Donnerstag, September 26, 2013

September-Armband



Aus Seidenband, Klöppelspitze und kleinem Klimbim ist im Elsass das neue Armband fertig geworden.


 

So zartes Geschmeide braucht nicht mal die Nähmaschine. Das ursprüngliche Sticheln bei kargem Licht passte hervorragend zu den alten Materialien.




Helena hat ein wunderschönes Medaillon eingearbeitet, die Permuttknöpfe passen dazu.






Montag, September 23, 2013

Elsass - Quilts und viel mehr


Jedes Jahr im September wird das Silbertal von quiltbegeisterten Frauen heimgesucht. Die betreffenden Gemeinden nehmen es mit Gelassenheit (die Straßen sind sowieso mit üppigen Blumenarrangements geschmückt und die Winzer haben mit ihrem Wein zu tun). Natürlich wird den Frauen der Aufenthalt so angenehm wie möglich gestaltet: Ladeninhaber hängen Quilts in die Schaufenster, ansässige Konditoreien und Gastronomen bieten an mobilen Ständen Baiser, Tarte, Flammkuchen, Munsterkäse und andere Leckereien an; sogar ein kleiner Kunsthandwerksmarkt hat eine Nische gefunden.




Helena und ich sind am Donnerstag angereist und hatten in Liepvre  Zeit für die Ausstellung aus Israel.  Besonders beieindruckt hat mich der allererste Quilt: "Reflextion 5" von Ita Ziv.



Die Kraft der Farben fesselte meinen Blick sofort.
Und auch jetzt im Nachhinein (nach den vielen, vielen Quilts) finde ich ihn immer noch besonders.





"The Weather in her head" von Linda Colsh

Dies ist ein Wettbewerbsbeitrag, doch in einer Extra-Ausstellungen wurde von Linda Colsh eine ganze Serie zu dem Thema Älter werden ausgestellt. Hier lenkt keine Farbe vom Thema ab, die monochromen Quilts haben dadurch eine ungeheure Spannung. 



Angetan haben es mir auch die "City Slickers" von Susan Chapmann.
Ein bemalter Untergrund, das klare Quilting und lebendige Figuren - die Geschichte dazu kann man sich ausdenken.




Die Quiltgruppe Crossroad (hier Christel de Vrij) aus Begien hatte zum Thema Abstaktion ausgestellt. Alle Quilts haben das Format 80 x 80 cm und abstrahierten ein Bild des Malers Paul von Hoeydonck.






Wunderschöne Fadenmalereien macht Susan Dahlberg aus Schweden. Die pastelligen Quilts entstehen durch Stickereien mit dem Stopffuß - dabei wird hauchzarte Seidenmusseline auf gefärberen Stoff gebacht - eingebettet in traditionaler Stickerei entstehen einzigartige textile Kostbarkeiten. Hier ist ihre Homepage: www.susandahlberg.se/valkommen



Kleine Inspirationen geben viele schöne Kellerfenster.


Und ein ganz klein bisschen Zeit zum Lesen hatte ich auch:


Ein ganz kleines Bänchen mit Kindergeschichten auch für Erwachsene - mir haben sie großen Spaß gemacht.

Sonntag, September 08, 2013

Eisfärben


Vom Eisfärben habe ich schon gelesen - doch durch  Elisabeth´s bunte Stoffe hatte ich Lust es auch mal auszuprobieren. Nachdem ich mir ein paar Videos auf Youtube dazu angesehen traf ich die nötigen Vorbereitungen. (Nach einer kurzen Flaute während der Hitze gab es an der Tankstelle auch wieder Eiswürfel.)

Nun konnte ich den Stoff vorbereiten - ich hatte Baumwolle in  ca. 50 x 50 cm. große Stücke geschnitten. Ganz wichtig - der Stoff muss in Soda getränkt sein. Ich habe ihn dann trocknen lassen.

Die Färberei an sich ist unkompliziert.
Ich hatte Färbepulver von Procion, den Stoff, Eiswürfel und einen Eimer.


1. Bild - zwei Stück sodagetränkten (getrockneten) Stoff locker in den Eimer drapieren
2. Bild - eine Schicht Eiswürfel
3. Bild - blaue und gelbe Farbe drüber streuen
4. Bild - wieder 2 Stück Stoff, neues Eis und neue Farbe
5. Bild - Stoff, Eis und Farbe
6. Bild - der Eimer in der Sonne mit großer Tüte als Schutz

Den Eimer habe ich so ca. 36 Stunden stehen lassen.


Ich habe bewusst nur blaue und gelbe Töne verwendet, um keine hässlichen Mischtöne zu bekommen.
Die Menge der Farbe habe ich nach Gutdünken gewählt. 
Das nächste Mal würde ich keine Schichtung machen, die unteren Stoffe waren gelb/grün marmoriert, wie ich es auch beim "normalen" Färben im Container erhalten würde.

Ich würde die Stoffe in mehrere Behälter schichten. Dazu eignen sich sehr gut die großen Eisdosen.
Um noch mehr schwimmende Farben wie in Bild 2 oder 3 zu erhalten, würde ich die Stoffe eventuell eher ausspülen. 

Letztendlich ist diese Methode sehr, sehr einfach, macht keinen Dreck und geht superschnell.
Meine Procion-Farben lagern im Keller, also habe ich die ganze Sache dort veranstaltet. Nach 10 min. war alles erledigt.





Sonntag, September 01, 2013

Fliegenpilz und Mehlpampe


Fast pünktlich - das August-Armband.
Die Fliegenpilze passen hervorragend zum kommenden Herbstwetter, dachte ich mir.
Jetzt hoffe ich auf viele sonnige Tage um Pilze zu suchen.


Letzte Woche hatte ich  mit Mehlpampe experimentiert:


Angerührt habe ich 300 g Mehl mit 300 ml Wasser. Nachdem die Pampe auf den Stoff gestrichen wurde, hab ich alles einen Tag trocknen lassen.. Der Stoff ist dann richtig fest. Um schöne Risse zu bekommen muss man den Stoff dann richtig durchkneten. Mit Emo-Druckemulsion und Pigmenten kann man ganz einfach eine schöne Farbe herstellen, die sich gut einarbeiten lässt.




Nach dem Trocknen muss vor dem Ausspülen der Stoff durch Bügeln fixiert werden. Jetzt ist die Farbe waschbar bis 60 Grad. Die Stoffe waren vorher schon gefärbt und haben jetzt noch eine schöne Struktur bekommen. 





Ein ganz kleines Nadelmäppchen ist auch fertig geworden. Die Tochter einer Kollegin ist acht und lernt in der Schule gerade mit Nadel und Faden umzugehen. Ich finde, die Jugend muss unbedingt unterstützt werden :)



Dann war heute mal wieder Stoffmarkt in Potsdam. Die Stoffe werden immer schöner und ich habe viel zu viel gekauft.


 Dazu zähle ich nicht den blauen Stoff für die Batikdecke.



Auf den neuen Rock freue ich mich allerdings schon. An dem Wollfilz konnte ich nicht vorbei gehen.