Sonntag, August 14, 2016

Zicken im Spreewald


Eine Kahnfahrt die ist lustig - dachten sich die Zicken und so machen wir uns letzte Woche auf in den Spreewald. Den Kahn hat Susanne bestellt, einfach so auf gut Glück ginge das gar nicht.  Es waren unwahrscheinlich viele Leute unterwegs. Viele wollten selbst paddeln, andere wie wir ließen sich lieber gemütlich durch die Kanäle staken.




Ich frag mich bloß, warum vor dem Bootshaus so viele Quiltständer standen. Glücklicherweise hatte ich meinen frisch gequilteten NYB dabei.




Unterwegs machten wir mit unserem Kahn eine kleine Pause um Gurken und andere Leckereien zu kaufen. Hier sieht man schon die ersten Herbstboten.
Ostereier gab es allerdings nicht mehr. Renate sammelt die kunstvoll verzierten sorbischen Eier und wünschte sich ein rotes. Leider stieß sie damit auf großes Unverständnis. Dafür erhielten wir wir eine kostenlose Lehrstunde über den Unterschied von Wenden und Sorben :(





Sieht doch einfach toll aus - kräftige Batikstoffe  auf altem verwittertem Holz.




Die einzelnen Blöcke habe ich immer mal zwischendurch genäht, Es sind ja anspruchsvolle Muster, die viel Zeit brauchen. Die Vorlagen habe ich mir bei Ula Lenz geholt.




Auch von hinten macht der Quilt eine gute Figur.

Beim Färbefest habe ich ganz vergessen den Rückseitenstoff für den Quilt zu färben. Doch in der Schüssel geht das auch ganz fix.

Das freie Quilten hat mir wieder großen Spaß gemacht. Bei dem Muster kann man ja gar nichts falsch machen. Fehler werden leicht verziehen, weil man ja keine sieht. So wie die Schnörkel kommen, soll es eben sein. Ein paar Mal habe ich mir Ideen für die Ecken auf Papier gemalt. Dann weiß man so ein bisschen wie man den Quilt unter der Maschine führen muss.



Witzig - meine Collage aus Quiltblöcken.



Beim Schlangenkönig waren wir Kaffee trinken.



Inzwischen hat das gute Stück allerdings eine neue Liebhaberin gefunden. Meine kleine Schwester hatte Geburtstag. Und weil das ein ganz besonderer war, gab es einen besonderen Quilt.



Sonntag, Juli 31, 2016

Entschleunigung auf Hiddensee




Nach der anstrengenden Woche waren wir reif für die Insel. Die Räder ließen wir zu Hause und nahmen statt dessen einen kleinen Quilt mit.



Es ging nach Hiddensee. Die Insel ist für Privatautos gesperrt, hat keine Brücke und ist dadurch nur mit dem Boot erreichbar.
Die Entschleunigung begann schon, nachdem wir das Auto in Schaprode abgegeben hatten.
Wir hatten noch viel Zeit bis die Fähre kam und konnten dadurch dem Hafenteiben zusehen.

Hiddensee ist ja eine ganz kleine Insel, sehr schmal und ca. 16 km lang. Die westliche Seite besteht fast nur aus breitem weißen Sandstrand. Es gibt drei Hafen - in Neuendorf, Vitte und in Kloster. Eine vierte Gemeinde liegt ganz im Norden, das ist Grieben.
Unsere kleine gemütliche Ferienwohnung war in Kloster.




Von dort aus konnte man Wanderungen in den Dornbusch machen, das ist der hügelige Teil im Norden mit Steilküste und Leuchtturm.



Die höchste Erhebung ist der Bakenberg mit ca. 70 m.



Die Uhren ticken auf so einer kleinen Insel wirklich noch anders. Manche mögen es langweilig finden, es passiert ja nicht viel. Doch guckt man genau hin, findet man wieder die Kleinigkeiten im Leben, die wirklich wichtig sind.




Zum Beispiel stehen vor jedem Laden praktische Quilthalter.
Manche Leute stellen hier ihre Fahrräder ab.




Auf den Wiesen wachsen saftige Kräuter und bieten eine romantische Kulisse zum Fotografieren.

