Freitag, Februar 26, 2021

Mathematik - Miniatur 8/52



Mathematik war schon immer ein schweres Thema, vor allem in der Schule. Heute glaube ich allerdings, uns "Mädchen" wird Mathe einfach falsch erklärt oder schlecht gemacht.  Wie auch immer, Mathe und Gestaltung ist auch nicht mein Thema.




 
Zuerst kramte ich wieder in meinen Drucken und fand ein geerbtes Stück Stoff einer lieben Freundin. Der passte super ...  fliegende Quadrate und Zahlen ...  ein missratener Fototransfer auf Organza ... Kopfzerbrechen ... meine Assoziation mit Mathematik.

Verlinkt ist die Miniatur wieder bei Frau Nahtlust. Sie sammelt alle Miniaturen in einer Linksammlung.














Samstag, Februar 20, 2021

Insekten - Miniatur 7/52

 



Bei Susanne werden heute Insekten gesammelt. Zu diesem Thema fiel mir viel ein. Zuerst waren es die Ameisen. Ich beobachte gern, wie diese winzigen Krabbler unendliche Straßen bilden, scheinbar ohne Karambolagen. Es muss ein tiefes Verständnis füreinander geben. 

Dann entschied ich mich aber für die Libelle. Warum kann ich jetzt gar nicht sagen, es muss wohl eine Sehnsucht in mir schlummern nach sommerlichem Flirren am Wasser.








Beim Stöbern in meinen Büchern fand ich verschiedene Figuren. Aus ersten Zeichnungen entwickelte ich einen Stempel.





Natürlich braucht eine Libelle eine schöne Umgebung. Auf der Suche nach einem Schablonenmotiv kramte ich in meinen Papieren und fand den Hauswurz - könnte so auch als Wasserpflanze durchgehen.





Am Tag drei begann das Spiel mit den Farben. Ich schnitt mir entsprechend große Teile aus meinen selbstgefärbten Stoffen zu und probierte verschiedenes aus. Sehr gute Ergebnisse brachte meine Schablone hervor, indem ich sie unter meinen Siebdruckrahmen legte und damit druckte.

Nicht begeistert war ich von meinem Libellenstempel. Den nächsten Tag verbrachte ich damit eine brauchbare Libellenschablone zu schneiden. So huschhusch ging das gar nicht, ich musste einige Malee neu beginnen





Dann war ich im Flow und druckte immer weiter ... eine schöne Serie hab ich nun.





Libelle vor den ersten Schneeglöckchen.




Libelle im kleineren Format im Weißdorn.




Jede Karte ist anders






Hier quiltete ich besonders viel und arbeitete gefärbte Fäden mit ein. Das Drucken hat mir riesigen Spaß gemacht ... mit guter Vorbereitung klappt das also auch im Winter auf dem Arbeitstisch.

Weitere Insekten findet ihr in der Galerie der Miniaturen. Das nächste Mal heißt das Thema Mathematik, mal sehen, was mir dazu einfällt.









Freitag, Februar 19, 2021

53 ist eine Primzahl


Nachdem mein Bruder mehrmals mit dem Zaunpfahl darauf hinwies, dass er noch keine Decke von mir bekam, beschloss ich ihm eine zum 53. Geburtstag zu nähen. Ich brauchte eine Weile um mich für Muster und Stoffe zu entscheiden. Da er gerne nach Norwegen zum Angeln fährt, ist es ein Fischschwarm geworden.





Dafür suchte ich meine blauen und blaugrünen selbstgefärbten Stoffe heraus und begann erst mal ein paar Tage lang Quadrate zu schneiden. 





Hier stehen wir gerade auf dem zugefrorenen Seddiner See - der Himmel spiegelt sich im blinkendem blauen Wasser des Quilts.





Ich entschied mich wieder für Wolle als Vlies. Es ist wärmend im Winter und kühlt im Sommer. Es hat sich gut quilten lassen und auch beim Waschen ist nichts mit der Decke passiert.





Da ich noch breiten weißen Flannellstoff hatte, beschloss ich auch die Rückseite selbst zu färben. Eigentlich sollte sie noch ein bisschen dunkler werden (ich hatte Türkis und Schwarz gemischt) doch bin ich froh, dass die Farbe schön satt geworden ist.






