Sonntag, Juni 11, 2017

Knopfblüten



Meine letzten Geburtstagskarten habe ich aus selbst gestaltetem Stoff gemacht.



Zuerst wurde der weiße Stoff mit verschiedenen Grüntönen bedruckt. Nach dem Trocknen nahm ich eine schöne Schablone und setzte mit gelb Akzente. Die großen runden Tupfen machte ich mit einem Schaumstoffpinsel.




Hier habe ich den Stoff schon zerschnitten und mit Vliesofix auf Pelmet gebügelt. Mit dem Quiltfuß quiltete ich grüne Linien und damit hatte ich einen schönen Hintergrund.



Jetzt habe ich noch bunte Knöpfe aufgenäht 





 und dann waren die Geburtstagskarten fertig.



Ausgelesen: 


Von einer lieben Freundin bekam ich dieses Buch geschenkt. Der große Trip führt Cheryl durch die Wüsten Kaliforniens, über den Kamm der Sierra Nevada durch den Bundesstaat Oregon bis zur "Brücke der Götter" im Bundesstaat Washington - immer dem Pacific Crest Trail entlang. Es muss eine ungeheuerliche Wanderung gewesen sein, mit schwerem Rucksack, durch Schnee und Eis, Hitze und Einsamkeit. Es war ein weiter Weg, an dessen Ende sie zu sich selbst gefunden hat.

Sonntag, Juni 04, 2017

Pfingstwetter


Nachdem die letzten Tage furchtbar sehr heiß waren, weckte mich heute anhaltender Regen.




Eigentlich wollte ich etwas im Garten arbeiten. Aber ich bin ja flexibel und nahm die sich bietende Gelegenheit war, um endlich mal wieder zu nähen.




Schon seit acht Wochen schreibe ich die Temperaturen nur in meinen Kalender. Zum Nähen hatte ich keine Zeit oder wegen der Wärme keine Lust. In den letzten Wochen sind viele heiße Rottöne dazu gekommen. So kann es für mich in den nächsten Monaten bleiben.




Nachdem sich nachmittags der Regen endlich verzogen hatte, machten wir noch einen Spaziergang durchs Dorf. Die Luft war erfüllt mit Düften von Blüten und Blättern.

Ein neues Buch befindet sich seit Kurzem in meinem Besitz:
Ich versuche mich ja immer mal mit dem Klamottennähen. Röcke kann ich jetzt ganz gut. Doch Kleider sind ein großes Trauma. Ich habe mal extra einen Kurs besucht, um ein Kleid nach meinen Maßen zu nähen. Es war wunderschön und passte fast überall. Doch leider wurde die Länge zwischen Schulter und Brustpunkt nicht beachtet. Dadurch passte es mir nicht, die Schulterlänge war zuviel. Ändern konnte oder wollte ich nicht. Das Kleid wurde gefüttert und durch die Schulternaht nach innen gewendet.
Nun möchte ich von gut passenden Kleidern den Schnitt abnehmen und danach nähen.




Helfen soll mir dabei das neue Buch "Gut kopiert ohne auftrennen". Hier wird gezeigt wie man von Lieblingsklamotten einen Schnitt erstellt werden kann. Dazu werden auch die Grundlagen des Nähen erläutert, es wird gezeigt wie man Maß nimmt und wie der benötigte Stoff berechnet wird. Es gibt jeweils extra Kapitel für Röcke, Kleider und Blusen. Abschließend werden Handtaschen dupliziert.
Ich bin gespannt und werde Euch auf dem Laufenden halten.



 Ausgelesen:



Nachdem mich der Roman "Blackout" von Marc Elsberg völlig fasziniert hat, wollte ich unbedingt "Zero" lesen. Diesmal stehen die Datenkraken Google, Facebook und Co. im Mittelpunkt des Romans. Wir hinterlassen überall unsere Daten, werden von Kameras erfasst, sind dadurch gläsern und berechenbar. Die Story ist flott und unterhaltsam beschrieben. Der dicke Wälzer hat Spaß gemacht zu lesen, ein bisschen mehr Tiefe hätte ich mir gewünscht. Doch insgesamt mache ich mir nun mehr Gedanken darüber wie und wo ich meine Daten hinterlasse. Allerdings, kann der moderne Mensch dem wirklich entgehen?

Sonntag, Mai 28, 2017

Saale-Radweg von Naumburg nach Magdeburg


Die Saale entspringt in Bayern im Fichtelgebirge und fließt bei Barby in die Elbe. Zwei Drittel bis nach Naumburg sind wir im letzten Jahr gefahren. Diese Woche erkundeten wir den restlichen Teil.



