Dienstag, Januar 03, 2012

Kleine Statistik aus 2011

3 große Quilts, 2 Babydecken und 3 Frühchenquilts

oben links - ein Muster von Sternwerfer, habe ich jetzt schon drei Mal genäht - Blöcke für einen nächsten - dann letzten Quilt liegen bereit.

oben mitte - das Muster "Birds in the air" wollte ich schon seit Jahren probieren, gefällt mir außerordentlich gut, könnte mir vorstellen mal eine andere Variation zu nähen.

oben rechts - bewährtes einfaches Blockhaus, gefällt mir immer wieder gut, eignet sich sehr um vorhandene Stöffchen endlich zu verarbeiten

Die Babydecken nähe ich oft so - ich suche mir einen schönen Babystoff und nähe bunte Fourpatches dazu.



Artquilts zu den Themen - Grün - Mythen - Rosen


Ausgelesen 22 Bücher - erstaunlich was so im Jahr zusammenkommt.

Den stärksten Eindruck hinterlassen haben:

"Die Bücherdiebin" von Markus Zusak
Die Lebensgeschichte der Hannah Arendt von Alois Prinz
"Nichts was im Leben wichtig ist" von Janne Teller
"Die Stadt der Blinden" von José Saramago
"Mahlers Zeit" von Daniel Kehlmann
"Becks letzter Sommer" von Benedict Wells
"Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano

Sonntag, Januar 01, 2012

Neujahrsgrüße


Ich wünsche euch ein glückliches, erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2012.


So einen warmen Neujahrstag hatten wir in Brandenburg schon lange nicht mehr. Leider mussten wir unseren ersten Spaziergang mit Regenschirm machen. Ob wir in diesem Winter noch Schnee bekommen werden? Wenn es nach mir ginge, müsste es nun nicht mehr sein.


In der Adventszeit war ich so beschäftigt, dass ich gar nicht zum Bloggen kam. Die vielen Weihnachtsfeiern und das Nähen diverser Kleinigkeiten beanspruchten meine Zeit sehr. Für dieses Jahr nehme ich mir vor, am ersten Advent auch mit den Nähgeschenken fertig zu sein. Mal sehen, ob es klappt.

Motiv meiner Weihnachtskarten war der Lebkuchenmann - für die Sportsfreunde musste es natürlich ein Läufer sein.

Die Geldbörse für Tine war gar nicht so schwer zu nähen. Zuerst quiltete ich ein kleines Sandwich. Die kleine Reißverschlusstasche und die Kartentasche steppte ich obendrauf.
Das schwierigste war ein passendes Gummiband zu finden. Leider bot der Einzelhandel in Potsdam sowas nicht an. Not macht bekanntlich erfinderisch - mein Taschenkalender hat die letzten Tage im Jahr ganz gut ohne Verschluss funktioniert.
Den Schrägstreifen nähte ich wie eine Quilteinfassung an.


Laura wünschte sich eine neue Kosmetiktasche - nach Veras bewährtem Schnitt war auch das schnell erledigt. Das Quilten machte besonderen Spaß, weil ich mir so in Ruhe den entzückenden Stoff ansehen konnte.


Die Buchhülle bekam mein Schwesterlein. Zu gern mache ich Stoffe selbst, auch wenn es dadurch länger dauert. Hier habe ich rote Stoffreste auf leichten Stoff mit Vliesofix gebügelt und anschließend gequiltet.

Für die besondere Struktur legte ich über alles roten Tüll und quiltete mit großem Zick-Zack-Stich.


Linda wünschte sich eine Box für Ihre Medikamente.


Den Eulenstoff habe ich mit Vliesofix auf Schabrakenvlies gebügelt. Alle Teile werden dann mit großem engen Zick-Zack-Stich umzackelt und später mit noch breiterem Stich zusammengezackelt. Das Schließen der Seitenteile muss aber per Hand erfolgen, das ist leider eine zeitraubende Angelegenheit.
Da die Box ziemlich groß ist, bekam sie einen Griff, um sie schneller griffbereit zu haben.



