Dienstag, April 26, 2016

Wahlsdorf im Frühling


Quilten unter dem Kirschbaum konnten wir in diesem Jahr nicht. Es war leider zu kalt. Doch das Kaffeetrinken im Garten ließen wir uns nicht nehmen.

Beim anschließenden Show and Tell konnten wir uns mit den Quilts noch die Knie wärmen :)




Wunderschön wird der Quilt von Karin. Sie hat das Top aus Blöcken mit einer raffinierten Schneidetechnik genäht. Nur zwei Stoffe bringen die Decke zum Leuchten - schwarzer Batik mit Multicolor.




Astrid zeigte einen Kuschelquilt aus Flanell. Der begleitet sie auf Reisen, denn man weiß ja nie, ob die Bettdecken warm genug sind.




Siegrid präsentiert ihr neustes Werk - ein klassisches Muster mit klaren Farben.





Knackig frisch - Renates Apfel-Topflappen. Die kann man auch als Untersetzer nehmen.




Entspannungsnähen war mein Wochenend-Motto. Ich habe zu Hause meine Reste aus 7-cm-Quadraten sortiert. So konnte ich ohne nachzudenken vor mich hin werkeln.
Insgesamt 20 Blöcke habe ich aus den blau-grün-gelben Stoffen genäht. Bei meinem nächsten Nähanfall werde ich die 9-Patches mit weißen Streifen verbinden. Kündigt sich ein Baby an, ist dann der Quilt schnell fertig.



Übrig geblieben sind die braunen Stoffen.  Die wollte ich immer schon mal mit blau mischen. Sieht doch super aus, oder? Das Top hat eine Größe von ca. 75 x 75 cm - also ideal für ein Frühchenquilt.



Donnerstag, April 21, 2016

Osterurlaub

Einen neuen Blogbeitrag habe ich schon am Sonntag versprochen - nun kommt heute ein kurzer Einblick in die letzten Wochen:



Es war Ostern, als ich die Mäuse nähte - vielleicht sind sie deshalb ein wenig bunter geworden? Auf jeden Fall sorgt die Körnerfüllung für lockere Muskeln.



Eine lieb gewordene Sitte ist am Ostersamstag der Besuch des Töpfermarktes in Görzke. Im Büro habe ich gern einen bunten Strauß auf dem Tisch, doch das passende Gefäß war nicht immer im Schrank. Daher habe ich mir in diesem Jahr ein paar Vasen gekauft.



Am Sonntag wurden natürlich im Garten Eier gesucht



und beim Spaziergang wurden die neuen Lämmer bewundert.

Ein paar Tage später machten wir Urlaub:
Einmal im Jahr schaffen wir es, dass die ganze Familie einen Termin findet um gemeinsam weg zu fahren. Nachdem wir in den letzten Jahren die Oberlausitz und den Harz erkundeten, sollte es nun die Sächsische Schweiz sein. Es dauert immer eine Weile bis wir eine passende Unterkunft finden. Es ist ja nicht so einfach - wir brauchen sieben Schlafzimmer, einen Gemeinschaftsraum und einen Esstisch für zwölf Personen. So ein Objekt fanden wir in der Nähe von Bad Schandau.

Leider war das Wetter nicht so schön wie erhofft. Ende März ist es eben doch noch kalt. Allerdings lag kein Schnee mehr, so wie im letzten Jahr im Harz. Doch hat uns nichts abgehalten wandern zu gehen.


Der erste Tag führte uns kreuz und quer durch die Stadt. In der Ferienwohnung gab es einen Ordner mit Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Darin war auch ein Quiz über Bad Schandau. Unser Ehrgeiz war geweckt, denn wir rätseln alle furchtbar gern. Nebenbei fanden wir den einen oder anderen Geocache. So lernten wir auf amüsante Weise die ganze Stadt kennen.



Am nächsten Tag gingen wir über den Lilienstein zur Festung Königstein. Mittags hat sich auch der Nebel gelichtet. Auf der Festung zeigte sich dann der blaue Himmel. Der Rückweg an der Elbe entlang war dann nicht mehr schwierig.



Durch die Schrammsteine sind wir am Samstag geklettert. Ich finde, diese Tour ist eine der schönsten Wanderwege im Elbsandsteingebirge. Der Weg führt entlang zerklüfteter Felsen. Über steile Stiegen und schmale Treppen gelangt man immer wieder auf den Kamm.



Die Anstrengung wird natürlich mit tollen Ausblicken belohnt. 




Am Sonntag ging es dann schon wieder zurück nach Hause - nicht ohne einen Abstecher zum Schloss Moritzburg gemacht zu haben. Hier wurde unser aller Lieblingsmärchen gedreht. Leider war die Sonderausstellung "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" nicht mehr zu sehen.




