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Sonntag, Februar 13, 2022

Familienkissen zum Geburtag




Ich verschenke diese Woche zum runden Geburtstag eines guten Freundes ein Kissen. Die Stoffe sind von einem Babyquilt übriggeblieben. Der frischgebackene Opa freute sich damals so sehr über die Decke aus Familienstoffen, dass ich jetzt auf die Idee kam, ihm ein Kissen zu schenken. Zum Glück kann man aus Hemden und Blusen viele Quadrate schneiden. Die Stoffe aus Jersey bebügelte ich mit dünnem Vlies, so dass sich beim Nähen nichts verzieht.

Die Überraschung wird groß sein. Ich freue mich jetzt schon auf sein Gesicht. Nun hat er doch die ganze Familie um sich herum, wenn er abends sein müdes Haupt aufs Sofa bettet.





Aus Hemden und Blusen kann man eine Menge Quadrate schneiden.  Die Verteilung von hellen und dunklen Farben klappte ganz gut. Eine rote Paspel fängt alle Farben ein und sorgt für einen schönen Abschluss.











Die Kopfleiste eines Hemdes warf ich damals nicht weg. Jetzt ist sie ein idealer Kissenverschluss.




 


Ausgelesen:


Vor vielen Jahren las ich "Hannas Töchter" bereits schon, die Geschichte der drei Frauen beeindruckte mich sehr. Als der Roman jetzt in der Bücherzelle war, nahm ich ihn mit und hab ihn gestern ausgelesen. Die Geschichte war wieder ganz neu für mich, soviel zum Thema Demenz ....

Drei Frauen - drei Leben: Anna begleite ihre 90-jährige Mutter auf ihrem letzten Weg. Dabei erinnert sie sich und schreibt die Geschichten auf ... von Johanna, ihrer Mutter Hanna und ihre eigene. Drei Frauenschicksale aus Schweden und ihre Familien ... war wieder interessant.






Mittwoch, Juli 07, 2021

Blaue Stunde


 

Schon lange fertig sind die beiden Kissen, endlich gibt es einen Grund sie zu zeigen.  Susanne und Michaela riefen das Sommerthema aus  "Wasser und Detail". Na, das passt doch. 


Die Stoffe färbte ich in einer Wasserlösung. Die Mittelblöcke druckte ich mit Farbe, Wasser und Sonne. Es sind jetzt meine Sommerkissen, die bei Bedarf im Strankorb oder auf der Bank daneben sitzen dürfen.





Beide Kissen haben einen amüsanten Spruch, die ich mit der Nähmaschine aufgeschrieben habe.  Sie sind nur beim genauen Betrachten auszumachen. 

Dieser passt zum aktuellen Wetter: 

"Bei Regen sind wenigstens alle Schaukeln frei."




Hier schrieb ich:

"Ich habe heute nichts zu tun, außer fröhlich zu sein. "






Freitag, Januar 15, 2021

Jetzt musste es gelb sein


Letzten Sonntag habe ich bei Rostrose gelesen, welche Wirkung die Farbe gelb auf uns Menschen hat. Der Artikel hat mich so sehr angesprochen, dass ich sofort in mein Nähzimmer gegangen bin, habe mir die Schublade mit den gelben Resten geschnappt und geeignete Schnipsel herausgesucht.






Ich wollte ein Kissen nähen und begann zu planen Vor kurzem sah ich bei Saija einen Quilt. Sie verarbeitete kleine Reste zu Planenten-Blöcke. Sowas stellte ich mir gut als Sonnenkissen vor. Als ich mir den Quilt genauer betrachtete, bemerkte ich, dass die Planeten eigentlich Log-Cabin-Blöcke sind. 

Aus einem großen Tischkalender schnitt ich ein Quadrat und viertelte es. Dann zeichnete ich mir die Farbverteilung auf und los ging das fröhliche Nähen.




Die Stoffreste nähte ich zu Streifen und baute so den großen Blog. Ringherum verarbeitete ich auch Webkantenreste von Stoffen aus Finnland und vom Schweden. Mir gefällt die Verbindung, da mir der Blog aus Helsinki als Inspiration diente.

Wegen der vielen Nahtzugaben bügelte ich alles besonders gut. Vor dem Quilten legte ich noch eine Lage alter Tischwäsche als Stabilisation auf die Rückseite. Der Blog ist hier etwa 55 cm x 55 cm. Nach dem Quilten begradigte ich alles auf 52 cm, so hatte ich eine reichliche Nahtzugabe für ein 50er Kissen.





