hatte Geburtstag.

Auch hier habe ich Stoff genommen, der schon bemalt und bestempelt war. Die Biene ist frei aufgestickt und ein bisschen gestempelt habe ich auch. Der grüne Streifen wurde anschließend aufgenäht.




Für die Geburtstagskarte von Anneli inspizierte ich meine bunten Stoffreste. Die schnitt ich ein bisschen in Form und habe sie dann aufgestickt.

Die Karten habe ich schon im Februar genäht. Es hat mir großen Spaß gemacht mit den Farben zu spielen und Neues zu kreieren.




Montag, Juli 01, 2019

Tasche für Urlaubskram


Für eine Geburtstagseinladung brauchte ich ein Geschenk. Da ich wenig Zeit hatte und das Geburtstagskind anschließend in den Urlaub fuhr, entschied ich mich ein Zaubertäschchen zu nähen.
Das Muster habe ich vor Jahren im Netz gefunden, wenn ihr danach sucht, findet ihr garantiert die Seite.




Ich hatte einen Rest in der Größe von 44 x 25 cm. Den habe ich genau so genommen. Für das Futter wählte ich selbstgefärbten türkisfarbenen Stoff. Das Vorderteil bügelte ich auf Klebevlies. Jetzt weiche ich von der Originalanleitung ab: Für mehr Volumen nähe ich die beiden Beutelteile extra und mache Abnäher an den Ecken. 
Nach dem Umkrempeln steppe ich die Taschenklappe noch ab. Jetzt fehlt nur noch der Druckknopf, auch der ist schnell angebracht. 




Ausgelesen:


Das Buch habe ich aus unserer Telefon-Buch-Zelle mitgenommen. Peter Høeg ist der Schriftsteller der "Fräulein Smilas Gespür für Schnee" geschrieben hat. "Der Plan von der Abschaffung des Dunkels" wurde ein Jahr später geschrieben. Es ist nicht ganz einfach mit diesem Buch. Ein Junge wächst als Waise in vielen unterschiedlichen Kinderheimen auf. Dort ist er Willkür, Gewalt und Misshandlungen ausgesetzt. Er hat Probleme mit der Wahrnehmung der Zeit was er selbst als Krankheit bezeichnet. Die ganze Geschichte wird mit Gedanken zur Zeit gespickt, was sehr interessant ist. Ich selbst habe mir noch keine großen Gedanken darüber gemacht. 
Die Geschichte ist ziemlich traurig, denn den Waisenkindern fehlt es an Liebe, Zuwendung und Geborgenheit. Peter Høeg ist sehr nah dran an seinen Figuren, was vermuten lässt, dass er selbst vielles erlebt hat.
Interessant finde ich die Information, dass Peter Høeg keine Bücher mehr verfilmen lässt. Er möchte den Lesern die Bilder nicht wegnehmen.



Donnerstag, Juni 27, 2019

Entdeckerdecke für Natalie


In Wahlsdorf nähte ich in diesem Frühjahr mehrere kleine Quilt-Tops. Inzwischen sind sie fertig und einer hat sogar schon eine neue Besitzerin gefunden. Natalie wird sich darin warm und geborgen fühlen und später vielleicht auf Entdeckung gehen.




Die Rückseite ist dezenter gehalten - rot-weiß kariert. Das Binding wiederum nimmt die bunten Farben der Vorderseite auf und verbindet beide Seiten.





Die kleine Decke ist quietschbunt, denn Babys lieben leuchtende Farben. Ihr Sehsinn ist ja nach der Geburt noch nicht ausgereift. Eigentlich wären schwarz-weiß Decken für die ersten Wochen förderlich. Doch auch starke Farbkontraste fördern die Seh-Entwicklung.
Monate später kann Natalie auf Entdeckungsreise gehen. Ich mische die Motive gern so, dass neben Auto und Häschen auch Prinzessin und Pirat zu finden sind.



Ausgelesen:



Im Alten Land treffen Menschen aufeinander - Obstbauern seit Jahrhunderten und Flüchtlinge.
Als nach 1945 die aus dem Osten Vertrieben ins Alte Land kommen, will sie keiner haben. Auf einem Obsthof strandet eine stolze Gräfin mit ihrer Tochter. Sie sind nicht willkommen, erkämpfen sich trotzdem das Recht zu bleiben. Es ist ein schwieriges Leben, dass zwei starke Frauen unter einem Dach führen. Mittendrin sind Vera, die kleine Tochter der Gräfin und der aus dem Krieg zurückgekehrte Sohn der Obstbäuerin.
60 Jahre später flüchtet Anne aus Hamburg, vor Großstadttrubel und egoistischen Gutmenschen. Wunderbar wie alle ihr Fett weg bekommen - der Rummel um Ökologie, Achtsamkeit und Wertschätzung auf der einen Seite und dem Überlebenskampf der Obstbauern im harten Geschäft der Landwirtschaft auf der anderen Seite.
Durch verschiedenen Zeitebenen werden die Lebensfäden geführt. Dörte Hansen geht behutsam mit ihren Menschen um, bewertet nicht sondern erzählt von ihren Eigenarten und Nöten.
Ein ganz wunderbares Buch, sehr aktuell und authentisch - finde ich.







