Sonntag, Juni 28, 2015

Textile Art 2015


Heute war ich mit Helena und Renate in Berlin zur Textile Art. Es war ein sehr schöner Tag, mein kreativen Speicher hat sich gut gefüllt. Besonders beeindruckten mich die Quilts von Luitgart Möschle. Sie sind nach dem Quilten und Besticken nachträglich bedruckt worden. Sowas habe ich schon mal im Internet gesehen und hatte es im Hinterkopf. Jetzt habe ich große Lust es selbst auszuprobieren.





"Stadt, Land, Fluß" war eine sehr experimentelle Gruppenausstellung der "Textilwerkstatt Berlin". Im Blog von  Rita Zepf  bestaune ich oft die poesievolle textile Bilder.

Dann waren da noch die fantasievollen Collagen von Frauke Lara Düll. Es gab so lustige Titel wie "Plötzlich waren sie da, sagten nichts und nahmen alle Zeitungen mit" oder "Zu seinem Entsetzen entdeckte Punk Merry, dass die schwarzen Reiter plötzlich motorisiert sind". Die Bilder dazu ließen mich schmunzeln.

Gekauft habe ich nicht viel - mein Materiallager ist gut gefüllt - der Kalender der "Textilwerkstatt Berlin" wird mich im nächsten Jahr jeden Tag begleiten.




Genäht und verschenkt habe ich in dieser Woche ein Mohnblumenkissen. 



Die Paspel gibt dem Kissen einen feinen Rahmen.





Als Verschluss wählte ich wieder einen Reißverschluss, der Aufwand ist nur ein bisschen größer.




Es sieht schöner aus - finde ich.





Die Rosen haben unsere Terrasse in diesem Jahr besonders schön eingerahmt. Hier umschlingen sich "Raubritter" und "Félicité et Perpétue".




Einen großen Auftritt hat auch "Apple Blossom"- die Bienen sind ganz verliebt.



Sonntag, Juni 21, 2015

Neue Stühle

Unsere Stühle haben neue Bezüge bekommen. Und jeder sieht anders aus:



Das war der Prototyp. Ich war mir anfangs nicht sicher, ob mir der Patchwork-Look an den Stühlen gefällt.



Orange mit ein bisschen blaugrau ist die zweite Variante. 



Skeptisch war mir lila, ist so gar nicht meine Farbe. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Qualitäten gefällt mir aber sehr. 




Die grüne Variante nähte ich zuletzt. Leider habe ich keinen fünften Stuhl, ich habe nämlich noch schöne blaue Stoffe. Vielleicht nähe ich auf Vorrat :)




Alle Bezüge haben kontrastierende Quiltnähte. Dadurch werden die verschiedenen Stoffe gut miteinander verbunden.





Parade im Sonnenlicht.

Fast alle Stoffe stammen aus Stoffproben eines Stoffhändlers. Die schönen Musterstoffe sind aus Frankreich. Während der Patchworktage im Elsaß haben Helena und ich jedes Mal den Fabrikverkauf von Beauvillé besucht. 



Rittersporn auf der Freundschaftsinsel in Potsdam - jedes Jahr eine Augenweide.









Die vielen Blautöne betören mich immer wieder - riesige blaue Stauden - traumhaft.









Sonntag, Juni 14, 2015

Der erste Rittersporn


Endlich blüht der Rittersporn - ich liebe ihn sehr und muss mir jede Blüte hart erkämpfen. Denn ich glaube, die Schnecken lieben das zarte Grün genauso, wie ich das strahlende Blau.

Daher streue ich um jede Pflanze im Frühjahr, bevor die Schnecken auf Wanderschaft gehen, giftiges Korn. Diesbezüglich hält sich mein Mitleid sehr in Grenzen, man muss schließlich Prioritäten setzen.


 

Die Königinnen stellen sich auch zur Wahl - doch wer will hier sagen wer die Schönste ist?





Die neue Laptoptasche ist diesmal für Dominik. Er hat in meinem Stoff-Fundus schnell seine Lieblinge gefunden. Sie liegen schon so lange bei mir - irgendwann ist die Zeit reif :)


Ausgelesen:



Ein Bild von Gwen John steht im Mittelpunkt. Es gelangt auf abenteuerlichen Wegen in die Hände unterschiedlicher Frauen. Es beginnt bei der Malerin selbst, ihr kompliziertes Liebesleben und Ringen um die Kunst. 
Manche Geschichte hat mir gefallen - manche nicht. 
Das Bild gibt es wirklich - die Sicht auf die Malerei war für mich das Interessante.



Sonntag, Juni 07, 2015

Jule näht


Ein Baby ist unterwegs - diesmal näht Jule.

Für die große Schwester habe ich das Top schon fertig, daran habe ich in Blossin genäht.
Das Top ist hier zu sehen. Jule hat es so gefallen, so dass das Baby auch so eine Decke bekommen soll. 




