Samstag, Oktober 19, 2013

Geburtstagskarten

Im August/September haben viele Leute Geburtstag, so dass ich mit dem Kartennähen kaum hinterher komme. 



Die letzte Serie "Sonnenblumen" umfasste fünf Karten. Leider habe ich vergessen sie zu fotografieren. Sie waren alle unterschiedlich und ich fand sie so schön. Der Stoff ist selbst gefärbt und in mehren Schichten bedruckt. Durch das Zusammenspiel ist eine Tiefe entstande, die mir sehr gefällt.



Auch dieser Untergrund ist gefärbt und  bestempelt. Eine Quiltblumenwiese tummeln sich obendrauf.
Die grüne Blüte für Laura  fiel mir während der Seewanderung vor die Füße.



Ein Sattelschoner lag am See herum, ich fand die Farben so toll und Nachhaltigkeit ist ja ein großes Thema :) Nach einem Bad in der Waschmaschine war der Bezug nähtauglich.



Karin bekam einen Sunprint-Farn. Die fließenden Farben brauchen nur ein paar unterstützende Quiltlinien. Ein Schmetterlingsinchie macht die Sache komplett.


Ausgelesen:



Ein Geburtstagsgeschenk meiner Kinder. Sie wissen, dass ich "Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen" liebe. "Der Sternenfänger" ist eine ganz entzückende Geschichte. Die Freundin eines kleinen Jungen fällt ins Koma und braucht ein Herz aus Sternen. Wunderschöne Geschichten über die Liebe führen zum Ziel.




Ein Frauenschmöker - spielt in den 20er Jahren in New York und Kansas - nett geschrieben, kann man lesen.


Mittwoch, Oktober 16, 2013

Barcelona


Die Gesichter einer Stadt, 
Tradition und Moderne - nahe beieinander
ich habe mich verliebt :)

Letzten Freitag sind wir nachmittags nach Baracelona geflogen. In Berlin war es kalt, der Himmel grau und schwer. Welch ein Schreck, als es in Barcelona bei der Landung regnete. Doch schon auf dem Weg in die Stadt war davon nichts mehr zu merken (wenn man die wenigen Pfützen ignoriert). Zum Glück gab es jetzt nur noch Sonne und gute Laune.

Erst einmal brachten wir unsere Koffer ins Hotel. Dann blieb noch Zeit für einen ersten Streifzug durch die Ramblas. Natürlich gab es Tapas zum Abendessen und Sangria. Dieses Getränk habe ich noch nie probiert. Ich war überrascht wie lecker es war, gar nicht süß und ruppig wie in meiner Vorstellung.  




Sonnabendvormittag brachte uns die Metro direkt zum imposantesten Bauwerk - die Sagrada Familia.
Die unvollendete Basilika sollte das Lebenswerk von Antoni Gaudi werden. Nach seinem Tod 1926 wurden die Bauarbeiten immer wieder unterbrochen.




Wie lange wirklich noch gebaut werden wird? Bauende soll 2026 - wir sind gespannt.

Den Innenraum haben wir nicht besucht. Die Schlange war irre lang, wir hätten mindestens zwei Stunden angestanden. Man kann Besuchszeiten auch online buchen, das fiel uns aber erst vor dem Abflug ein. Beim nächsten Mal sind wir schlauer.



Weiter ging es mit Metro und Bus zum Park Guell. Hier waren so viele Menschen, das wir gar nicht die berühmte Eidechse gesehen haben. Erst später, beim Spaziergang durch den Park, vermisste ich sie und wir kehrten zurück.




Nicht zu übersehen ist die Schlangenbank. Ab und zu gibt es günstige Momente - kein Mensch zu sehen :) Dabei ist die Bank sehr bequem, die Rundung gibt dem Rücken eine gute Stütze, so dass man gar nicht mehr aufstehen mag.





Von hier oben hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt; die vielen Menschen um uns herum konnten wir gut ausblenden.




Die Moasaikarbeiten stammen von Josep Maria Jujol. Er hat viel mit Gaudi zusammen gearbeitet.
Jedes Stück der Bank ist schön, lässt Staunen und lädt ein zum Berühren. 