Nun, da auch der Quilt entschleunigt ist, habe ich ihn heute den Großeltern übergeben. Der Quilt ist ein ganz besonderer. Fast alle Quadrate sind aus Kleidungsstücken der Familie. Interessanter Weise konnte ich auch Jersey, Cord und Mischgewebe wirklich gut verarbeiten.
Die großen Quadrate mit den Schildkröten sind aus weichem Flanell. Ich denke die unterschiedlichen Materialien werden, den Kerl zum Tasten und Erkunden anregen. Denn zu Tasten gibt es eine ganze Menge, nicht zuletzt durch die Quiltlinien.


Die leuchtend grüne Rückseite ist aus Westfalenstoff.



Ausgelesen:






Ich habe alle drei Teile hintereinander gelesen. Nachdem ich den ersten Film gesehen habe war ich neugierig. Es war angenehme Unterhaltungsliteratur, nicht mehr nicht weniger. Auch wenn in den Büchern manches anders ist, reicht es meiner Meinung nach die Filme zu sehen.



Sonntag, Juli 24, 2016

Radwandern von der Saalequelle nach Naumburg

Unseren Sommerurlaub haben wir in diesem Jahr geteilt - zuerst Radwandern - danach Entspannung am Meer. Die Radtour im letzten Jahr von Berlin zur Insel Usedom hat mir sehr gefallen. Man muss sich auf nichts konzentrieren, wichtig allein ist das Ankommen. Wenn es nicht zu anstrengend ist, kann man dabei auch die Gegend genießen. Aber dass ist mir in diesem Jahr auch nicht ganz gelungen.

Auf die Idee bin ich gekommen, als ich zwischen Weihnachten und Neujahr im Fernsehen eine Reportage über die Saale sah. Durch ihre vielen Biegungen und Schleifen, gesäumt von Burgen und Schlössern, gehört sie zu den schönsten Flüssen in Europa.
Der Winter ist eine gute Zeit zum Planen: mein Mann hat die Etappen ausgerechnet und Unterkünfte gebucht. Für mich blieb dann nicht mehr viel zu tun, nur Taschen packen und los.



Tag 1 (Samstag) - von Münchberg nach Fattigau


Wir sind von Michendorf mit dem Schönen-Wochenend-Ticket gestartet. Es ging früh um 6 Uhr los mit Umsteigestationen in Dessau - Leipzig - Hof. Um 12 Uhr kamen wir in Münchberg an. Wir haben uns auf die Tippeltappeltour mit der Bahn eingestellt, daher war alles stressfrei. Das Frühstück bereiteten wir zu Hause vor. Es gab wie zu Kinderzeiten große Stullenpakete mit gekochten Eiern, Obst und Gemüse - gegessen wurde in der Bahn. Ein Reisender hat uns sogar seinen Tischplatz angeboten.

Vor dem Umsteigen hatte ich etwas Bammel, verlief dann aber völlig problemlo. In Dessau muss man nur die Seite des Bahnsteiges wechseln. Die Gleise in Leipzig liegen alle auf einer Ebene. Nur in Hof musste ich mein Fahrrad schleppen, fast jedenfalls. Mir kam sofort ein Mann zu Hilfe, der mein Rad die Treppen hoch trug; mit Gepäck wohlgemerkt. Das wäre mir hier im Berliner Raum passiert! Unglaublich diese Franken! 

In Münchberg konnten wir dann endlich Rad fahren. Zuerst wollten wir zur Saalequelle. Die ist in Zell im Fichtelgebirge. Und da waren auch schon die Berge, puh ist das anstrengend so ein vollbepacktes Rad zu schieben. Die Quelle liegt mitten im Wald, es war schön kühl und mit neuem Schwung begann dann wirklich unsere Tour immer an der Saale entlang. Der nächst größere Ort war Schwarzenbach an der Saale. In einem kleinen Café gab es leckere Torte und dann war es auch nicht mehr weit bis zu unserer ersten Übernachtungsstation: Landgasthof Braukeller in Fattigau.
Vis a vis befand sich eine kleine Brauerei, die bereits seit 1353 Bier braut. Natürlich war das das erste Getränk was wir zu uns nahmen. So schön frisch und kühl, direkt an der Saale sitzend, lässt es sich gut trinken. Übrigens ist die Dichte nirgends so hoch wie in Oberfranken: auf 7.230 km² soll es es 200 Brauereien geben.