Ausgelesen:


Das soll die schönste Liebesgeschichte des Jahres gewesen sein. Das Ende ist so enttäuschend, ich weiß nicht, was daran schön sein soll.
Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden - mit Traudl habe ich das schon ausdiskutiert :)

Freitag, Dezember 09, 2011

Schnelle Dreiecke

Grace hat mir vor vier Wochen das Prinzip der schnellen Dreiecke nähergebracht.
Ich bin total beeindruckt von dieser Methode, und wundere mich, dass ich das nicht eher ausprobiert habe.

Das Muster "Bärentatzen" benötigt für einen Block 16 solcher Quadrate aus Dreiecken. Eine gute Gelegenheit das Verfahren auszuprobieren. Anders als Grace habe ich dabei auf Papier genäht. Man kann die Linien aber durch Lichtpausen gleich auf den Stoff übertragen.

Zuerst habe ich mir ein Raster auf Papier aufgezeichnet. Die Abstände zwischen den Geraden ist immer gleich hier z. B. ca. 6 cm. Dann werden diagonale Linien gezogen. Das sind die späteren Nählinien.
Vor dem Nähen werden die beiden Stoffe rechts auf rechts überander, darauf kommt das Rasterpapier. - Bitte vor dem Nähen prüfen, ob die Stoffe wirklich rechts auf rechts übereinander liegen!
Genäht wird füsschenbreit auf beiden Seiten der Diagonalen - hin und die andere Seite zurück.
Zum besseren Verständnis habe ich die Nählinien rot nachgezeichnet.
Das letzte Bild zeigt den fertigen Nähblock.

Jetzt wird alles in Stücke geschnitten - zuerst ringherum den Rand abschneiden.
Dann alle Längslinien schneiden - danach die Querlinien.
Zum Schluss wird entlang der Diagonalen zwischen den Nählinien geschnitten.

Achtet auf die richtige Reihenfolge, sonst kann es Euch passieren, dass Murks entsteht.

So wie hier, da war ich mit der Schere zu schnell dabei.

18 Quadrate sind aus meinem Rasterpapier entstanden. Mit dem Nahttrenner werden die Spitzen gelöst. Das Auslösen des Papiers macht keine Schwierigkeiten wenn man zuerst die kurze Seite abreißt. Das große Stück kann man dann leicht abziehen. Der Stich sollte nicht zu groß sein, dadurch wird das Papier gut perforiert - ich nähe mit 2,2.


Der fertige Block wird ein Gastgeschenk für Quilter in Sutton.



Dienstag, Dezember 06, 2011

Geburtstage im November

Ein paar Geburtstagskarten konnte ich im November verschenken:

Das Motiv des Ginkgo mag ich sehr - hier ausgeschnitten und aufgenäht.


Ginkgo - gleicher Untergrund - andere Technik. Das Blatt habe ich auf Baumwolle mit Ölstiften aufgemalt und dann aufgestickt.


"Ostsee" - Maschinenstickerei auf selbstgefärbtem Stoff


"Lebensfreude" für Linda

Sonntag, Dezember 04, 2011

Nikolauslauf in Michendorf

So kurz vor dem großen Tag versammelten sich heute die Nikoläuse zum großen Lauftreff in Michendorf. Nun schon zum dritten Mal wurde dieser Lauf vom Laufclub Michendorf e.V. organisiert.


Die Presse postierte sich mitten auf die Laufstrecke - ein nicht ganz ungefährlicher Posten bei dem Gedränge.


Das rote Band - noch eng beieinander - später wird sich ein langer Faden um die Strecke wickeln. Denn wer 10 km laufen will, muss die Runde 4 x machen.
Wer es kürzer mag läuft 5 km. Außerdem gibt es für die Genießer unter den Nikoläusen die Distanz von 2,5 km - das schafft dann aber doch jeder ganz bequem.
Vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr?




Ausgelesen:


Von Sabine bekam ich zum Geburtstag dieses Buch - da ich im September auf dem Jakobsweg war - im Elsass. Es passte also äußerst gut. Allerdings erfährt man wenig über den Weg als Landschaft und Reise. Vielmehr vermischt der Autor Myten und Riten seiner Bruderschaft R.A.M. mit dem Weg. Coelho muss sein Schwert finden und erhält dazu einen Führer - dieser bringt ihm verschiedene Riten bei. Alles ist sehr verworren - für mich als bodenständigen Menschen ist vieles Spinnerei - aber vielleicht muss man alles auch im anderen Zusammenhang sehen. Die Suche nach dem Sein und Werden - wer bin ich und wohin möchte ich gehen.