Fotografiert haben wir am letzten Wochenende, als traumhafter Schnee und strahlende Sonne Brandenburg in ein Winterwunderland getaucht haben. Am Sonntag konnte ich den Quilt verschenken - die Überraschung ist jedenfalls gelungen :) 
















 

Sonntag, Februar 14, 2021

Valentinsstrümpfe


 

Strümpfe zum Valentinstag  ... gestrickt ... jeden Tag ein Stück ... das Muster gab hier hier


Freitag, Februar 12, 2021

Herzallerliebst - 6/52

 

 

Schon beim letzten Thema "Neon rockt" behaupte ich, dass ich Schwierigkeiten mit der Umsetzung hatte. Wie ich nun feststellen musste, war das nichts im Vergleich zum Thema dieser Woche "Herzallerliebst". Achgottchen ...Herzchen, Hündchen, Kätzchen, viele niedlichen Bilder schwirrten durch meinen Kopf. 





Ich begann erst mal rosa kleine Stöffchen auszulegen. Die hatte ich noch aus der Prä-Internet-Ära. Damals gab es Kataloge und die Stoffläden schickten Pröbchen durch die Gegend - das waren noch Zeiten.  





Da lag sie dann erst mal, eine rosa Fläche. Ich spielte mit Schrift aus einem Groschenroman - nichts passierte.






Ich räumte in meinem Stoffschrank und nähte vor Verzweiflung erst mal zwei Frühchentops. Später versuchte ich durch gedruckte Schrift die Farbe zu brechen, klappte nicht. 







Nun legte ich Tüll drauf und quiltete mit schönem dicken Garn Herzchen auf den Untergrund ... und wartete auf die Inspiration.

Gestern endlich zeichnete ich auf wasserlösliches Vlies ein herzverliebtes Paar, legte es auf hellgrauen Organza und stickte die Linien nach. Da steht es nun und guckt in die rosarote Zukunft.


Noch mehr Miniaturen findet ihr bei Susanne. Sie initiierte das große Jahr der Miniaturen.



Freitag, Februar 05, 2021

Neon rockt - 5/52 Miniatur


Neon rockt - eine starke Vorgabe, dazu kommt - ich brauchte eine Geburtstagskarte - eine mit Schafen. 

Neon ist so gar nicht meine Farbe (Sagt man das so?) Warum verbinden wir Neon mit knalligen Tönen? Neon ist ja eher ein farbloses Gas. Guckt man bei Wikipedia nach, so findet man Interessantes.  Neon regt durch Gasentladung in Leuchtröhren zum orangeroten Leuchten an ... andere Gase, andere Farben.

In meinem Nähzimmer befindet sich genau ein leuchtendes Stück Stoff, das galt es zu finden.  Nach einigen Fehlversuchen und konzentriertem Nachdenken fand ich es schließlich gut versteckt in einer Projektbox. 

Die Schafe zeichnete ich wieder auf Pergamentpapier vor und stickte die Konturen nach. Sie konnten das Ausschneiden fast nicht erwarten. Spot an ... nun rocken sie.


Wie immer findet ihr alle Miniaturen zum Thema bei Frau Nahtlust.








Mittwoch, Februar 03, 2021

Meerschweinchen machen Hula Hoop


Im letzten Jahr durfte ich von Sophie die Zeichnung eines Meerschweinchens benutzen, um daraus eine Siebdruckschablone zu machen. Als Dankeschön nähte ich ihr eine Tasche, die ein voller Erfolg wurde. Daraufhin wurden Begehrlichkeiten im Freundeskreis geweckt und ich wurde gebeten noch eine Tasche zu nähen.





Zuerst musste ich neue Meerschweinchen drucken. Dafür suchte ich einen Stoff aus meiner Färbekiste, und siehe da, ich fand einen, der die perfekte Meerschweinfärbung hatte. Gut, dass ich oft färbe nach dem Motto "mal gucken was passiert". 




Es wurde gewünscht, die Schweinchen auf grüner Wiese tanzen zu lassen. Also kramte ich in meiner grünen Schublade nach geeigneten Resten und baute die beiden Seiten zusammen. 




