Sonntag, Juni 01, 2014

Büchertasche


Für das Projekt 12 Monate - 12 Taschen habe ich mir diesmal ein Häkelmodell ausgesucht. Das Muster fand ich bei Helena. Sie hat solch eine Tasche von ihrer Schwiegermutter. Mir hat die einfache Struktur gefallen und ich konnte etwas Häkelgarn verbrauche. In meiner Kiste war nur 60er Garn, daher habe ich zweifädig gehäkelt. Das hatte auch den Vorteil, dass ich zwei Qualitäten mischen konnte.



Im Detail sieht man, dass das Muster absolut fernsehtrauglich ist.



Die Lasche habe ich "Frei-Schnauze" gehäkelt. Die Krebsmaschen zum Schluss machen einen schönen Rand. Die Henkel sind lang genug, um die Tasche über die Schulter zu tragen - 60 cm sind es bei mir. Ein schöner Perlmuttknopf macht die Sache perfekt.



Neue Tasche - neues Buch. 
Siebdruck ohne großen Aufwand, gut erklärt von Judith Mundwiler und Gabi Mett. 

Somit Misson erfüllt: "Nix aus Plastik



Im Garten wird es immer enger - es blüht sogar schon der Rittersporn.



Himmelfahrt war auch - mit dem Rad durch die Spargelfelder, 3 Caches geloggt und Bier getrunken. Leider war es arg kalt, zum Glück aber trocken.

Dienstag, Mai 27, 2014

Mystery und Crazy

In der zweite Woche von Veri's Mystery mussten wir die von uns ausgesuchten Stoffe in Streifen schneiden. Leider haben die grünen Stoffe längenmäßig nicht gereicht, so dass ich noch mal umsortieren musste.
Jetzt wird die kleine Tischdecke creme/blau.

Der Mai-Crazy-Block ist auch fertig gestichelt. Leider ist die Mitte noch nackt. Die dafür vorgesehene Batist-Spitze hat sich versteckt. Ich hab schon alles umgewühlt, leider umsonst. Jetzt sitze ich es aus und warte bis sie wieder auftaucht. Heute ausgelesen:
Henry reist ungewollt durch die Zeiten, lernt dabei Clare kennen. Lange müssen beide warten. Selten hat mich eine Liebesgeschichte so berührt - unbedingt lesen!

Sonntag, Mai 25, 2014

Egoistisches Nähen im Mai



Egoistisches Nähen heißt für mich und Helena - jeden Monat etwas zu Nähen was ich schon lange mal machen wollte, aber immer wieder aus Zeitnot oder Faulheit verschoben habe. Nun endlich habe ich eine Pinwand für die Küche. Die wollte ich schon ganz lange haben, spätestens seit ich bei Laura so ein Teil gesehen habe. Und ich muss gestehen, ohne diesen Vorsatz hätte ich sie heute nicht fertig gemacht.

Übrigens hat sich eine Spinne ein hübsches Plätzchen darauf gesucht - ich war sehr erschrocken als sie ankam.



Am schwierigsten war - wie macht man eine Pinnwand! Ein Brett zum Bespannen hatte ich nicht. Beim Aufräumen fiel mir der Bilderrahmen in die Hand. Ich habe ihn mit Lasur gestrichen. Jetzt hat das Holz einen gelben Ton und passt gut zur Tapete. Der Baumwollstoff ist mit Vlies unterlegt. Nach langem Überlegen habe ich mich entschieden alles zu quilten und freue mich total darüber.




Endlich hat die Zettelwirtschaft ein Ende und wichtige Termine sind immer im Blick :)




Die Rosenblüte beginnt - in diesem Jahr haben die Büsche viele, viele Knospen angesetzt. Nach und nach gehen sie auf. Abends ist der Duft am intensivsten. Ich liebe dieses Wetter!



Ausgelesen:


Kurzgeschichten von Siegfried Lenz aus seiner Heimat, den Masuren. Dort lebt ein ganz besonderer Menschenschlag. Nach der ersten Geschichte war ich etwas irritiert, sehr merkwürdig. Doch je mehr ich las desto mehr mochte ich diese Leute. Sie wissen was sie wollen und haben wohl den Schalk im Nacken. Landschaftlich sind die Masuren ja ein Geheimtipp. Vielleicht machen wir irgendwann dort Urlaub und dann sehe ich mir die Gesichter genauer an :)



Übrigens war ich heute anbaden - und es war nicht mal kalt.