Die Casa Batllo - ein Traumhaus. 

Vom Park Güell kommend sind wir mit einem Bus zum Passeig Gracia gefahren. Hier kann man sehr schön flanierten. Eigentlich habe ich mich vor der Reise ganz gut belesen, doch man kann sich nicht vorstellen, wie schön dann alles ist. Hätten vor der Casa Battlo auch so viele Menschen wie vor der  Casa Mila gestanden, wären wir sicherlich gar nicht reingegangen. Doch wir hatten Glück - es war fast leer. Ein Audioguide führt durch die Räume und erklärt mit wunderschöner akustischer Umrahmung das Gebäude.



Fast alles im Haus hat geschwungene Linien. Viel Licht, edles Holz, fließende Formen und Farben ergeben ein vollkommenes Kunstwerk. 

Durch das Suchen nach einem Restaurant, dass vier Leuten gerecht wird, gelangten wir an den Plaza Real im Gotischen Viertel.  Hier sollte sich eigentlich was finden lassen, doch vier hungrige Mägen machten die Entscheidung nicht leicht. Den schönsten Tisch mit bester Aussicht bot uns das Rossini. Neben dem leckeren Essen genossen wir den Blick auf die umliegenden Paläste, Palmen und Straßenkünstler.



Am nächsten Tag wollten wir das Gotische Viertel erkunden. Dazu nahmen wir ein bisschen Anlauf, fuhren mit der Seilbahn auf den Montjuic und genossen erst mal die schöne Aussicht. Grün schlängeln sich die Rambles durch die Stadt. Rechts davon liegt das Gotische Viertel. 



Für den Abstieg stärkten wir uns und bestaunten den schönen Blick auf Barcelona. Zum Glück saßen wir auf der "richtigen" Seite: seaside kostete ca. 50 cent mehr als city view. Dabei fanden wir den Blick auf die Stadt viel schöner.



        Barcelona ist eine sehr lebendige Stadt, voller Muster und Farben.

Sonntagabend konnten wir sogar noch tanzen gehen. Ein ganz schöner Salsa-Club ist die Discoteca Antilla. Hier kann man schon ab 19:00 Uhr die Hüften kreisen lassen. Das die pflastermüden Beine schwer sind merkt man bei der heißen Musik fast gar nicht mehr.



Bevor am Montag unser Flug ging, hatten wir noch Zeit für einen kleinen Strandbummel. Unter blauem Himmel bei weißer Sangria und 25 Grad Wärme schwärmten wir von der schönen Zeit.



Mario ließ es sich nicht nehmen ins glitzernde Wasser zu springen.




Drei Tage sind für Barcelona einfach zu wenig.
Doch wir kommen wieder :)



Montag, Oktober 07, 2013

Wanderung um den Seddiner See


Ich bin am Seddiner See aufgewachsen. 
Ab und zu umrunden wir den See - oft mit dem Rad und im Winter gern mit Schlittschuhen,
Im September machte sich ein großer Teil der Familie mal wieder per pedes auf den 10-km-Rundweg. 




 Für die Zwischenmahlzeit musste man sich nur ein bisschen recken.




Zufallsfund - ein Geocache - wir waren ganz begeistert und hatten auch was zum Tauschen dabei.
Jetzt sind wir angepiekt und gehen bestimmt bald richtig auf Schatzsuche.






Die große Wanderpause machten wir am Stand in Kähnsdorf.
Hier ist das Wasser ganz flach, ideal um mit kleinen Kindern im Sommer baden zu gehen.
Uns war es aber zu frisch.



Es wurde lieber Musik gemacht.



Ich weiß gar nicht wie sich das entwickelt hat. 
Auf einmal hatten alle einen Grashalm vor der Gusche - schön ist anders :)))




In Kähnsdorf gibt es eine kleine Kulturscheune. Die Gruppe "Kunst am See" verwirklicht hier in jedem Jahr ein Projekt. "Kleine Kinder - große Wäsche" ein schönes Thema um aus alter Wäsche überdimensionierte Buxen zu konstruieren. Besonders raffiniert der BH für Zwei :)






Hier sind wir in Seddin am Kindergarten.
Früher war das eine Grundschule, in die ich vor 42 Jahren eingeschult worden bin.