Ja, und als wir wieder zu Hause waren hörte ich ein leises Jammern. Meine Nähmaschine fühlte sich stark vernachlässigt. Von einem Babyquilt hatte ich noch Reste einer Stoffserie mit Wombat. Daraus habe ich diese Blöcke konstruiert. Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht ausgiebig zu nähen. Später werden weiße Streifen eingefügt und fertig ist ein neuer Quilt

Nicht ausgelesen habe ich:



Das Buch habe ich fast bis zur Hälfte gelesen. Es gibt zu dieser Geschichte einen (ersten) Teil "Wilde Schafsjagd". Diese war mystisch und spannend .Was der Schafsmann soll, keine Ahnung - ich habe aufgegeben.




Auch das Chamäleon hat mich nicht gepackt. Eigentlich hatte ich Bücher von Minette Walters spannend und unterhaltsam in Erinnerung. Dieses hier spielt im Umfeld eines traumatisierten Soldaten, er wird verdächtigt Frauen umgebracht zu haben. Die Story ist wenig glaubhaft und langweilig geschrieben - finde ich.


Sonntag, März 20, 2016

Ein neuer Babyquilt


In der Bekanntschaft hat sich wieder ein Baby angekündigt. Das ist für mich immer ein schöner Grund an die Nähmaschine zu gehen. Ich liebe das Ausprobieren neuer Farbkombinationen. Rosa-grün-bunt ist hier mein Motto gewesen.



Für solche Projekte habe ich Schachteln in denen ich Quadraten nach Größe sortiert aufbewahre. Für diese Decke habe ich die 7-cm-Stoffe geplündert. Übrig geblieben sind die blauen und brauen Quadrate. Kombiniert mit hellblau und grün könnte das ein Quilt für einen kleinen Jungen werden.



Der rosa Pünktchenstoff zeigt unvermeidlich - es wird ein Mädchen. Auch die Rückseite der Decke ist rosa gepunktet. Der Quilt ist ca. 100 cm x 120 cm.



Der Frühling kommt mit kleinen Schritten. Es ist bei uns noch ganz schön kalt. Ohne Handschuhe gehe ich morgens nicht aus dem Haus. Die Krokusblüte kann ich in meinem Garten leider nicht genießen. Wenn ich abends gucken gehe, haben sie die Blüten schon zugemacht.. Doch zum Glück lässt sich die Sonne immer öfter mittags blicken.



Sonntag, März 13, 2016

Blossin 2016


46 ist die Zahl des Tages - so viele Frühchenquilts konnte Antje heute mit nach Halle nehmen. Wir waren 20 Frauen, die sich von Freitag bis Sonntag in Blossin zum Nähen und Quatschen trafen.
Eine schöne Tradition ist die Abgabe eines kleines Quilt, den Jede von uns als Eintrittskarte zum Treffen mitbringt. Das es nicht nur bei einer Decke bleiben muss, zeigt der große Stapel.




Im großen Seminarraum haben wir ordentlich Platz für unseren ganzen Kram.




Da Birgitt auch jedes Jahr kommt und ein Auto voll Stoffe und Zubehör mitbringt, können wir den verbrauchten Stoff sofort ergänzen ;)





Und wo genäht wird, da muss man schneiden - was allerdings das Loch in der Mitte soll ist selbst Renate schleierhaft.





Zwischendurch haben Gabi und ich Nadelkissen gefilzt. Durch Schafswolle flutschen die Nadeln besonders gut und weil die Kissen dick genug sind, kann keine Nadel pieken.



Zum Show and Tell gab es eine Menge zu sehen. Allerdings habe ich vieles nicht fotografieren können. (Ich bin groß und habe viele Quilts in die Höhe gehalten.)


Hier guckt Antje hinter ihrem Blumenquilt hervor. Sie hat die Blöcke vor drei? Jahren von uns als Dankeschön für die Organisation bekommen. Damit kann man sich sehr schön einkuscheln und im Strandkorb auf den Frühling warten.





Fast fertig sind die New York Beauties. Die Blöcke nähten wir auch für Anjte - vor zwei Jahren. Die Batikstoffe lassen die aufwendigen Blöcke ordentlich strahlen.




Besonders schön verarbeitet finde ich die Heilenden Herzen. Antje hat die zwei verschiedenen Blockgrößen gut zusammengefügt. Grüne Streifen lassen die Herzen hoffnungsvoll tanzen.






Sehr witzig fand ich die Frau aus Strickdeckchen und weißer Spitze.



Von Carola ist die Sternengalaxie.




Der schönste Quilt des Treffens war für mich die Decke von Gabi.
Sie hat alle Blöcke selbst entworfen und mit der Hand appliziert. 