Sonntag, Mai 18, 2014

Zwei Großprojekte


In der letzten Woche hatte ich Urlaub. Da das Wetter durchwachsen war, konnte ich mich mit ruhigem Gewissen ins Nähzimmer verkrümeln. Vorgenommen habe ich mir dieses Top zu beenden. Die einzelnen Blöcke habe ich in Blossin schon genäht. In Wahlsdorf wollte ich eigentlich alles zusammennähen. Doch das Wetter war dann so schön, dass ich lieber in der Sonne saß.

Die Blöcke sind zum großen Teil aus getauschten Rosenstoffen entstanden. Die Nahtzugaben habe ich alle in eine Richtung - zur roten Seite gebügelt. Das wurde beim Zusammennähen zum Problem. Ich hätte abwechselnd auch zur grauen Seite bügeln müssen. Dadurch wurde es etwas fummelig, doch ich bin zufrieden. Die Ecken sind alle da.



Das Granny-Top ist inzwischen fast ein fertiger Quilt. Geheftet habe ich letzte Woche. Heute war wieder ideales Nähwetter - es regnete fast den ganzen Tag. Mit dem Quilten bin ich fertig. 




Und auch über 7 m Einfassung ist hergestellt. Mal sehen, wann die nächste Schlechtwetterfront in Sicht ist.




Für den Garten ist der Regen natürlich höchst willkommen.



Ausgelesen:


Meine Nachbarin hat mir das Buch geliehen - die Erzählung spielt Anfang der 80er in der DDR im Schauspielermileu. Eine junge Frau stirbt, der Drehbuchautor sucht nach der Ursache.
Zu empfehlen ist diese Geschichte, um Stimmungen dieser Zeit nachzuempfinden.





Arto Paasilinna mag ich ganz gern. Wobei diese Geschichte die bisher skurrilske ist, die ich von ihm gelesen habe. Es geht mal wieder quer durch Finnland, man begegnet wieder verrückte, aber liebenswerte Typen und erfährt abstruse Geschichten. Was soll ich sagen - selber lesen :)


Sonntag, Mai 11, 2014

Rosenblüte



In diesem Jahr ist diese gelbe Kletterrose die erste, die ihre Blüten in meinem Garten geöffnet hat.
Ich habe sie vor einem Jahr gepflant, sie ist sehr gesund, wächst üppig und hat viele Blüten, die fleißig von Bienen besucht wird.




"Stanwall Perpetue" war sonst immer die erste blühende Rose in meinem Garten. Sie musste sich in diesem Jahr mit dem zweiten Platz begnügen. Ich mag ihre fludderigen Blüten, sie sieht immer etwas zerzaust aus.





Da ich sonst nicht handwerkliches vorweisen kann, zeige ich Euch meine abendliche Häkelei. Ich verbrauche hierbei gut abgelagertes Häkelgarn. Irgendwann wird daraus ein Beutel. Helena hat so eine Tasche, die ist schon viele Jahre alt und wurde einst von ihrer Schwiegermutter gehäkelt. Der Beutel wird später gefüttert.

Sonntag, Mai 04, 2014

Geocachen


Ein langes schönes Wochenende mit der ganzen Familie liegt hinter uns. Wie im letzten Jahr waren wir im Zittauer Gebirge. Nachdem wir im letzten Sommer "aus Versehen" einen Geocache gefunden haben, wollten wir das unbedingt ausprobieren. Völlig unbedarft gingen wir an die Sache heran. Mit dem Smartphone ist es inzwischen kein Problem nach Verstecken zu suchen. Ganz so einfach ist die Suche nach dem Behälter dann nicht. Es ist erstaunlich auf was für Ideen manche Leute kommen. An einem Cache waren wir 4x ehe wir ihn knacken konnten. So macht das Wandern doppelt Spaß :)

Zum Glück gibt es in Berlin und Brandenburg auch ganz, ganz viele Caches - ich glaube, dass könnte eine neue Sucht werden.



Dieses Täschchen habe ich zu Ostern verschenkt, ich wollte es vorher nicht posten. Genäht wurde es im Großen und Ganzen nach der Zaubertäschchen-Methode. Allerdings wird hier noch der Boden für einen besseren Stand abgenäht.
Der Außenstoff ist Batik - frei gequiltet. Einen passendes Futter fand ich in meiner Kiste mit selbstgefärbten Stoffen.