Samstag, November 26, 2011

Advent und Besinnlichkeit

Ich wünsche Euch allen einen friedlichen besinnlichen ersten Advent!

Den Adventskranz mache ich immer selbst. Dazu muss ich mich aber jedes Mal gut motivieren, denn der Gedanke an Kälte und pickigen Nadeln lassen die Lust schwinden.
Wenn meine Tochter nicht wäre, die großen Wert auf den traditionellen Kranz legt, würde ich sicherlich mal einen kaufen. Jeder sagt ja auch, warum kaufst Du Dir keinen, die kosten gebunden nur ein paar Euro. Ja, sage ich dann, die sind aber nicht so schön. Ich hole das Grün von meiner Mutti, es wird dann ganz frisch geschnittenn und ich kann den Kranz schön üppig in zwei Runden binden. Wenn ich das Grün geholt habe, mache ich es mir auf der Terrasse bequem, d. h. ich ziehe warme Sachen an, mache mir einen heißen Tee und schneide alles gut zurecht. Und dann habe ich jedesmal so ein gutes Gefühl beim Kranzmachen. Ich denke an meine Familie, an Weihnachten und Besinnlichkeit - dann werde ich ganz ruhig und merke, dass es richtig ist - es ist wie Meditation und die Vorfreude auf den schönen Kranz wächst und wächst. Mehr Entschleunigung geht nicht.


Heute morgen habe ich in unserer Zeitung einen Bericht über einen neuen Buchladen gelesen. Er wird in Potsdam in der Geschwister-Scholl-Straße eröffnet - dort haben wir 10 Jahre gewohnt. Ich wünsche den beiden jungen Frauen viel, viel Erfolg und Durchhaltevermögen. Denn in Zeiten großer Buchhandels-Ketten schließen mehr Buchläden als öffnen. Carsten Wist - ein Buchhändler aus Potsdam - meinte zur Eröffnung: "Es gibt viele Wege sich zu ruinieren. Ein Buchladen ist sicher der stilvollste".
Meine Bücher kaufe ich seit vielen Jahren bei Herrn Wist und hoffe mit meinen bescheidenen Umsätzen zum Erhalt dieses Ladens beizutragen. Denn ich liebe es in Buchläden zu stöbern. Solche kleinen Läden haben eine Seele, sind sehr individuell und spiegeln vielmehr wider als nur Konsum. Daher möchte ich Euch anregen - wenn ihr Bücher verschenkt, denkt an Eure kleinen Läden um die Ecke.
Auch wenn nicht alles vorrätig ist, nach Bestellung ist das gewünschte Buch schon am nächsten Tag da - und diese Zeit sollten wir uns nehmen, um diese besonderen Läden zu erhalten.

Samstag, November 19, 2011

Sommerregen

Für eine Ausstellung des Patchworktreff Berlin-Brandenburg habe ich in den letzten Wochen genäht und experimentiert.
Zum Thema "Mythen und Legenden" hatte ich gleich eine Idee.

Vor zwei Jahren wurden Wally und ich beim Walken zum See vom Regen überrascht. Es war warm und wir wollten nicht auf unser Bad verzichten. Es war ein unbeschreibliches Gefühl zu schwimmen - im Regen - im Wasser.

Wasser von oben und von unten - die Tropfen und der Klang dazu - tauchten uns in eine neue, geheimnisvolle Welt.

Den Stoff habe ich bestempelt und bemalt, gequiltet und bestickt.


So tanzten wir im Regen - umgeben von verzauberten Tropfen.


Sommerregen

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Wanderstoff

Das Tauschen und Bearbeiten von Stoffen hat uns schon im Sommer gefallen.
Daher verabredeten wir sofort einen neuen Tausch - mit Stoffen, die am Wochenende entstanden sind. Diemal gaben wir uns nur 6 Wochen Zeit. Schnelle Entscheidung und Umsetzung kann man so ganz gut trainieren.