Gefahrene Kilometer am 09.07.2016 - 41,8 km



 Tag 2 (Sonntag) - von Fattigau nach Bad Lobenstein 


Gut ausgeruht rollten wir los Richtung Hof. Es war sonnig und warm, viele Radler waren unterwegs. Wegen unserer großen Taschen wurden wir immer wieder gefragt woher/wohin, es gab mehrere Empfehlungen was wir uns ansehen sollten -  ein nettes Volk sind die Franken.
Zeit blieb nur für einen Spaziergang durch den Fernwehpark.
Dann lernte ich das Fichtelgebirge mit den Schiebebergen kennen. Schiebeberge deshalb, weil ich es nicht schaffte hochzufahren, jedenfalls nicht ohne Akku. Bisher verweigere ich mich ja noch der neuen Technik. Ein paar Jahre will ich noch mit eigener Muskelkraft fahren, aber eine gute Alternative sind die neuen Bikes auf jeden Fall. Wir trafen einige (ältere) Herren, die damit die Tour gut bewältigten.

In Hirschberg wird die Saale Grenzfluss zwischen Bayern und Thüringen, wir pendelten immer hin und her. Bemerkenswert fand ich den Blick zum Brückenrasthaus Frankenwald. Sonst rast man im Auto daran vorbei.

Allerdings verloren wir dort irgendwie unsere Route. Bemerkt haben wir das in Eisenbühl. Der Besuch des Eisen-Skulpturenparks wird eigentlich nur als Alternative beschrieben. Gelohnt hat es isch jedoch, es gab viel zu sehen:



Dann kamen wir in Blankenstein an, es ging zum Glück viel bergab. Wir fuhren über den Selbitzsteig und kamen am Start- bzw. Endpunkt des Höhenwanderweges "Rennsteig" an. Hier treffen mehrer Wanderwege zusammen, vielleicht bekamen wir deshalb kein Quartier in Blankenstein?

Radfreundlich war die Stadt auch nicht, es gab merkwürdige Wege. Fuhren wir anfangs auf der Straße, wurden wir irgendwann umgeleitet zum Beginn des Radweges, den zu finden nicht einfach war und dann standen wir am Start und kamen den Berg kaum hoch. Es ging so steil bergan, der Neubau hätte auch als Sprungschanze gelten können. Manchmal weiß man nicht, was die Planer sich denken.Vielleicht gab es eine Förderung von der EU - die verbraucht werden musste? Dieser neue Radweg führte uns schließlich wieder auf die Straße - viel Lärm um nichts - für uns nur mehr Weg und Anstrengung.

Ich wurde dann schon quengelig, denn das Ziel rückte näher. Doch zu früh gefreut, der Weg nach Bad Lobenstein ging nur bergan, genauer gesagt steil bergan = 3 km schieben!
Doch es sollte sich lohnen. Wir hatten eine schöne Unterkunft im Hotel der Destillerie & Marktbrauerei. Ihr könnt Euch vorstellen wie das Bier gezischt hat - naturtrüb und schön süffig :)


Gefahrene Kilometer am 10.07.2016 - 54,8 km



Tag 3 (Montag) - von Bad Lobenstein nach Altenbeuthen



Der Tag wird schwierig, dass wusste ich spätestens nach dem Blick ins Höhenprofil der Etappe. Es gab vieeeele Berge, und zum Ende der Tour warten noch zwei besonders steil aufragende Brocken auf mich. Aber bis dahin war noch Zeit - wir starteten in den Tag mit einem schönen Sektfrühstück.
Dann ging es hoch und runter - immer an der Saale lang? Schön wär´s. Wir fuhren durch das Thüringer Schiefergebirge. Die Saale schlängelt sich durch die Landschaft und wir können sehen wo wir bleiben. Hier waren die Wegebauer etwas milder mit den Radlern gestimmt, die Strecke war zwar steil, doch es gab Bänke zum Ausruhen und Zeit die Aussicht zu Genießen.

Oben angelangt in Burgk verlangte uns nach einer schönen Stärkung. Es muss wohl am Montag gelegen haben, weit und breit war kein Mensch zu sehen, geschweige denn ein geöffnetes Rasthaus. Also weiter - auf der anderen Seite des Berges fanden wir eine sehr schöne Bank an der Saale mit Blick auf das Schloss Burgk. Das musste für eine Pause genügen.