Sonntag, April 27, 2014

Egoistisches Nähen in Wahlsdorf


Unser jährliches Frühlingstreffen in Wahlsdorf war ein Volltreffer.


Bei schönstem Wetter konnten wir den ganzen Samstag im Garten sitzen und dort nähen und schwatzen.




Wir schafften es geradeso unter den blühenden Apfelbaum - die Blüte war fast schon zu Ende. Jeder Windstoß ließ die Blätter durch die Luft tanzen und den Fliederduft durch den Garten wehen.
Die Zick-Zack-Zicke tanzte im Bütenschnee - Helena hat sie dekoriert mit der ersten Brosche, um den Hals hat sie einen gehäkelten Schlauch - ein Rohling für eine Kette.




Die erste Blütenbrosche habe ich schon im Winter begonnen. Für mich sind es Hortensien, die sehr gut zu einem Rock aus Walkstoff passen. Irgendwie sind die Blüten dann in Vergessenheit geraden - jetzt bin ich froh das sie fertig ist, sie gefällt mir total gut. Weil ich noch blaue Kreise in der Box hatte, sind noch Vergissmeinnicht-Blüten entstanden.





Vergissmeinnicht und Hortensie 

Gemacht habe ich sie aus freigeschnittenen Kreisen aus selbstgefärbten Stoffen. So entsteht ein faszinierendes Farbspiel. Aus den Kreisen wurden Yoyos die ich mit Stickfäden unterteilt habe. Jeweils eine Perle markiert die Blütenmitte. Aufgenäht habe ich sie auf Walkstoff bzw. Vlies.



Nachreichen möchte ich auch ein Bild von meinem neuen Lieblingsteller.

Ich habe ihn letzte Woche auf dem Töpfermarkt in Görzke gekauft. Es ist zwar "bloß" ein Teller - doch ich mag ihn gern anfassen, er hat eine klare Form und eine tolle Farbe, die je nach Lichteinfall blau oder grün wirkt.


Ausgelesen:



In dem Buch wird die Geschichte eines englischen Rentners erzählt, der sich unvorbereitet auf eine Reise quer durch England macht. Es ist ein bisschen eine Mischung von "Ich bin dann mal weg" und "der Hundertjährige, der aus dem Fenster ...". 
Doch erst auf dem langen Weg werden die wahren Hintergründe dieser Wanderung offenbart.
Das Buch hat in der Mitte einige Längen - man fragt sich, was soll das - doch alles hat seinen Sinn, wie das so ist, man tritt manchmal auf der Stelle um dann mit neuem Mut weiterzugehen oder umzukehren.
Mir hat das Buch sehr gefallen, ich mag aber auch lange Geschichten, die Platz für eigene Gedanken lassen.








Sonntag, April 20, 2014

Stofftüten zu Ostern




Ein schönes Osterfest wünsche ich Euch noch. Bei dem herrlichen Wetter seid ihr bestimmt auch alle unterwegs gewesen.



Am Freitag war das Wetter ja noch durchwachsen. Doch als wir im Foerster-Garten waren, hat sich der Regen verabschiedet. Ich mag diesen Garten total gern und empfehle einen Besuch zu jeder Jahreszeit - denn hier gilt das Motto - "Es wird durchgeblüht".



Den Töpfermarkt in Görzke besuchten wir am Samstag. Bei der großen Auswahl fiel die Entscheidung schwer. Ich habe mir einen herrlichen, sehr schlichten aber formvollendeten meergrünen Teller gekauft.




Zu Ostern habe ich Beutel verschenkt - den Begriff Stofftüte habe ich vom Freund meiner Nichte. Es war wohl mehr ein Versprecher. Mir hat er gut gefallen, ich finde besser kann man die Alternative zu Plastik nicht beschreiben. Genäht habe ich die Beutel aus abgelegter Bettwäsche aus Mikrofaser. 
Somit ist für diesen Monat auch mein Part für "Nix aus Plastik" erfüllt - insgesamt sind es 9 Beutel geworden.




Sonntag, April 13, 2014


Letzte Woche war ideales Quilt-fotografier-Wetter.
Daher hat sich die Katze meiner Eltern wohl auch gleich in Pose gesetzt.



Der Quilt ist fertig geworden, kurz bevor ich nach Blossin zum Nähtreff gefahren bin. 



