Freitag, Juli 29, 2011

Färbetest

Letzte Woche (als die Sonne noch schien) habe ich gefärbt.
Schon lange wollte ich die finnischen flüssigen Reaktivfarben von EMO und die bekannten Procion-Farben miteinander vergleichen.
Dazu habe ich leichten Baumwollstoff zugeschnitten (ca. 50 x 50 cm) und gewogen (ca. 20 g/Stück).


Ausgesucht habe ich klare Farben für eindeutige Ergebnisse - zitronengelb, magenta, blau.
Die hellen Farben wurden alle im gleichen Verhältnis verdünnt.

In der Handhabung haben die EMO-Farben klar gewonnen. Die Farbe ist flüssig. Mit einem kleinem Meßlöffel konnte ich die Farbe sofort abmessen. Für pastelige Töne würde ich das nächste mal noch weniger Farbe nehmen. Da reichen wenige Tropfen.
Die Procion-Farben bedürfen da etwas mehr Aufwand. Das Pulver muss erst in Wasser angerührt werden. Dann ist es aber ebenso gut zu dosieren.


Die fertigen Stöffchen sind alle sehr schön. In der Griffigkeit und Brillianz gibt es keine Unterschiede. Die linken Stoffe wurden mit Procion-Farben gefärbt, rechts ist die EMO-Kollektion.
Unterschiede kann man in der Farbtiefe erkennen.
Bei EMO gewinnt eindeutig blau und magenta, während Procion die Nase bei zitronengelb vorn hat.



Dann habe ich noch aus dem Buch von Linda Johansen einen Farbrun gemacht mit orange und blau.


Für die hellen Stoffe genügen wenige Tropfen
z. B. 12 Tropfen orange und 6 Tropfen blau oder 4 Tropfen orange und 4 Tropfen blau.

Jetzt freue ich mich auf einen neuen Quilt - Sommerregen.





Mittwoch, Juli 27, 2011

Urlaubsnachlese

Als wir aus der Slowakei nach Hause kamen, war ich überrascht über den schönen Phlox. So schön war er noch nie. Der Wechsel von Sonne und Regen war wohl ideal.


In der Slowakei hatten wir ja Superwetter, der Regen hat uns dort zum Glück verschont. Für uns war die Mala Fatra eine große Überraschung. Dieses kleine Gebirge hat mich verzaubert, es ist nur 55 km lang hat aber höhere Berge als die Velka Fatra (Große Fatra). Beide Mittelgebirge gehören mit der Tatra zu den Westkapaten.
Die Fatra ist ein Geheimtipp, wie uns immer wieder versichert wurde. Denn wir wurden oft gefragt, wie wir davon erfahren haben. In der Tat war es auch so, dass wir hauptsächlich slowakischen und tschechischen Wanderern begegnet sind.


Die Wanderkarte gab es vor Ort an einer Tankstelle. Sie ist sehr detailliert. An allen Wegen stehen die Zeiten, die man für die jeweilige Richtung benötigt. Wir haben uns damit sehr sicher gefühlt und verirrten uns nicht :)


Ausgelesen:

Nach den vielen Wanderungen waren wir natürlich rechtschaffend müde. Oft habe ich schon um 21:00 Uhr geschlafen. Ein bisschen gelesen habe ich natürlich trotzdem.


Eine Biografie von Hanna Arendt - es ist spannnd wie ein Roman und hat mich neugierig gemacht auf die Frau, die als bedeutendste Frau in der Geschichte der Philosophie beschrieben wird. Wenn ihr gern Lebensgeschichten lest, dann ist das Buch sehr lesenswert.




Ohne dass ich darauf vorbereitet war, passte "Die Bücherdiebin" zeitmäßig genau zu Hanna Arendt. Die Hauptfigur ist ein kleines Mädchen, die im zweiten Weltkrieg aufwächst. Der Tod begegnet ihr das erste Mal, als ihr jüngerer Bruder stirbt. Der Tod ist es auch, der durch Europa streift und das Morden nicht begreift - also unbedingt lesen!

Montag, Juli 25, 2011

Wasserfall in Sutovo

38 m - der höchste Wasserfall der kleinen Fatra ist in Sutovo.
Wir fuhren über die Stadt Martin dorthin.

Anfangs ist der Weg befestigt, später benötigt man doch festes Schuhwerk.
Der Admiral sonnt sich auf dem warmen Asphalt.

Nach rund einer Stunde Wanderung waren wir angekommen.


Zum Schluss flatterte mir noch der blaue Schmetterling vor die Linse. Er war äußerst scheu und nur mit Mühe gelang mir dieser Schnappschuss. Google konnte mir nicht sagen wie der Falter heißt.

Sonntag, Juli 24, 2011

Malé Krivan

Der Urlaub ist nun fast zu Ende, aber ein großer Berg fehlt noch - der Malé Krivan.


Um auf den Kamm zu kommen, benutzten wir diesmal die Seilbahn in Vratna. So sparten wir uns den elendig steilen Aufstieg, schließlich ist der Weg oben noch lang genug.

Der Tag war eigentlich sehr warm, doch oben wehte ein kräftiger Wind über die Wiesen.
Ein langer Weg lag vor uns - in ca. 2 Stunden sollten wir den Kleinen Krivan erreichen.


Wunderbare Wiesen - und Blumen in Hülle und Fülle.

Diese Pflanzen bedecken ganze Wiesen - aber wie heißt sie?

Die Flockenblume dagegen wächst auch in meinem Garten.


Türkenbundlilien

Gelbe Blume

weiße Dolden


Gelbe Sonnen
Mein Mann sagte zu der ganzen Pracht,
´egal wohin man die Kamera hält - man trifft immer eine Blume´.


Ganz hinten ist der Velky Rozsutec.


Der weite Weg.


Etappenziel erreicht - die Gipfel des Malé Krivan ist eigentlich unspektakulär.

Samstag, Juli 23, 2011

Velky Rozsutec


Der große Rozsutec gilt als schönster Berg der Slowakei - jedenfalls habe ich das irgendwo gelesen.
Leider war der Himmel wolkenverhangen, trotzdem wollten wir einen Aufstieg wagen.

In Stefanova gings los - der Bergweg nach Medziholie führt auf den Europawanderweg E3 und dann zum Velky Rozsutec.



Gleich zu Beginn stellten sie uns diese Orchideen in den Weg.

Im Wald lauerten Lilien auf uns.

Und der Eisenhut war sowieso immer da.


Leider war die Sicht noch bescheiden schön.


Nachdem der E3 erreicht war, machten wir eine kleine Rast.
Denn in die Wolken wollte ich nicht steigen.
Wozu einen Gipfel erklimmen, wenn man nichts sieht?

Nicht mal die Grashüpfer hatten Lust zu hüpfen.


Tja, aber mein Schatz ist nicht zu bremsen.
Irgenwann meinte er, die Sicht wird besser und los ging es.


Ich vertrödelte noch ein bisschen Zeit mit Blumengucken.

Alpenastern

Steinbrech?


Aber dann musste ich wohl mit.


Zwischendurch ein Blick auf unseren Rastplatz.

Dann strichen noch mal ein paar Wolken um die Felsen.

Keine Ahnung, wie wir da hoch gekommen sind.
Wenn ich es mir jetzt betrachte ....


... bestimmt waren überall Ketten.


Denn irgendwie muss ich es ja auch geschafft haben.


Und dann kamen wir dem blauen Himmel ein Stück näher.


Noch kurz um die Ecke ...

Geschafft!


So sehen Sieger aus :)))



Beim Abstieg fand ich diese wunderschöne Blume - was ist das?


Und Wiesen von diesen zarten Tänzerinnen.


Orchideen wachsen hier sowieso an jeder Ecke.


Völlig erschöpft gings nach Hause - das Bier zischte besonders gut :)