Mit gelbem Garn quiltete ich eine riesige Spirale. Diesmal begann ich in der Mitte (sonst verrücke ich den Beginn etwas zur Seite). Ich hole den Unterfaden hoch, und beginne mit kleinen Stichen und der geringsten Geschwindigkeit der Maschine. Die erste Runde ist wirklich sehr langsam, nach zwei Stichen drehe ich das Stoffstück immer wieder, um eine schöne Rundung zu erhalten. Als Orientierung dient dann die Füßchenbreite. 

Ich wählte diesmal den Obertransportfuß, da dieser besser über die vielen dicken Nahtzugaben hopsen kann. Nach und nach vergrößere ich die Stichlänge und erhöhe auch die Geschwindigkeit. 

Dieser Vorgang ist für mich sehr meditativ ... das langsame Nähen und der Blick auf die vorangehende Naht macht mich sehr ruhig. Ich gucke mir Stöffchen an, das mir vor die Augen kommt. Zu den allermeisten fällt mir auch ein, woher ich sie bekommen habe und was daraus geworden ist. Und nun werden auch die kleinsten Reste verarbeitet und fügen sich zu etwas Neuem.

 

 



Jetzt  steht mein kleiner Sonnenschein auf der Couch und stützt meinen Rücken beim Fernsehgucken und Stricken. 







Die Stulpen sind gerade fertig geworden. Jetzt plane ich gerade neue Socken und besondere Stulpen. Doch da warte ich auf neue Stricknadeln, blöd so ein Lockdown.





Fast hätte ich vergessen die Rückseite zu fotografieren, dabei finde ich sie auch sehr gelungen. 

In meinem Stoffvorrat fand ich nichts passendes. Ganz unten im Schrank liegen abgelegte Klamotten. Sie sind unmodern aber aus gutem Material. Eine Bluse meiner meiner Mutter stellte sich als ideale Rückseite heraus. Der feine Baumwollstoff ist noch tadellos in Ordnung, das Rückenteil hat keine Abnäher und die Knopfleiste dient gleich als Verschluss ... alles fügt sich.


Ausgelesen:



Endlich gelesen: "Die unendliche Geschichte". Ich weiß gar nicht, warum mir das Buch nicht früher in die Hände fiel, schließlich habe ich es mal einer meiner Töchter geschenkt. Ihr kennt die Geschichte bestimmt, deshalb brauche ich ja nichts darüber schreiben, mir hat es jedenfalls sehr gefallen.
Als der Film jetzt im Fernsehprogramm lief, wollte ich erst gucken, machte dann aber aus. Schon die ersten Szenen entsprachen nicht meiner Vorstellung ... und die wollte ich mir nicht nehmen lassen. 




Sonntag, Februar 17, 2019

Erinnerungsquilt für Sandra



Ich wollte schon lange einen Quilt aus verschieden großen Quadraten nähen. Nun ist einer fertig und ich kann ihn bei herrlichem Sonnenschein präsentieren.




Die Stoffe sind aus getragenen Blusen und Shirts von der Schwester meines Mannes. Sie ist im letzten Jahr gestorben. Sandra war eine aktive, sportliche Frau, so war auch ihre Kleidung: blau, grau, weiß, schwarz, türkis, aubergine - Streifen und Karos - ein Mix der gut zusammen passt.




Ich hatte keinen Plan und hab einfach drauflos geschnitten und genäht. Zuerst hab ich große Vierecke aus den Blusen geschnitten, 21,5 cm sind die größten. Es ist gar nicht so einfach aus Damenkleidung so große Flächen zu schneiden. So guckte ich wie es reichte, 16,5; 11,5 und 6,5 cm sind die anderen Quadrate. Daraus nähte ich größere Blöcke und diese zu Streifen.




Als Rückseite stellte ich mir was Blaues vor. Ich fand dann erst mal nichts in meinem Stoffladen, das Angebot an überbreiten Stoffen war nicht so groß. Die Verkäuferin gab schon auf und beschäftigte sich lieber mit ihrem Handy ... ? Doch ich wollte unbedingt fertig werden und suchte angestrengt. Jetzt sind die Sterne blau. Das Binding machte ich wie die Rückseite aus dem beigem Stoff und alles fügt sich gut zusammen.





Eine Erinnerung an Sandra - der Quilt ist für ihren Lebenspartner.




Die orange Bluse hatte eine höheren Kunstfaseranteil, so dass ich sie nicht im Quilt verarbeiten wollte. Daher nähte ich noch ein Kissen - hier ist die Vorderseite ....



  .... und die Rückseite.








Sonntag, Februar 12, 2017

Glückskäfer


In dieser Woche war ich bei Moni zum Geburtstag eingeladen. Natürlich nähte ich ihr eine Glückwunschkarte. Den Stoff des Hintergrundes habe ich bemalt und anschließend weiter mit der Schablone bearbeitet. Für die Schablonentechnik nehme ich gern die EMO-Farben. Da sie nicht angerührt werden müssen, kann ich mit wenig Aufwand interessante Effekte auf den Stoff bringen.
Darauf kann jetzt der lustige Käfer seine Runde drehen.