Es hat Spaß gemacht - zum Glück für uns blieb der Grillmeister zu Hause 
und überraschte uns mit einer leckeren Wurst :)

Für alle anderen empfehle ich eine Stärkung in eine der Gaststätten rund um den See. Besonders beliebt ist "Die Reuse" in Kähnsdorf (gleich neben der Kulturscheune). Von der Terrasse aus hat man einen tollen Blick über den See.



Ausgelesen:


Geschichten nicht nur für Kinder - obwohl ich mir das Lesen mit Kindern sehr gut vorstellen kann.
Hat mir großen Spaß gemacht.




Donnerstag, September 26, 2013

September-Armband



Aus Seidenband, Klöppelspitze und kleinem Klimbim ist im Elsass das neue Armband fertig geworden.


 

So zartes Geschmeide braucht nicht mal die Nähmaschine. Das ursprüngliche Sticheln bei kargem Licht passte hervorragend zu den alten Materialien.




Helena hat ein wunderschönes Medaillon eingearbeitet, die Permuttknöpfe passen dazu.






Montag, September 23, 2013

Elsass - Quilts und viel mehr


Jedes Jahr im September wird das Silbertal von quiltbegeisterten Frauen heimgesucht. Die betreffenden Gemeinden nehmen es mit Gelassenheit (die Straßen sind sowieso mit üppigen Blumenarrangements geschmückt und die Winzer haben mit ihrem Wein zu tun). Natürlich wird den Frauen der Aufenthalt so angenehm wie möglich gestaltet: Ladeninhaber hängen Quilts in die Schaufenster, ansässige Konditoreien und Gastronomen bieten an mobilen Ständen Baiser, Tarte, Flammkuchen, Munsterkäse und andere Leckereien an; sogar ein kleiner Kunsthandwerksmarkt hat eine Nische gefunden.




Helena und ich sind am Donnerstag angereist und hatten in Liepvre  Zeit für die Ausstellung aus Israel.  Besonders beieindruckt hat mich der allererste Quilt: "Reflextion 5" von Ita Ziv.



Die Kraft der Farben fesselte meinen Blick sofort.
Und auch jetzt im Nachhinein (nach den vielen, vielen Quilts) finde ich ihn immer noch besonders.





"The Weather in her head" von Linda Colsh

Dies ist ein Wettbewerbsbeitrag, doch in einer Extra-Ausstellungen wurde von Linda Colsh eine ganze Serie zu dem Thema Älter werden ausgestellt. Hier lenkt keine Farbe vom Thema ab, die monochromen Quilts haben dadurch eine ungeheure Spannung. 



Angetan haben es mir auch die "City Slickers" von Susan Chapmann.
Der Quilt war Wettbewerbsbeitrag zum Thema "Verformung".
Ein bemalter Untergrund, das klare Quilting und lebendige Figuren - die Geschichte dazu kann man sich ausdenken.




Die Quiltgruppe Crossroad (hier Christel de Vrij) aus Begien hatte zum Thema Abstaktion ausgestellt. Alle Quilts haben das Format 80 x 80 cm und abstrahierten ein Bild des Malers Paul von Hoeydonck.






Wunderschöne Fadenmalereien macht Susan Dahlberg aus Schweden. Die pastelligen Quilts entstehen durch Stickereien mit dem Stopffuß - dabei wird hauchzarte Seidenmusseline auf gefärberen Stoff gebacht - eingebettet in traditionaler Stickerei entstehen einzigartige textile Kostbarkeiten. Hier ist ihre Homepage: www.susandahlberg.se/valkommen



Kleine Inspirationen geben viele schöne Kellerfenster.


Und ein ganz klein bisschen Zeit zum Lesen hatte ich auch:


Ein ganz kleines Bänchen mit Kindergeschichten auch für Erwachsene - mir haben sie großen Spaß gemacht.