Wir haben die einzelnen Quadrate größer zugeschnitten - 16,5 x 16,5 cm.




Dann wird alles zusammengenäht - und in der Mitte durchgeschnitten. 

Die Technik nennt sich - Disappearing (ich kann mir das Wort schlecht merken und muss immer wieder nachsehen wie sich das schreibt). In der Übersetzung gibt es Verschiedenes: verschwinden, abtauchen, Ich weiß nicht genau was das bedeuten soll? Dass man die Schneide-, Nähtechnik nicht sieht?




Auf jeden Fall mag ich das Ergebniss: in kurzer Zeit hat man vier Blöcke.




Wir brauchten also für das Babytop 5 Nine-Patch-Blöcke.



Die hat Jule nach dem Mittagessen im Garten zusammengenäht.



Und am frühen Abend waren wir fertig. 

Insgesamt haben wir 20 Quadrate mit Motiven, 20 Punktequadrate und 5 gelbe Quadrate gebraucht.

Das war Pfingstsonntag und am Montag waren wir wandern:


Einmal um den Seddiner See

Sonntag, Mai 31, 2015

Abseits vom Stoffmarkt


Helena und ich waren heute in Potsdam auf der Freundschaftsinsel.
Ich liebe dieses kleine Fleckchen inmitten des städtischen Trubels sehr. Dort blühen im Sommer die schönsten Rittersporne abseits des Foerstergartens. 



Die Irisblüten sind mir letzte Woche aufgefallen. Es gibt sie in unglaublich vielen Farbtönen. Helena hat vor einiger Zeit einen wunderschönen Quilt mit Iris genäht.


  

Die Insel ist geschickt bepflanzt. Nach bewährtem Motto "Es wird durchgeblüht" findet man zu jeder Jahreszeit etwas zum Bestaunen.



Kleine Kunstwerke sind geschickt plaziert und überraschen an vielen Ecken, wie dieser kleine Fuchs.




Die Pelikane schnäbeln am künstlichen Kanal, nahe der Irisbeete.






Keine Angst vor Menschen hat der  Graureiher. Er guckt sowieso lieber nach Fischen.






Nachdem im neu aufgebauten Stadtschloss der Landtag eingezogen ist, wird in unmittelbarer Nachbarschaft gebaut. Der Palast Barberini wird mit Originalfassade als Museum wieder aufgebaut. Die Kunstsammlung von Hasso Plattner wird dort ihr Domizil finden. Besonders gespannt bin ich auf die internationalen Ausstellungen.




Ein kurzer Blick zum Stoffmarkt, wo reges Treiben herrscht. Vies und gestreiften Stoff habe ich vormittags gekauft, da war es noch ruhiger.



In meinem Garten blühen inzwischen die ersten Rosen - sehr üppig übrigens.
Die Bienen erfreuen sich am Rotdorn - ob der Honig schmeckt?



Sonntag, Mai 17, 2015

Mit dem Rad von Michendorf nach Usedom

Am letzten Sonntag machten wir uns mit dem Rad zur Ostsee auf.  Der Radweg nach Usedom ist von Berlin aus sehr gut ausgebaut.

Wir wollten in Michendorf den Zug nach Berlin Hauptbahnhof nehmen, um dort in die S-Bahn nach Bernau zu steigen. Die Fahrt sollte um 10:00 Uhr sein.


Durch den Streik der Deutschen Bahn mussten wir umdisponieren. Die Züge sollten ab um 9:00 Uhr wieder fahren - für uns zu spät. Also radelten wir nach Potsdam, die S-Bahn fuhr zum Glück alle 20 Minuten. In Gesundbrunnen stiegen wir um und trafen dort unsere Freunde. Wir konnten ziemlich pünktlich um 10:15 Uhr in Bernau starten.



Im letzten Winter haben wir uns das erste Mal getroffen um die Tour zu planen - das es jetzt wirklich los geht war schon toll :)
Am ersten Tag ging es von Bernau bis zum Gut Kerkow in Angermünde - geplante 72 km.

Stationen: Biesenthal - Joachimsthal - Glambeck - vorbei an Angermünde - Gut Kerkow




Fast alle Radwege waren gut ausgebaut. Mir hat besonders gefallen, das das alte Kopfsteinpflaster als Zwischenstreifen erhalten bleibt. Es ging durch Wald und Wiesen - kalt war es, ca. 12 °C - aber ohne Regen. Irgendwo fanden wir ein nettes Café und stärkten uns mit Kaffee und Kuchen.



Eine letzte Pause und Orientierung an den Fischteichen nahe der Blumberger Mühle.




Die letzten 3,5 km - wir freuten uns auf Wärme, Essen und Ruhe.




Das Essen stand auf der Wiese - im Gut Kerkow gab es ein sagenhaft leckeres Rumpsteak vom Angus-Rind. Danach gab es für mich nur noch den Gang in die Wanne und von dort aus direkt ins Bett - ich hab geschlafen wie ein Murmeltier.