In Ziegenrück fanden wir endlich eine schöne Einkehr, so gestärkt konnte ich den ersten großen Brocken angehen. Nach einem langen Anstieg kommt zum Glück oft eine rasante Abfahrt, diesmal mit Kurs auf die Fähre nach Altenroth. Dort fanden wir endlich eine schöne Badestelle. Zum Glück war das Wasser glasklar und herrlich frisch.

Vor dem letzten großen Berg verführte ein Schild zum kleinen Umweg - diesmal gab es Eis in Nachbarschaft vom Ökohof. Hier hätte man auch ein schönes Quartier nehmen können. Aber wir haben Zimmer in Altenbeuthen, also los. In Serpentinen schoben wir uns hoch. Hier hätte ich mir ein Fahrrad mit Akkubetrieb gewünscht. Man hat keine Vorstellung wie schwer so ein Rad beim Schieben werden kann, noch dazu mit schweren Gepäcktaschen. Aber ich habe es mir ausgesucht und letztendlich doch geschafft.

Gefahrene (incl. gelaufene)  Kilometer am 11.07.2016 - 58,8 km



Tag 4 (Dienstag) - von Altenbeuthen nach Krossen


















Nach einem guten Frühstück waren die Taschen wieder schnell gepackt. Es ist ja erstaunlich mit wie wenig Kram man durch die Gegend fahren kann. Die Wetterprognose war sehr sonnig, so dass wir die schweren Regensachen mutig zu Hause gelassen haben.

Sehr beeindruckend war in Hohenwarte die Talsperre. Sie dient der Stromversorgung und reguliert den Wasserstand für die Saale-Elbe-Schifffahrt. Auf dem Markt in Saalfeld versorgten wir uns mit frischem Biogemüse und beobachteten das Treiben. Weiter ging es durch Schwarza und Rudolstadt. In Rudolstadt war das Wochenende vorher das größte Folk-Roots-Weltmusik-Festival. Über der Stadt erhebt sich die Heidecksburg. Geht man durch die Gassen findet man an vielen Ecken kleine künstlerische Anstupser. Kleine Gedichte, moderne Skulpturen und geschichtliche Informationen sind unaufdringlich in den mittelalterlichen Kulisse eingeflochten. Gern hätte ich hier mehr Zeit verbracht.

Wir hatten es nicht mehr weit nach Krossen. Im Hotel "Edelhof" war unser Quartier. Hier gab es viel Fachwerk, dahinter moderne Zimmer und thüringische Küche.

Gefahrene Kilometer am 12.07.2016 - 54,6 km


Tag 5 (Mittwoch) - von Krossen nach Kleinheringen


Die letzte lange Etappe liegt vor uns, ist wird die längste der ganzen Tour werden. Dafür gibt es fast keine Berge mehr. Bisher haben wir alles gut geschafft. In Kahla waren wir wieder in der Innenstadt, auf dem Markt und liefen durch die Gassen. Dabei entdeckten wir ein Schild mit dem Hinweis auf Werksverkauf im Ort. Dorthin wollten wir gern und nahmen einen kleinen Umweg in Kauf. Natürlich ließen wir uns auch zum Kauf verführen. Das Geschirr wurde uns direkt nach Hause geschickt.

Nun lag Jena vor uns, aber im Rücken grollten dunklen Wolken. Also traten wir kräftig in die Pedale und konnten dem Gewitter entfliehen. Aber die große Stadt war auf einmal zu viel für uns. wir schlenderten nur kurz durch die Innenstdt und wollten dann weiter. Jetzt kam das Gewittergrollen aus der anderen Richtung auf uns zu. Diesmal gab es wohl kein Entrinnen und weit und breit erst mal keine Möglichkeit zum Unterstellen in Sicht. Mario sah ein Hinweisschild einer Gaststätte und wir rasten wie der Wind dorthin. Leider machte sie erst abends auf. Doch der Biergarten war nur mit einer Kette gesichert. Da blieb nur ein beherzter Griff zur Kette und wir waren im Trocknen. Und dann ging es auch schon los, es schüttete aus Kübeln. Glück gehabt - eilig hatten wir es nicht und so warteten wir geduldig ab. 