Sonntag, September 08, 2013

Eisfärben


Vom Eisfärben habe ich schon gelesen - doch durch  Elisabeth´s bunte Stoffe hatte ich Lust es auch mal auszuprobieren. Nachdem ich mir ein paar Videos auf Youtube dazu angesehen traf ich die nötigen Vorbereitungen. (Nach einer kurzen Flaute während der Hitze gab es an der Tankstelle auch wieder Eiswürfel.)

Nun konnte ich den Stoff vorbereiten - ich hatte Baumwolle in  ca. 50 x 50 cm. große Stücke geschnitten. Ganz wichtig - der Stoff muss in Soda getränkt sein. Ich habe ihn dann trocknen lassen.

Die Färberei an sich ist unkompliziert.
Ich hatte Färbepulver von Procion, den Stoff, Eiswürfel und einen Eimer.


1. Bild - zwei Stück sodagetränkten (getrockneten) Stoff locker in den Eimer drapieren
2. Bild - eine Schicht Eiswürfel
3. Bild - blaue und gelbe Farbe drüber streuen
4. Bild - wieder 2 Stück Stoff, neues Eis und neue Farbe
5. Bild - Stoff, Eis und Farbe
6. Bild - der Eimer in der Sonne mit großer Tüte als Schutz

Den Eimer habe ich so ca. 36 Stunden stehen lassen.


Ich habe bewusst nur blaue und gelbe Töne verwendet, um keine hässlichen Mischtöne zu bekommen.
Die Menge der Farbe habe ich nach Gutdünken gewählt. 
Das nächste Mal würde ich keine Schichtung machen, die unteren Stoffe waren gelb/grün marmoriert, wie ich es auch beim "normalen" Färben im Container erhalten würde.

Ich würde die Stoffe in mehrere Behälter schichten. Dazu eignen sich sehr gut die großen Eisdosen.
Um noch mehr schwimmende Farben wie in Bild 2 oder 3 zu erhalten, würde ich die Stoffe eventuell eher ausspülen. 

Letztendlich ist diese Methode sehr, sehr einfach, macht keinen Dreck und geht superschnell.
Meine Procion-Farben lagern im Keller, also habe ich die ganze Sache dort veranstaltet. Nach 10 min. war alles erledigt.





Sonntag, September 01, 2013

Fliegenpilz und Mehlpampe


Fast pünktlich - das August-Armband.
Die Fliegenpilze passen hervorragend zum kommenden Herbstwetter, dachte ich mir.
Jetzt hoffe ich auf viele sonnige Tage um Pilze zu suchen.


Letzte Woche hatte ich  mit Mehlpampe experimentiert:


Angerührt habe ich 300 g Mehl mit 300 ml Wasser. Nachdem die Pampe auf den Stoff gestrichen wurde, hab ich alles einen Tag trocknen lassen.. Der Stoff ist dann richtig fest. Um schöne Risse zu bekommen muss man den Stoff dann richtig durchkneten. Mit Emo-Druckemulsion und Pigmenten kann man ganz einfach eine schöne Farbe herstellen, die sich gut einarbeiten lässt.




Nach dem Trocknen muss vor dem Ausspülen der Stoff durch Bügeln fixiert werden. Jetzt ist die Farbe waschbar bis 60 Grad. Die Stoffe waren vorher schon gefärbt und haben jetzt noch eine schöne Struktur bekommen. 





Ein ganz kleines Nadelmäppchen ist auch fertig geworden. Die Tochter einer Kollegin ist acht und lernt in der Schule gerade mit Nadel und Faden umzugehen. Ich finde, die Jugend muss unbedingt unterstützt werden :)



Dann war heute mal wieder Stoffmarkt in Potsdam. Die Stoffe werden immer schöner und ich habe viel zu viel gekauft.


 Dazu zähle ich nicht den blauen Stoff für die Batikdecke.



Auf den neuen Rock freue ich mich allerdings schon. An dem Wollfilz konnte ich nicht vorbei gehen.