Am Mittwoch ging es los. Wir sind ganz entspannt nach Potsdam zum Zug geradelt. Mit dem Quer-durchs-Land-Ticket fuhren wir über Roßlau und Leipzig nach Naumburg. Dort wollten wir uns eigentlich die Altstadt ansehen. Es musste aber ein kurzer Abstecher zum Dom genügen, wir wollten losradeln.




Die Saale fließt in einem Bogen um Naumburg herum. Nach einer kurzen Orientierung begannen wir die Tour dort, bevor die Unstrut in die Saale fließt. Sie ist dann auch stürmisch und schnell. Später wird sie breit und behäbig. Nach entspannten 24 Kilometern kamen wir in Weißenfels an. Die Pension "Zur Saale" befindet sich direkt am Ortseingang. Für meinen Geschmack ist die Ausstattung etwas zu spartanisch, Aber die Betten waren gut und es war sauber.

Wenn ihr mehr wissen wollt klickt auf den Link. Mein Mann hat die Tour mit Komoot aufgezeichnet. 

Fahrradtour von Naumburg (Saale) Hbf nach Weißenfels
https://www.komoot.de/tour/t16973430?ref=atd




Am Donnerstag war Feiertag. Das Wetter war ideal. War der Himmel am Mittwoch noch bewölkt, lachte die Sonne schon am frühen Morgen. Glatte Wege, satte Wiesen, die Luft ist erfüllt vom Holunder- und Robinienduft. 
Ich mag den Mai wenn es warm ist, Wenn man dabei mit dem Rad durch die Gegend fahren kann - das ist schon vollkommen. 
Ziel dieser Etappe war Halle. Dort war ein riesiges Volksfest im Gange. Viele Familien und junge Menschen waren unterwegs. Das erforderte unsere volle Aufmerksamkeit. 
Diesmal mussten wir einmal komplett durch Halle fahren. Unsere Unterkunft war in Halle Trotha - Appartment Zum Wolkentor - sehr spirituell.








Auf den Weg nach Bernburg wurden wir von auffallend vielen Rotmilanen begleitet. Ich habe eben nachgelesen, sie haben eine Vorliebe für Fisch. Zu gern hätte ich gesehen, wie sie einen Fang machen. 

Von Halle nach Bernburg 





Den Fisch gefangen hat der Bernburger Bär. 
Bernburg war die Überraschung für uns. Eine sehr schöne Stadt mit Schloss und Turm in denen Till Eulenspiegel auch seinen Schabernack trieb. Nach Bernburg komme ich bestimmt mal wieder um Zeit zu verbringen und die Stadt zu erkunden.
Geschlafen haben wir im SLótel mitten in der Stadt.






Am Samstag blieben uns nicht mehr viele Kilometer an der Saale. Bis zur Mündung sind wir nicht gefahren, es wäre zu weit und kompliziert. Kurz vorher bogen wir ab, um an der Elbe entlang nach Magdeburg zu kommen. Von dort fuhr der Zug direkt nach Potsdam und weiter nach Berlin und Frankfurt (Oder).


Tour 27.05.2017 14:35 Bernburg -  Magdeburg 
https://www.komoot.de/tour/t17193439?ref=atd





Ein schöner Wegbegleiter für mich war das Tourenbuch mit umfangreichen Informationen, Wegbeschreibungen und Sehenswürdigkeiten am Wege. Auch wenn mein Mann die Tour komplett mit Komoot geplant hat, sehe ich doch gern auf der Karte nach, wo genau ich mich befinde. Das Format ist gut gewählt, um das Radtourbuch an der Lenkertasche zu befestigen.





Sonntag, Mai 14, 2017

Sommer in Wahlsdorf


Letzte Woche habe ich es ja schon angekündigt. und nun ist das schöne Wochenende leider wieder vorbei. Wir Zick-Zack-Zicken hatten mal wieder ein traumhaftes Wochenende in Wahlsdorf. Wie gewünscht, hat sich der Sommer nicht lumpen lassen und hat uns die Sonne zur Begleitung geschickt.




Nach fünf Jahren war Beatrice wieder dabei. Sie lebt ja inzwischen in Kanada und hat Ihren Besuch in Deutschland geschickt geplant und konnte dadurch mit nach Wahlsdorf fahren.



Als Projekt brachte sie ihre kleinen fipseligen Hexagone mit. Zu ihrem 40. Geburtstag schenkten wir ihr für das Projekt den ersten Schwung. Inzwischen kann man sagen, sie ist fast fertig. Ich hoffe, beim nächsten Show and Tell zeigt sie uns die fertige Decke. :)




Eine neue Decke hatte Siegrid mit. Das Muster ist einfach zu nähen. Doch durch die geschickte Auswahl der Farben ist der Quilt sehr eindrucksvoll und einmalig. Siegrid lässt ihre Decken immer bei Birgit Bradler quilten. Das Dreiecksmuster als Allover-Quilting ist ein toller Kontrast zu den Streifen.