Der Hula-Hoop-Reifen bekam durch das Quilten den idealen Schwung.





Hier die andere Seite, große und kleine Reste drapieren sich um das hüpftschwingende Nagetier.






Zum Rand hin nehme ich gern lange Streifen, so dass die Nahtzugaben beim Zusammennähen nicht zu dick werden. Außerdem lassen sich die Flächen besser begradigt.







Auf der anderen Seite tummelt sich wieder eine kleine Schafherde die staunend zusieht.




Witziges Detail ist der Reißverschlussanhänger - das Schwein ist zwar überhaupt nicht mit dem lustigen Meerschweinchen verwandt, fühlt sich aber stark angezogen - das muss am Namen liegen.




Im Tascheninneren platzierte ich wieder ein kleines Täschchen für Krimskram.




Und hier ist der Boden, die Hula-Hoop-Reifen schlagen kräftige Wellen.

Die Tasche hat nun eine glückliche Besitzerin. Als Lohn bekam ich eine Geld-Spende, die ich für Rückseitenstoff und Vlies für Frühchenquilts verwende ... so macht Resteverwertung richtig Spaß.





Sophie wünschte sich noch Haarbänder ... hier sind sie.



Ausgelesen:

Das Buch fischte ich aus unserer Bücherzelle. Das Cover sprach mich an, ich hatte Lust auf einen Schmöker.

Aufhänger ist ein beliebtes Motto unserer Zeit - das große Aufräumen und die wichtigsten 100 Dinge. Eine junge Frau ist verheiratet, wird betrogen, lässt sich scheiden, denkt oft an die erste große Liebe, hat eine schwere Krankheit hinter sich, findet eine neue Liebe? Alles gute Zutaten um in einen Leserausch zu gelangen. Hat bei mir nicht funktioniert, vieles ist zu vage und schleppend.




Donnerstag, Januar 28, 2021

Aufbruch - Miniatur 4/52



Das große Jahr der Miniaturen - in dieser Woche ist das Thema "Aufbruch". Meine ersten Ideen musste ich verwerfen, andere waren schneller und präsentierten ihre Miniatur bei Susanne. Für mich war klar - Aufbruch heißt Beginn, es geht los, per Gefährt oder zu Fuß. 


Nun musste eine neue Idee her. Freund Zufall kam mir mal wieder zu Hilfe und präsentierte mir das Thema in dem Buch "Der lautlose Aufbruch" von Renate Feyl. Das Buch erschien im Jahr 1981 im Verlag Neues Leben, Berlin. Darin wird von Frauen erzählt, die nicht gewillt waren, ihr Leben in Einfalt und Unterordnung zu verbringen.


Im ersten Porträt  wird Maria Sibylla Merian beschrieben. Sie lebte vom 1647 - 1717. Ihr Glück war, dass Ihr Stiefvater ihr Talent erkannte und  sie im Malen und Kupferstechen ausbilden ließ. Da ich vor vielen Jahren bereits die Biographie las, wusste ich um ihr unglaubliches Werk. So erschien im Jahr 1679 das Buch "Der Raupen wunderbare Verwandlung und sonderbare Blumennahrung". Vor ihr beschrieb niemand die Metamorphose der Insekten so genau wie die Merian. Am bemerkenswertesten aber war für mich ihre Reise nach Suriam, die sie als 52 Jahre alte Frau unternahm. Im Jahr 1699 wagte zum ersten Mal in der Welt eine Frau, eine Forschungsreise dieses ungeheuren Ausmaßes anzutreten.





Und so kam der Schmetterling auf die Karte. Den Falter malte ich mit Butterbrotpapier aus einem Buch ab. Dieses legte ich als Vorlage auf Stoff und nähte mit schwarzem Faden die Striche nach. Anschließend kolorierte ich willkürlich mit Aquarellstiften. Der Schmetterling nahm Platz auf einem bedruckten Stoff, dabei ist nicht ganz klar, ob er sich selbst auf die Reise macht.