Eine Stunde später konnten wir weiter fahren, es tauchten dann irgendwann die ersten Weinberge auf und einige Kilometer später waren wir in Kleinheringen im Hotel "Sonnekalb".  Das Hotel ist ein alter, restaurierter Vierseithof. Die Zimmer waren modern und liebevoll eingerichtet. 
Wer Zeit und Muße hat, könnte sich das hauseigene Museum mit Werkzeugen aus den letzten Jahrhunderten ansehen. Uns verlangte nur nach einer ordentlichen Stärkung, es gab hausgemachte Thüringer Klöse und Roulade.

Gefahrene Kilometer am 13.07.2016 -  72,6 km


Tag 6 (Donnerstag) - von Kleinheringen nach Naumburg



Nur noch ein Katzensprung trennt uns von Naumburg. Dort endet unsere Reise. Schade eigentlich, denn von hier aus geht es fast nur noch schnurgeradeaus zur Saalemündung. Ich hoffe im nächsten Jahr können wir hier wieder einsteigen und die letzten Etappen radeln.

Natürlich haben wir uns den Dom angesehen und Uta besucht.
Dann wollten wir aber nach Hause. Mit dem Zug klappte das wieder prima - über Leipzig und Dessau. Übrigens zahlt man für Räder in Sachsen-Anhalt und Thüringen kein Beförderungsentgelt. In Brandenburg war es dann aber wieder fällig :)

Gefahrene Kilometer am 14.07.2016 - 19,6 km

Sonntag, Juli 17, 2016

Ein Haus für Meg




Meg hatte Geburtstag. Und weil das ein ganz besonderer Geburtstag war, haben die Zicken für Sie genäht. Die Zimmer wurden sehr liebevoll gestaltet. Ich bin gespannt darauf, wie Meg ihr Haus einrichten wird. Ich habe mich bei der Anordnung für das Foto von praktischen Überlegungen leiten lassen, daher ist bei mir das Bad über der Küche. Aber lasst uns mal in Ruhe durch das Haus gehen.




Hereinspaziert!
Wally hat eine schöne Holztür mit Rosenranken bewachsen lassen. Das Schild darüber zeigt dem Besucher den richtigen Weg. 





Die erste Stärkung erhalten wir im Wohnzimmer mit großzügigem Esstisch. Meg hat hier uns hier schon oft empfangen und uns mit köstlichsten Speisen bewirtet. Susanne hat das wunderschön in Szene gesetzt.





Die Küche habe ich gestaltet. Vor dem Fenster stehen Kräuter und auf dem Herd kocht gleich das Wasser für frischen Tee. Der Kühlschrank ist gefüllt mit vielen Leckereien.






Dann geht es die Treppe hoch in die nächsten Etagen. Den Quilt könnte man auswechseln. Kathrin hat ihn als kleinen Miniquilt an die Wand gehängt. Besonders raffiniert hat sie das Treppengeländer gestaltet.





Kerstin hat das Kinderzimmer eingerichtet. Das Bett ist dreidimensional gefaltet und auch dieses Wandbild könnte man abnehmen. Für den Schrank hat sie sich wieder was Besonderes einfallen lassen.





Die Tür lasst sich öffnen, und man bekommt einen Überblick über die Garderobe.






Bei der Gestaltung des Badezimmers war Renate sehr einfallsreich. Man merkt dem Blöckchen an, dass sie viel Spaß bei der Sache hatte, Angefangen vom kleinen Quitscheentchen und dem Schwamm auf der Wanne, über den Handtuchhalter und dem Badeläufer aus Frottee. Witzig finde ich auch den Fön am Waschtisch.





Für ein gemütliches Schlafzimmer hat Bettina gesorgt. Das nostalgische Bett hat kuschelige Kissen mit den Initialen des Paares. Die Pflanzen sorgen für behagliches Klima.




Natürlich gibt es in dem Haus auch ein Nähzimmer. Karin hat es mit viel Liebe gestaltet. Mit der Elna und den Werkzeugen auf dem Tisch kann ein neues Projekt gestartet werden.


Die Maße der Blöcke sind immer gleich, so passt alles gut zusammen. Die Zimmer sind 31 cm breit und 23 cm hoch. Die Eingangstür und das Treppenhaus haben das gleiche Format nur längs: 23 cm breit und 31 cm hoch.
Meg darf jetzt alles mit Zwischen- und Randstreifen verbinden. Vielleicht setzt sie dem Ganzen noch ein Dach auf. Auf jeden Fall hat sie beim Zusammensetzen genug Gelegenheit alle Blöcke ausgiebig zu betrachten.
Es war wieder ein sehr herausforderndes Projekt der Zicken mit tollen Ergebnissen.