Genäht habe ich an diesem Wochenende kaum, dafür habe ich zuviel im Garten gesessen und an einer Geburtstagsdecke gequiltet. Bilder zeige ich daher nicht. Aber als sich am Abend die Sonne zur Nachtruhe begeben hat, brachte ich doch eine kleine Strandtasche zustande. Dieses Modell hat sich Petra aus Stralsund ausgedacht. Die Tasche ist groß genug um den ganzen Kleinkram am Strand griffbereit zu haben. Für Ordnung sorgen die Innentaschen und krempelt man die Sache ein bisschen um, liegt alles griffbereit da.
Besonders gefällt mir die Sylter Serie von Westfalen-Stoffe. Eine selbstgemachte Paspel verbindet die beiden Stoffe auf interessante Weise. Beim Fotografieren ist mir aufgefallen, dass die Taschenform dem Segelboot auf dem Stoff ähnelt.




Gegessen haben wir wie immer reichlich. Bei einem Mitbringebuffet gibt es so viele Leckereien zu entdecken.




Kanadischen Ahornblätter - vielen Dank an Beatrice, die uns die tollen Stoffe mitgebracht hat. Ich freue mich sehr. Damit die Stoffe gut zur Wirkung kommen nähe ich daraus ein Täschchen. Wie genau weiß ich noch nicht.



Eine Inspiration könnte mir mein neues Buch geben. Zwar werden hier japanische Modelle vorgestellt, aber einen schönen Schnitt finde ich bestimmt.
Es gibt ein ausführliches Kapitel wie man diese Projekte umsetzen kann. Mit viel Liebe zum Detail werden alle Schritte gezeigt, um so eine besondere Tasche zu nähen.
Von der Citytasche über verschiedene Etuis bis zum kleinen Stecknadelkissen gibt es viele Modelle, die alle mit der Hand genäht werden können. Im Einführungskapitel wird auch genau gezeigt, wie man appliziert Knöpfe bezieht und Reißverschlüsse einnäht. Verschiedene Stickstiche machen die Sache komplett.






Samstag, Mai 06, 2017

Wandern in der Sächsischen Schweiz


Nach Ostern machte die gesamte Familie wieder Urlaub in der Sächsischen Schweiz. Ich mag dieses kleine Gebirge mit den markanten Felsen sehr. Wenn die Straßen frei sind,sind wir in etwa drei Stunden in einer anderen Welt.




Unsere Unterkunft ist in Prossen. Das ist ganz in der Nähe von Bad Schandau. Von dort aus kann man direkt loswandern. Eine sehr schöne Tour führt über den Lilienstein zur Festung Königstein. Oder man läuft zum Pfaffenstein und macht einen Abstecher zur Barbarine. 




Leider ließ sich die Sonne sehr bitten, nur ab und zu lugte sie zwischen den Wolken hervor. Dafür schmückten viele blühende Bäume den Wald und das junge Grün. 
Hier waren wir unterwegs um die Bastei über die Schwedenlöcher zu erklimmen. 




Laura sammelte überall leckere Kräuter, die später im Salat landeten. Ich probiere mal alles aufzuzählen: Brennnessel hat sie kurz in Butter erhitzt um die Brennhaare zu beseitigen. Dazu kamen Knoblauchrauke, Gundermann, Taubnessel, Giersch, Löwenzahn, Sauerampfer und Veilchenblüten. Das Dressing bestand aus Essig, Öl und Honig wenn ich mich recht erinnere. Dazu passt der Feta und man könnte noch Körner hinzufügen. 





Unsere pflanzlichen Abfälle bekamen die hauseigenen Ziegen. Erstaunlicherweise schmeckten ihnen besonders die Bananenschalen.



Nun ist der April vorbei und der Frühling will sich noch nicht richtig einstellen. Ein bisschen tröste ich mich mit Spaziergängen über die Freundschaftsinsel in Potsdam. Trotz der Kälte zeigen sich die Sträucher und Bäume von ihrer schönsten Seite. Auch nächste Woche ist keine Wärme in Sicht. Doch ich hoffe auf Sonne am Wochenende, denn da treffen wir uns wieder in Wahlsdorf. Ich möchte doch so gern unter dem blühenden Obstbaum sitzen und quilten.










Sonntag, April 09, 2017

14 Wochen Wetter


Endlich hat sich die Sonne wieder mal gezeigt und das gerade richtig zum Sonntag. Den Tag haben wir daher im Garten verbracht. Wir haben fast den ganzen Tag Sonne - ich genieße das sehr.