Samstag, Januar 23, 2021

Stille - Miniatur 3/52



Jede Woche ein neues Thema. In dieser ist es "Stille". Ich hatte sofort viele viele Assoziationen: Weite, Berggipfel, Wasser, Meditation. Das Gute an der wöchentlich wechselnden Aufgabe ist, man muss loslegen, kann nicht lange abwägen, so landete ich beim Haiku.



 
Viel wusste ich nicht darüber, es gibt Vorgaben zur Zeilenanzahl und zum Silbenrhythmus. Aber wie genau geht das? Traditionell besteht ein Haiku aus drei Zeilen mit jeweils 5-7-5 Silben. Daran hielt man sich lange auch im deutschen Sprachraum. Seit der Jahrtausendwende geht man allerdings andere Wege, da der Informationsgehalt japanischer und deutscher Wörter unterschiedlich ist. Ich hielt mich  trotzdem an die traditionelle Form, um ein Gefühl für diese Gedichte zu bekommen.

Ein Haiku handelt von der Gegenwart, es gibt einen Bezug zur Jahreszeit und Natur. Zwischen den offenen Texten und klaren Formulieren liegen kleine Geschichten. Es wird nicht alles gesagt, der Leser hat Platz für eigene Interpretationen.





Dienstag, Januar 19, 2021

Ein Quilt für Oskar



Oskar hat natürlich auch eine Decke bekommen, allerdings hat sich keine Gelegenheit ergeben schöne Fotos im Freien zu machen. Es ist einfach viel zu grau, in dieser Woche schneite es sogar in großen große Flocken.


Von den Familien der Oskar-Eltern bekam ich Familienstoffe. Das sind Blusen, Hemden, Tücher ... bunt gemischte Materialien und Strukturen. Für solche Aktionen breite ich zuerst alles vor mir aus und sortiere. Jersey und besonders leichten Stoffen bügle ich ein dünnes Vlies unter. So verzieht sich nichts beim Nähen.




Hier ist Oskars Familie miteinander vereint, Katarina, ihre Mutter, der Bruder und die Oma? Von Katarinas Mutter erhielt ich ein wunderschönes Tuch mit slowakischem Motiv. Es ist aus einem synthetischen Material. Ich sonderte es aus, weil es ja nicht gebügelt werden kann. Und beim Patchworken bügele ich unweigerlich viel.

Doch nach dem Schneiden der Quadrate überlegte ich es mir anders. Schließlich sollte Katarinas Mutter auch einen Platz in der Decke ihres Enkels erhalten. Daher verzichtete ich auf das Bügeln dieser Blöcke, dafür strich ich die Nahtzugaben besonders gut aus.





Hier sind Oskars Eltern und Großeltern vereint - Katarina, Philipp, Petra und Ralf.





Ein glitzernder Schmetterling hat auch auf der Decke Platz genommen. Emilia ist die große Cousine von Oskar.





Die Familienstoffe füge ich gern zu 4-Patches zusammen. Dabei sortiere ich gern die Familien in den unterschiedlichsten Konstellationen. Mit den großen Zwischenblöcken in hellblau ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild.






Lange gerungen habe ich mit dem schmalen dunkelblauen Streifen. Mir schwebte immer ein schmaler roter Rand vor. Doch, welchen Ton ich auch legte, das war es nicht. 







Dunkelblau finde ich jetzt perfekt. Daher konnte auch noch ein heller blauer Randstreifen folgen.





Weil nun alles in blau war, nahm ich Abstand vom geplanten Rückseitenstoff und bestellte neuen. Dieser wunderbare Stoff passt doch perfekt. Besondere Tiere sind im Wald unterwegs, sie werden wohl gut auf Oskar achten. 






Einen roten Rand bekam die Decke jetzt ganz zum Schluss. Wie schon beim Glücksjäckchen ist das für mich das I-Tüpfelchen - weiß-blau-rot - die Farben der Slowakei.



 

Für einen Gesamteindruck breitete ich die Decke auf unserer Treppe aus. Das Licht ist ganz ok. Die Farben sind ganz gut getroffen. Für eine Babydecke ist der Quilt schön groß geworden - 135 cm x 114 cm. 

Jedes Mal, wenn so ein Familienquilt vor mir liegt freue ich mich über die Harmonie. Alles fügt sich zu einer kuscheligen Decke, die Liebe und Geborgenheit spendet.