Heute war es sehr kalt bei uns. Eigentlich war es nur der eisige Wind, der unter die Haut ging. Aber es gibt ja kein schlechtes Wetter, mit der richtigen Jacke habe ich den Spaziergang um den See sehr genossen. Nach einer Weile kam sogar die Sonne raus. Nachmittags nähte ich für eine liebe Freundin ein Kissen. Sie wünschte sich so eins als kleines Kopfkissen. Daher habe ich auf jegliche Verzierung verzichtet. Damit es nicht drückt habe ich auch keinen Reißverschluss eingenäht. und schneller zu nähen ist so ein Hotelverschluss sowieso. Wer wie ich immer wieder vergisst, wie das am Einfachsten geht - hier habe ich nachgeguckt: Kreativlabor Berlin




Sonntag, Juni 26, 2016

Färbefest, Stoffmarkt und Glückskissen


Während fast im ganzen Land die Unwetter tobten, schwitzen wir bei unglaublichen 36 Grad im Schatten und versuchten weißen Stoffen neue Farbe zu geben. 
Die meiste Zeit verbrachten wir daher im Pool. Ich habe gerade mal zwei Stufenfärbungen gemacht - Grün und Orange brauche ich immer mal.



Aus Sonnengelb, Orange und Fuchsia sind die schönen Lollipop-Stoffe entstanden. Dazu habe ich die weißen Stoffe erst in Sodawasser getränkt und dann feucht in Plastebehälter drapiert. Die Farbe verteilte ich darauf mit dem Becher bzw. mit der Pipette. Durchgedrückt werden die Stoffe nicht mehr. Die schönen Verlaufseffekte entstehen, weil die Farbe sich verteilen kann wie sie will.



Eigentlich sollte Drucken das Thema des Tages werden ... Na ja, es müssen ja nicht immer die Mengen sein.


Und dann war wieder Stoffmarkt - in diesem Mal das erste Mal in Potsdam. Es sieht so aus, dass Stoffmarkt´s liebstes Kind (sonst wurde Potsdam 3 x im Halbjahr angefahren) in Ungnade gefallen ist. Na ja, hat auch Vorteile, spart Zeit und Geld :)




Es waren wieder viele Menschen da - und auch das Fernsehen.
Im Vorübergehen habe ich von einem männlichen Begleiter aufgeschnappt "und alles nur wegen Stoff".  Ja wirklich, wer soll denn das alles vernähen! Wer hat denn diese Zeit, ich leider nicht. Alles hat eben auch was Gutes, einmal Markt im halben Jahr reicht mir völlig.



Ich habe sehr zielorientiert gekauft - mein nächstes Projekt wird ein Geschenk, Gewünscht wird eine Tasche, das Material habe ich nun beisammen. Na ja, Vlies habe ich vergessen, Aber ich glaube in meinem Regal liegt noch was.



Jetzt ist es auch bei mir soweit, ohne Nadeleinfädler ist Nähen vor dem Fernseher nicht mehr möglich. Damit ich nicht suchen muss, habe ich gleich zwei gekauft, einer bleibt im Nähzimmer, der andere kommt ins Wohnzimmer. Und ein ganzes Streichelstöffchen habe ich mir gegönnt .





Ganz schnell genäht habe ich letzte Woche noch ein kleines Kissen. Die Stoffe lagen so verführerisch herum, da dachte ich, die zukünftige Großmama braucht auch ein Glückskissen. Wenn die Tochter weit weg ist und man nicht so helfen kann wie man möchte, dann müssen andere Wege gefunden werden - Stoffe verbinden.



Irgendwann wird das kleine Menschlein erkennen, da wo die kleinen Kissen sind gibt es Liebe und Familie.





Sonntag, Juni 19, 2016

Babyjäckchen


Ich habe ein Baby-Glücks-Jäckchen genäht. Meg hat mir von einem hübschen Brauch erzählt: demnach soll die erste Kleidung für das neugeborene Baby aus einem Hemd des Vaters genäht sein. Das bringt Glück.



Natürlich habe ich zuerst ein Probejäckchen genäht. Den Schnitt hat mir Meg geschickt, er ist einem Puppenkimono nachempfunden. Die Ärmelweite hat mir so gar nicht gefallen. Ein Kollege von mir ist gerade Vater geworden, Er nahm das Kittelchen (so nennt er das Jäckchen) zur Anprobe mit nach Hause, Und meine Vorahnung hat sich bestätigt, es war gar nicht möglich die Ärmchen in das Jäckchen zu stecken. Sein Tipp war: Jersey würde die Sache sehr vereinfachen.
Da hat er natürlich recht, doch die Männerhemden sind nun mal in Leinwandbindung verarbeitet und damit weniger dehnbar.