Sonntag, Juli 10, 2016

Glückwunschkarten zum Geburtstag


Zwei Juni-Geburtstagskinder bekamen Glückwunschkarten mit Blümchen.




Die Inchies hatte ich für das Buch genäht. Als ich nach einer Idee für die Geburtstagskarten suchte, fielen sie mir wieder in die Hände. Sie lagen ganz vergessen in einer Schachtel und haben wohl auf den perfekten Moment gewartet.  




Zuerst wollte ich für die Karten einen Untergrund herstellen (Stoffe auf Vlies kleben und quilten). Zum Glück fiel mir noch meine kleine Kiste mit bedruckten Stoffen ein. Die Sunprint-Blätter fand ich ideal für die kleinen Blüten



Die Inchies sind aus Filz gemacht. Um die Struktur nicht zu zerstören, habe ich die kleinen Quadrate mit der Hand aufgenäht. Das Blaugrün finde ich toll zu den hellgrünen Blütenteilen. Es ist immer gut ein paar Sunprint-Stoffe im Haus zu haben :)


Ausgelesen:



Ich weiß gar nicht wie dieses bezaubernde Büchlein in meinen Haushalt gekommen ist. Es hat eine kleine, feine Geschichte zum Inhalt. Das Besondere an der Geschichte sind die vielen wunderschönern Zeichnungen.



Es ist mehr eine Bildergeschichte für Erwachsene - unbedingt angucken und lesen.



Sonntag, Juli 03, 2016

Spitzenrock




Mein Rock ist endlich fertig. 

Man möge ja meinen, so schwer ist der Schnitt ja nicht, doch wenn man das Futter falsch zuschneidet, neues besorgen muss und dann wieder nach neuer Zeit zum Nähen suchen muss, dauert es eben.



Die Spitze habe ich in Leipzig in einem Kaufhaus gekauft. Sie war ursprünglich hellgelb. Ich wusste ja, dass der Rock gelb-blau werden sollte, daher passte die Farbe für mich ganz gut. Die Materialzusammensetzung fand ich nicht ganz passend - 80 Baumwolle / 20 Polyester. Ich wusste ja dass Polyester die Farbe nicht annehmen wird. Doch der Stoff war so preiswert, dass ich das Experiment wagen wollte.


Bemalt habe ich den Stoff mit EMO-flüssiger Textilfarbe von Helena. Damit die Farbe nicht verläuft habe ich sie mit Verdickerpulver angerührt. Mit einem Schaumstoffspachtel ließ sich die Farbe gut aufgetragen. Das ging ganz flott. Am längsten gedauert hat es den Tisch mit Folie abzudecken. Darin wickelte ich die Spitze nach dem Bemalen auch ein, legte das Paket in die Sonne und wartete auf den nächsten Tag. Nach einem kurzen Spülgang mit dem Gartenschlauch, habe ich den Stoff ganz normal in der Waschmaschine gewaschen.


Besonders schön finde ich, dass die Stickereien hell geblieben sind, dass muss der Polyesteranteil sein. An den Stellen, wo besonders viel Farbe hingekommen sind, sind die Blüten kräftiger. Ich hatte eine Weile überlegt alles noch mal zu bemalen. Doch meine Zicken haben mich überzeugt - so wie die Farbe ist, ist sie gut.




Schwierig fand ich dann ein passenden Oberteil zu finden. Meine T-Shirts sind meist türkis. Aber ein blaues Shirt hatte ich dann auch.




Der Unterrock ist weiß, also passt auch ein weißes Oberteil ganz gut. Ich könnte mir jetzt noch aus einem Spitzenrest irgendwas basteln, eine Schleife, Brosche oder so.


Ausgelesen:





Roald Dahl kennt bestimmt jeder. Er hat "Charlie und die Schokoladenfabrik" geschrieben.
Dieses Büchlein besteht aus elf Kurzgeschichten - alle bitterböse - aber zutiefst menschlich.
Unglaubliche Geschichten, die man sich aber genau so vorstellen kann.