Sonntag, Juni 23, 2019

Sommernähen - schon wieder


Ein herrlicher Sommer-Sonntag ... es ist warm ... ich habe Zeit ... im Radio werden 100 Sommerhits gespielt ... ich habe noch einen Reststoff in gelb von letzter Woche.





Den gelben Stoff zerschnitt ich so, dass nun kein Rest mehr übrig blieb, passend dazu schnitt ich blaue Quadrate. Insgesamt hatte ich 72 Quadrate - das sollte für zwei kleine Quilts reichen.



Wie man diese Quadrate möglichst schnell und effektiv zusammennähen kann, zeige ich euch heute:



Die Quadrate legte ich in 6 Reihen und 6 Spalten vor der Nähmaschine in Griffweite aus.





Zuerst nähe ich die die erste und zweite Reihe zusammen. Dafür werden die Quadrate der zweiten Reihe über die darunterliegenden Quadrate der ersten Reihe geklappt.




Ich habe nun sechs geklappte Quadrate vor mir liegen, die ich nacheinander nähe ohne den Faden abzuschneiden.





Das erste Pärchen habe ich genäht, das Füßchen bleibt unten, ohne Abzuschneiden nehme ich das nächste Pärchen ...




Das zweite Pärchen wird an das erste angelegt, dann nähe ich weiter, lege nacheinander die restlichen vier Pärchen an und nähe so eine lange Schlange. Danach schneide ich den Faden ab.






Ich habe jetzt eine Schlange mit 6 Pärchen. Genau so nähe ich die dritte und vierte Reihe zusammen und danach die fünfte und sechste Reihe.





Hier habe ich die erste Schlage aufgeklappt (genäht wurde die erste und zweite Reihe). Die Schlage aus der dritten und vierten Reihe wird auch aufgeklappt und so auf die erste Schlage gelegt, dass das 1. Quadrat der 3. Reihe auf dem 1. Quadrat der 2. Reihe liegt.






Diese Quadrate stecke ich zusammen, so kann nichts verrutschen.




Hier sind die ersten 4 Reihen zusammen genäht. 




Jetzt wird die letzte Schlage angenäht, dazu werden die Quadrate der 5. Reihe auf die Quadrate der 4. Reihe gelegt, gesteckt und genäht.





Hier halte ich die eben genähten sechs Reihen in der Hand - es kann nichts verrutschen.





Ich kann jetzt die offenen Nähte schließen, die durch Fäden miteinander verbunden sind.






Bisher habe ich noch nicht gebügelt, ich klappe die Reihen um und mit dem Daumen streiche ich über die Nähte, die als nächstes genäht werden.





Die Nahtzugaben einer Reihe zeigen immer in eine Richtung - so wie hier klappe ich die eine Reihe nach links, die andere nach rechts.




Damit nichts verrutscht, fixiere ich mit Nadeln die Nahtzugabe. Darüber nähe ich vorsichtig, so dass wirklich alles glatt liegen bleibt.




Zum Schluss bügele ich alles so, dass die Nahtzugaben schön glatt liegen.




So bekommt man Quadrate mit schönen Ecken und Kanten.




Der Sommerspaß war schnell vorbei - in 90 Minuten hatte ich beide Tops fertig. 




Ausgelesen:


Der nächste Roman spielt schon wieder in Hamburg und beginnt auch mit der schrecklichen Kriegszeit. Meine Mutter suchte es für mich aus ihrem Bücherschrank heraus, nachdem mir "Zeiten des Aufbruchs" so gefallen hat.
Die Geschichte beginnt mit einer Nacht der großen Bombenabwürfe über Hamburg. Dagmar, die Hauptdarstellerin, überlebt, weil sie bei einer Freundin übernachtet hat. Auf der Suche nach Bruder und Mutter findet sie nur Trümmer. Eine Nachbarin läuft ihr zufällig über den Weg und nimmt sie mit in den Süden. In Bayern finden sie ein neues Zuhause. 
So altmodisch, wie das Cover des Buches ist auch die Geschichte, doch mir haben die Beschreibung der Lebensumstände sehr gefallen. In dem alten Haus einer Gärtnerei müssen Menschen zusammen leben, die der Krieg zusammen geführt hat. Alle Charaktere bekommen ihre Chance, so habe ich ein gewisses Verständnis auch für schwierige Charaktere.
Leider verliert für mich der Roman, als die Geschichte etwa nach 25 Jahren wieder einsteigt. Dagmar ist inzwischen 34 Jahre ... und die Liebesgeschichte passt meiner Meinung nach nicht wirklich.