Somit musste der Schnitt verändert werden. Die Ärmel sind jetzt weiter und runder angesetzt.



Die Innenseite des Jäckchen ist aus einem Hemd des werdenden Papas. Der Stoff ist sehr schön fein und weich. Die Außenseite ist aus einem schönen Westfalenstoff mit maritimen Motiven. Die Familie liebt die Insel Sylt.


Die Mama braucht auch ein wenig Unterstützung und hat zusammen mit dem Babyjäckchen ein kleines Kuschelkissen zur Stärkung bekommen. Die Stoffe sind aus der Familie, sie werden auch in dem Babyquilt auftauchen. 




Ein Vorgeschmack auf den Babyquilt ist die Rückseite des Kissens. Die Schildkröten sind aus kuscheligem Baumwollflanell. Aus dem Papahemd war noch soviel Stoff übrig, dass ich daraus Schrägstreifen für die Paspel schneiden konnte.




Das zweite Mal blüht diese Rose bei mir. Sie heißt "Apple Blossom", Inzwischen hat sie die Pergola erklommen und rankt sich oben entlang. Die großen Dolden locken viele Bienen an.  Selbst nach dem großen Regen ist die Blüte nicht zermatscht.




Und dann blüht endlich der Rittersporn bei mir. Das Blau ist sehr intensiv und überstrahlt das Beet.







Sonntag, Februar 21, 2016

Neue Kissen


Meine Tochter hat sich neue Bezüge für ihre Sitzkissen gewünscht. 
Natürlich habe ich das gern gemacht, Nähwünsche sind mir die liebsten.



Zunächst machte es mir Spaß in meinem Stoffvorrat zu kramen um die verschiedensten Kombinationen auszuprobieren.



Bei einer Größe von 90 x 90 cm braucht man doch eine große Menge an passenden Stoffen. 



Der Mix an unterschiedlichen Farben und Strukturen wird durch viele Stepplinien zusammengehalten. Sicherlich trägt die Steppereien auch dazu bei, dass die Kissen eine längere Lebensdauer haben.




Denn die Stoffe sind doch sehr verschieden, hier fanden Wolle, Kord und verschiedene Baumwollen aufeinander.



Übrigens habe ich alles auf ein großes Stück Stoff aufgesteppt und hinterher zugeschnitten.



Zum Geburtstag gab es wieder einen besonderen Kuchen von Laura. 




Den Wald als Thema erkennt man auch aufgeschnitten. Die Füllung war herrlich sahnig.




Natürlich gab es von mir auch eine Geburtstagkarte - Blumenelfe mit Schweinchen.

Sonntag, Juni 28, 2015

Textile Art 2015


Heute war ich mit Helena und Renate in Berlin zur Textile Art. Es war ein sehr schöner Tag, mein kreativen Speicher hat sich gut gefüllt. Besonders beeindruckten mich die Quilts von Luitgart Möschle. Sie sind nach dem Quilten und Besticken nachträglich bedruckt worden. Sowas habe ich schon mal im Internet gesehen und hatte es im Hinterkopf. Jetzt habe ich große Lust es selbst auszuprobieren.





"Stadt, Land, Fluß" war eine sehr experimentelle Gruppenausstellung der "Textilwerkstatt Berlin". Im Blog von  Rita Zepf  bestaune ich oft die poesievolle textile Bilder.

Dann waren da noch die fantasievollen Collagen von Frauke Lara Düll. Es gab so lustige Titel wie "Plötzlich waren sie da, sagten nichts und nahmen alle Zeitungen mit" oder "Zu seinem Entsetzen entdeckte Punk Merry, dass die schwarzen Reiter plötzlich motorisiert sind". Die Bilder dazu ließen mich schmunzeln.

Gekauft habe ich nicht viel - mein Materiallager ist gut gefüllt - der Kalender der "Textilwerkstatt Berlin" wird mich im nächsten Jahr jeden Tag begleiten.




Genäht und verschenkt habe ich in dieser Woche ein Mohnblumenkissen. 



Die Paspel gibt dem Kissen einen feinen Rahmen.





Als Verschluss wählte ich wieder einen Reißverschluss, der Aufwand ist nur ein bisschen größer.




Es sieht schöner aus - finde ich.





Die Rosen haben unsere Terrasse in diesem Jahr besonders schön eingerahmt. Hier umschlingen sich "Raubritter" und "Félicité et Perpétue".




Einen großen Auftritt hat auch "Apple Blossom"- die Bienen sind ganz verliebt.