Mit dem Nähen der Blöcke habe ich vor einem Jahr in Blossin begonnen. Der Großteil der Blöcke wurde auch dort fertig. Zu Hause war ich noch in Schwung und machte den Rest fertig. Dann lagen die Teile einen ganzen Sommer und Herbst lang. Kurz bevor der Stoffmarkt im November nach Potsdam kam ist das Top ohne Rand fertig gewesen. Auf dem Markt habe ich den Randstoff gekauft - und dann lag alles in einer Tüte.

Dann rückte das Treffen in Blossin näher. Mir fiel auf, dass ich nichts zum Zeigen für das Show and Tell hatte. Das war Motivation genug um endlich den Quilt zu beenden. Durch die kalten Wochenenden Anfang März konnte ich mich ohne schlechtes Gewissen ins Nähzimmer verziehen.




Der Quilt bedeckt jetzt unser Bett - er ist 225 cm x 220 cm groß. Für das Futter habe ich ein dünnes doppelseitiges Klebevlies genommen. So konnte ich das Sandwich allein zusammenbringen. Ich habe die Rückseite auf den Boden gelegt, darauf das Vlies, darauf das Top. Gebügelt habe ich gleich am Boden von der Mitte aus beginnend, Reihe für Reihe. Es hat sich nichts verschoben.





Das Quiltmuster ist leider unspektakulär. Eigentlich wollte ich große Blätter frei quilten, doch ich hatte keine Lust die riesigen Massen Stoff durch die Maschine zu schieben. Außerdem drängte die Zeit.
Auch an den geraden Linien saß ich 2 x 3 Stunden an der Maschine. Jetzt bin ich damit zufrieden. Die Klarheit ist gut für die bunte Fläche.





Für das Rückenteil habe ich gestückelt. Ich wollte keinen Stoff mehr dazukaufen.



Ausgelesen:



Den Film "Philomena" haben wir als Überraschungspremiere im Kino gesehen.
Eine junge irische Frau wurde früh Mutter und von ihrer Familie wegen der Schande ins Kloster "versteckt". Dort bekam sie ihren Sohn, der im Alter von 3 Jahren nach Amerika "verkauft wurde. Sie hat mehrfach versucht ihn zu finden. Erst mit Hilfe des Journalisten ist es ihr gelungen.
Das Buch müsste meiner Meinung nach "Antony" heißen. Denn hier wird das erzählt, was im Film kein Thema war, das Leben des Sohnes von Philomena.
Insgesamt haben mir sowohl Film, als auch Buch gefallen. Beides ergänzt sich.


Sonntag, April 06, 2014

Loop und Kissen


Fertig geworden ist so nebenbei beim Fernsehgucken ein  neues Kissen.


Im Februar war ich schon einmal mit diesem Muster fertig. Ich mag die Zöpfe sehr - als Kissen war es mir aber zu viel, es hat mir gar nicht gefallen. Daher habe ich aufgetrennt und neu gestrickt.



Ganz einfach immer nur Zöpfe - und zwar so:
Für den Rand  2 Maschen links, 2 Maschen rechts im Wechsel.
Die Zöpfe habe ich über 6 Maschen gestrickt und alle 6 Reihen gekreuzt::
3 Maschen links, 1 Zopf, 1 Masche links, 2 Maschen rechts, 1 Masche links, 1 Zopf usw.

Es empfiehlt sich die Knopflochlöchter gleich in den ersten Rand einzustricken.
Ich  habe das nicht gemacht, weil ich zu faul war zu überlegen wie ich das am besten machte.
Es rächte sich aber - da der Rand mit den Knopflöchern sichtbar ist und somit ist der abgekettelte Rand auch zu sehen.
Leider ist der nicht so fest (ist habe das ein paar Mal probiert), wie der Maschenanschlag zu Beginn und sieht dadurch nicht so schön aus. Daher habe ich die Knöpfe aufgenäht und dabei das Kissen zugenäht.





Der Stoff ist mir kürzlich wieder in die Hände gefallen. Den habe ich vor langer Zeit mit Helena bei Philea gekauft. Eigentlich wollten wir ihn färben, doch nachdem Helena kein Glück damit hatte, habe ich darauf verzichtet.



So hell gefällt mir der Loop auch gut.
Das Material ist ein Gestrick das ganz locker fällt und sich wunderbar trägt.