Samstag, Mai 16, 2026

Fabrik der Fäden in Plauen

 

 

Heute war ich in Plauen unterwegs und ließ mir im Weisbachschen Haus Textilgeschichte erklären. Das ehemalige Industriegebäude wurde aufwendig zum interaktiven Museum umgebaut. Die Spinne Marga begleitete uns auf dem Rundgang und zeigte uns die eine oder andere eingebaute Überraschung in den verschiedenen Etagen. 

 

 

 

Die Stickmaschine mit Pentograph revolutionierte die Spitzenherstellung.


 

Hier kann man gut erkennen, wie durch das Führen des Pentografen mit unzähligen Nadeln viele Spitzenmeter auf einmal entstehen.

 

 

 

Weil ich es so überwältigend finde, hab ich mir den Pentographen ganz nah angesehen. 





 
 
Die sächische Gewerbeordnung von 1861 regelte u. a. die Arbeitszeit von Kindern  ... mehr als 10 Stunden täglich durften es nicht sein.
 
 


Dieser Mehrkopfstickautomat wurde für die Heimarbeit genutzt. Mit Hilfe des Lochstreifens stickten drei Maschinen gleichzeitig. 

 




An der Walzenstation gab es ein Mitmachangebot ... mit verschiedenen Stempeln und Stiften konnten Karten kreativ gestaltet werden.



 

Vitrinen zeigen Spitzenmode aller Art ... Hauben, Kragen, Kleider uvm. Dieser Mantel wurde etwa 1930 getragen. 


 

Noch eine Mitmachaktion: kreiere ein Kleid aus Spitze ... mit Stift auf Papier. Das Bild konnte gescannt werden und automatisch auf das Wandbild projiziert.  Wie man sieht, waren wir sehr produktiv.

 




Bis August gibt es die Sonderausstellung: "Ganz in weiß" ... Brautmoden quer durch die Jahrhunderte.  Dabei fiel mir auf, dass es weiße Kleider noch gar nicht sooo lange gibt. Populär wurden sie um die 19. Jahrhundertwende.



 

Meine Mutter trug zur Hochzeit ein Etuikleid aus Plauener Spitze. Bei ihr waren es Rosenmotive, wenn ich mich recht erinnere. 

 

Wer in der Nähe ist, sollte sich ein Besuch nicht entgehen lassen. Hier trifft Industrie- und Textilindustrie auf das feinste aufeinander. An den Wochentage empfehle ich zusätzlich eine Besichtigung der in der Nähe befindlichen Weberhäuser. 

 

 

 



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