Nachdem ich ein bisschen geschnitten und gebuddelt habe, belohnte ich mich mit einer Lesepause im Strandkorb. Mit dabei war mein neues Lieblingsbilderbuch "Frauen und ihre Gärten".
In dem Buch werden 14 Frauen und ihre Gärten vorgestellt. Neben den wunderschönen Bildern und Grafiken aus den Gärten, erfährt man viel über die Beweggründe der gestaltenden Frauen.
Nacheinander werden englische, deutsche, niederländische, belgische und französische Stile vorgestellt. Mir gefällt besonders, dass vieles auch für kleine Gärten umsetzbar ist.
Das Buch wird mich über das kommende kühle Wetter hinwegtrösten.



Das Wetter sieht schöner aus als es war. Nach dem Nähen bin ich erstaunt, wie schön das Wetter doch aussieht. Die vielen grünen Töne spiegeln das Keimen und Werden im Garten wider. Es überrascht mich immer wieder, wie schnell es in der Natur zur Sache geht. Nun wollen wir hoffen, das wir Ostern auch im Garten Eier suchen können. 

Sonntag, April 02, 2017

Frühchen und Show and Tell


Bevor ich meine Frühchen bei Antje abgegeben habe, musste ich sie noch fotografieren, denn fertig habe ich sie noch nicht gezeigt. Allerdings war der Schwan von meiner Aktion nicht sehr begeistert. Er fauchte mich richtig an, weil ich nicht sofort geflüchtet bin als er auf mich zukam. Ich denke, er wollte Eindruck bei seiner Dame im Hintergrund schinden. 




Das Top nähte ich im Winter. Die Farbkombi blau-braun gefällt mir immer noch ausgesprochen gut.




Die Rückseite hat lustige Pilze. 





Das Top vom zweiten Quilt habe ich erst vor Kurzem genäht, weil ich das Muster ausprbieren wollte. Gequiltet habe ich in der Diagonalen. Gerade bei Frühchendecken sind viele Nähte zuviel des Guten.




Auf der Rückseite tanzen kleine Häschen. Der Schwan hat inzwischen mitbekommen, dass ich gar nichts von ihm will und hat sich wieder beruhigt.



Das Show and Tell in Blossin war sehr abwechslungsreich. Ich habe nicht viel fotografiert, sondern lieber die schönen Quilts genossen.



Brunhilde zeigt einen Sampler. Ich glaube sie hat ihn beim Kurs mit Antje genäht.



Karin bekam von uns zum runden Geburtstag Winding-Way-Blöcke. Inzwischen ist daraus eine Decke geworden.



Angela ist eine wahre Meisterin. Sie quiltet mit ihrer Longarm-Maschine traumhafte Muster. Beim Treffen zeigt sie uns auch einen Quilt, der in Birmingham ausgestellt war. Ich kein Bild, weil er in dunkelblau schlecht zu fotografieren war.  Er ist aber in ihrer Galerie zu sehen.
Hier zeigte sie uns eine Decke in Grautönen mit winzigen rotbraunen Klecksen, hat mir sehr gefallen.



Karin hat noch eine schöne Decke gezeigt. Aus nur zwei Stoffen mit einer interessanten Schneidetechnik nähte sie ein wahres Prachtstück.



Tina hat bei Roswitha mit viel Liebe und Durchhaltevermögen die Blöcke handgenäht. In Blossin nähte sie alles zusammen. Sicherlich sehen wir nächstes Jahr den fertigen Quilt.




Und Kerstin ist auch nicht mehr weit vom Quilt entfernt. Auch sie bekam zum Geburtstag viele Blöcke geschenkt. Leider variierten die Größen um viele Zentimeter. So konnten sie nicht vernäht werden. In einer abendlichen Aktion haben wir zu Viert getrennt, geschnitten und neu genäht. Jetzt fehlt noch ein schmaler und ein breiter Rand - vielleicht näht sie in Wahlsdorf das Top.



Der Frühling kam in der letzten Woche mit Macht. Wenn die Forsythien blühen werden die Rosen geschnitten. Und genau das habe ich heute gemacht.



Aber ich habe auch neu gepflanzt - Ranunkel mit Hornveilchen.



Ausgelesen:


Erzählt wird die Geschichte von Herbert und Hilde, wie sie sich kennen lernen und merkwürdige Sachen miteinander erleben.
Robert Seethaler beschreibt ungewöhnlich genau. Er verliert sich in Details ohne zu langweilen. Wunderschöne Sätze werden zu Bildern.
Vermisst habe ich den im Klappentext beschriebenen Humor. Und das ist meine kleine Kritik am Buch - ich mag nicht wenn Menschen bloßgestellt werden. Aber vielleicht bin ich da auch zu empfindlich.