Sonntag, März 06, 2016

Acht kleine Quilts


Nächste Woche fahre ich wieder nach Blossin um mit vielen anderen Frauen die Nähmaschinen zum Glühen zu bringen. Antje wird wie jedes Jahr kleine Quilts für die Frühchenstation in Halle einsammeln. Bei mir ist es ein kleiner Stapel geworden - ich war im Januar beim Nähen nicht zu bremsen. Drei Quilts habe ich euch noch nicht gezeigt.



Zuerst sind diese beiden Quilts entstanden. Ich hatte von einem anderen Projekt noch ein paar Blöckchen übrig. Jetzt auf dem Bild sehe ich, dass eine Reihe verkehrt ist. Komisch, dass mir das so lange nicht aufgefallen ist. Das muss jetzt so bleiben und ist dann eben ein Erkennungsmerkmal. Denn ich könnte mir vorstellen, dass ein kleines Zwillingspärchen damit wärmend eingepackt wird.



Die Rückseiten sind gleich - auf beiden Decken hoppeln kleine Hasen herum. Gequiltet habe ich wenig - einmal durch die Quadrate.



Unbedingt nähen wollte ich einen Quilt in diesen Farben - rosa-braun-weiß.



Er gefällt mir richtig gut. Bestimmt mache ich sowas mal in blau.




Die Rückseite ist rosa.





Ausgelesen:



So lange habe ich schon lange nicht mehr an einem Buch gelesen. Das liegt sicherlich auch an den über 500 engbedruckten Seiten. Aber ich wollte auch nichts verpassen. Stefan Zweig schreibt in alter Romanciermanier. Er nahm sich viel Zeit das Leben Marie Antoinettes zu beschreiben. Da wurden zwei Kinder vermählt, sie 15, er 17, die Ehe wurde erst 7 Jahre später vollzogen. Zwei völlig überforderte Teenies mussten die Geschicke eines großen Landes leiten. Ich habe jetzt ein anderes Verständnis über die Geschichte jener Zeit. Das Buch hat mich sehr beeindruckt.




Sonntag, Februar 28, 2016

Kleiner Quilt


Vor kurzem habe ist dieser kleine Quilt fertig geworden. Das Top habe ich Anfang Januar genäht. Ich wollte ein paar Stoffe vernähen, die schon Jahre im Schrank liegen. Der braune Stoff hat grüne Sprenkel. Zusammen mit Eulen und Streifen ist der Quilt 65 x 65 cm groß, Die kleine Decke bekommt Antje aus Halle, die dort die Frühchenstation mit kleinen Decken versorgt.




Gequiltet habe ich mit der Maschine ein paar diagonale Linien. Weniger ist mehr, die Nähte könnten drücken.



Den Randstreifen habe ich komplett mit der Maschine angenäht. Eigentlich mache ich das gern mit der Hand, doch zur Zeit stricke ich und habe keine Zeit und Lust zum Handnähen.

Näht man das Binding komplett mit der Maschine an, muss der Streifen von der linken Seite her angenäht werden, der wird ja dann auf rechts geklappt und auch rechts genäht. Ich hab mal ein paar Bilder dazu gemacht.


Den Randstreifen habe ich 4 cm breit zugeschnitten. Damit ich mich mit der Länge nicht verheddere, wickle ich den Steifen auf. Ein Fuß des Anschiebetisches dient als Halterung, so kann sich der Streifen langsam abwickeln. und stört mich nicht.




An der Ecke markiere ich genau den Punkt, an dem die Naht enden soll.





Die Naht verläuft füßchenbreit vom Rand entfernt und endet genau an der Markierung - 0,75 cm vom Rand.




Der Streifen wird nun umgeklappt. Die Nadel steche ich von unten, vom letzten Stich der Naht nach oben, Ich mache eine Markierung mit einem Stift. Genau von diesem Punkt aus nähe ich weiter. So werden die Ecken ganz genau.




Beatrice hat uns vor vielen Jahren in Wahlsdorf gezeigt, wie man Anfang und Ende des Randstreifens ohne dicken Knubbel zusammennäht.

Ich habe mal Fotos gemacht:


Hier treffen Anfang und Ende des Randstreifens aufeinander. Ich lasse eine kleine Lücke.
Die Lücke ist wichtig, sonst ist der Streifen nachher zu lang.
Mit dem Fingernagel mache ich eine scharfe Markierung.



Wenn ich den Streifen jetzt aufklappe, sehe ich diese Falte und kann eine genaue Markierung mit Lineal und Stift vornehmen.




Hier sind beide Linien gut zu sehen.



Die Streifen liegen im rechten Winkel aufeinander, Jetzt die Linien mit Stecknadeln fixieren .




Genau auf dieser Linie nähe ich die beiden Enden zusammen. 
Mit einer letzten Naht ist der Rand komplett angenäht.




Der Randstreifen wird jetzt einmal gefaltet und dann festgesteckt.



Das Annähen ist dann schnell gemacht.