Kerstins Fische hatte ich schon letzte Woche gepostet.
Ich finde ja die Umsetzung des Ausgangsstoffes genial.


Das war der Ausgangsstoff.


Mein Stoff war dann eine andere Herausforderung - "schön" ist was anderes.




Ich bin begeistert - goldene Tupfen und eine versteckte Botschaft - danke an Kerstin, Helena und Elke.


Die Botschaft lautet:

"Worte verbinden nur, wo unsere Wellenlängen längst übereinstimmen"
von Max Frisch.





Dienstag, November 15, 2011

immer wieder Wahlsdorf

Das zweite Novemberwochenende ist immer Zicken-Wochenende in Wahlsdorf.
Wie oft wir inzwischen da waren weiß ich gar nicht. Hat mal einer mitgezählt?
Da Renate Geburtstag hatte, gab es Sekt zur Begrüßung.

Doch erst mal mussten die Geschenke ausgepackt werden. Unter anderem hat jede von uns winzige Blöckchen genäht.

Zwei Inch klein sind diese Winzlinge - alles Waldmotive genäht aus Batiks.



Natürlich wurden die neuesten Quilts ausgiebig gestreichelt. Besonders weich ist der Babyquilt von Meg - genäht aus selbstgefärbten Stoffen kombiniert mit Batiks und superweichem Vlies - ein Traum.


Kerstin bekam ihren Wanderstoff von mir wieder.

Losgeschickt hat sie einen weiß-orange gestreiften Stoff. Helena hat gleich eine Steilvorlage geliefert - lustige Clownsfische tummeln sich jetzt im Wasser. Elke und ich konnten somit "nur" noch die Unterwasserwelt liefern. Wie erwartet hat sich Kerstin sehr gefreut - das gute Stück wird jetzt eingerahmt und wird das Bad schmücken.



Genäht habe ich auch ein bisschen - vor allem Taschen, die zeige ich ein anderes Mal.



Ausgelesen:



Ein sehr, sehr schönes Buch - aber auch sehr, sehr zu Herzen gehend.
Die Geschichte zweier Menschen, die beide ein riesiges Kindheitstrauma durchs Leben schleppen. Die ersten beiden Kapitel haben es so sehr in sich, dass man immerzu daran denken muss. Das Buch ist nichts für schwache Nerven, obwohl es kein Krimi, Triller o. ä. ist.
Gelernt habe ich, was Zwillingsprimzahlen sind - sie stehen dicht beieinander, sind aber immer getrennt - sie können niemals zusammen kommen (z. B. 5 und 7 oder 11 und 13 ...)
Sehr lesenswert.

Sonntag, November 06, 2011

Stoffmarkt in Potsdam

Stoffmarkt in Potsdam - der 4. in diesem Jahr.
Wenn man morgens um 10 Uhr schon dort ist, kann man noch in Ruhe stöbern. Jedenfalls war es die letzten Male so. Der Trick muss sich rumgesprochen haben :) heute waren die Stände schon gut umringt und es wurde gekauft, als gäbs nie wieder Stoff.

Riesige Behältnisse wurden dafür mitgebracht - und frau hat die Arme frei für noch mehr Stoff



Details der Herstellung wurden gleich mitgeliefert: Als Träger dienen passende pinkfarbene Hundeleinen - sehr strapazierfähig. Darauf muss man erst mal kommen :)



Man mag ja zum Wiederaufbau des Stadtschlosses stehen wie man will, aber der Bau wächst unaufhörlich. Inzwischen kann auch ich mir vorstellen, wie es werden wird. Hier kann man zugucken wie der Bau vorangeht.


Gekauft habe ich dann auch, ein bisschen roten Walkstoff für Winterkissen und zarte Rosen.


Ausgelesen:

Ein ganz entzückendes Buch hat meine Schwester mir zum Geburtstag geschenkt.
Eine Leseratte und ein Fast-Analphabet lernen sich beim Taubenzählen kennen. Eine wunderbare Erzählung übers Lesen, Leben und die Verschiedenheit der Menschen.
Wer wie ich hauptsächlich vor dem Einschlafen liest, wird nach dem Zuklappen des Buches
gute Gedanken und angenehme Träume haben.
Sehr lesenswert!