Der nächste Tag begann sonnig, nach kurzer Zeit konnte es sogar kurzärmlig weitergehen. Diese Etappe hatte es in sich - geplante 88 km - wir kamen pünktlich um 9:00 Uhr los.

Die Stationen am Montag: Steinhöfel - Warnitz - Prenzlau - Göritz - Rollwitz - Pasewalk.




Viel Zeit zum Rasten war nicht - wir Frauen meuterten irgendwann und erkämpften uns eine Pause. 
Ein Plätzchen am See fanden wir leider nicht.




Durch die glatten Radwege rollte es und wir kamen gut voran.




Zum Glück gab es noch eine Sehenswürdigkeit, die uns Zeit zum Verschnaufen gab. Hier wurde der "Diebstahl" des Rolands aus Potzlow dargestellt.




Die Prenzlauer waren neidisch wegen des Rolands aus Potzlow. Die Sage ist hier aufgeschrieben.




Hier sieht man gut, wie hügelig die Landschaft ist - je länger der Weg, desto öfter musste ich absteigen - der Weg ist das Ziel.




Die Kirche von Prenzlau - sehr imposant - leider hatten wir keine Zeit die Stadt zu erkunden.
Allerdings musste ich kurz mal in ein Wäschegeschäft und mir was Langes kaufen. Obwohl ich schon öfter lange Strecken geradelt bin, scheuert es nun doch an ungeahnten Stellen. Für die nächste Tour kaufe ich mir eine Radlerhose.



Eine Stärkung muss ein - wer sich viel bewegt - kann auch viele Kalorien zu sich nehmen :)




Hier sind wir an der Grenze - Brandenburg / Mecklenburg-Vorpommern:


Mit Blick ins Brandenburger Land heißt der Fluss Ucker



der dann in Mecklenburg-Vorpommern Uecker heißt.



Kurz vor Pasewalk wurde der Weg noch ziemlich beschwerlich - durch die Felder ging nur ein sandiger Weg - in der Ferne grüßt die Autobahn.

Himmlische Entspannung fanden wir in der Villa Knobellsdorf.

Wir haben unsere Quartiere schon lange gebucht. Doch entlang des Wegs gibt es viele Fremdenzimmer. So wäre man nicht gebunden und kann dann rasten wenn es gefällt. Allerdings freue ich mich über ein bisschen Luxus nach den Strapazen sehr.




Der dritte Tag von Pasewalk nach Bansin - gefahren sind wir etwa 60 km.




Die Räder rollten gut - wir hatten viel Zeit und konnten abseits des Hauptweges rasten.



In Rochow fanden wir ein stilles Plätzchen. 



Das Dörfchen liegt fast verlassen - ein paar Mutige beginnen den Wiederaufbau fast verfallener Häuser. Wir trafen den ansässigen Maler, der viel zu erzählen wusste.



 Das kleine Häuschen am Feldrand ...




...  ist das alte Wiegehäuschen.





Und dann waren wir auch schon in Ueckermünde.
Wir wollten mit der Fähre über das Stettiner Haff nach Kamminke fahren.





Es war Zeit für einen Bummel durch die Stadt und Fischbrötchen am Hafen.




Mit der kleinen Fähre ist man 70 Minuten unterweges. Es waren nur Radler an Bord, die mit Tipps vom Bootsmann versorgt wurden. Abends zog eine schwere Gewitterfront über Deutschland. 
Wir sind gefahren wie die Blöden und kamen ganz genau um 17:30 Uhr in Bansin an - dann kam der Regen - knapper geht es nicht. 



In Bansin haben wir uns ein kleines Wellnesshotel gebucht. Durch das Gewitter sahen wir die Ostsee am Dienstag nicht mehr - doch gleich nach dem Frühstück am Mittwoch ging es an den Strand.
Die Männer kühlten sich in der 9 °C kalten Ostsse ab, ich steckte nicht mal einen Zeh ins Wasser.





Am Himmelfahrtstag war viel los in den Kaiserbädern - in Heringsdorf gaben die "Dresdner Salondamen" ein Konzert - stimmungsvolle Kaffeehausmusik - eine Empfehlung!





Mit der Bahn ging es am Freitag nach Hause - entspannt und günstig mit dem Quer-durchs-Land-Ticket. Es war eine schöne Woche - wir hatten Glück mit dem Wetter, es gab keinen Unfall und die Fahrräder schnurrten fast ohne Schwierigkeiten die lange Strecke. Besonders gefallen hat mir das Reisen mit wenig Gepäck.

Jetzt suchen wir nach einer Tour fürs nächste Jahr - es könnte an der Elbe entlang gehen. mal sehen.
Allerdings möchten wir nur noch ca. 50 km pro Etappe fahren - so hat man auch mal Zeit sich rechts und links des Wegs was anzusehen.


Gelesen habe ich nichts - doch zu Hause im Garten wurden die Tulpen verdrängt: